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Clemens Binninger, für Sie im Deutschen Bundestag in Berlin

Sabine Kurtz, Leonberg, ist die CDU-Kandidatin fÞr die Landtagswahl 2006 im Wahlkreis 6 (Leonberg - Herrenberg)

GÞnther Oettinger, zur persànlichen Seite des Ministerprâsidenten von Baden-WÞrttemberg


18.02.2007 | Sabine Kurtz in der Förderschule Weil der Stadt

Ziele klar gesteckt: Schulabschluss und Integration in die Berufswelt

„Die zunehmenden komplexen Strukturen unserer Gesellschaft überfordern deren schwache Glieder, für die im übrigen auch die entsprechende Lobby fehlt“. Dies unterstrich Jürgen Kaiser, seit fast zehn Jahren Rektor der Förderschule Weil der Stadt, in einem Gespräch mit der Leonberger CDU-Landtagsabgeordneten Sabine Kurtz.

Die Parlamentarierin, die auch stellvertretende Vorsitzende des Landtagsausschusses für Schule, Jugend und Sport sowie jugendpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion ist, informierte sich dieser Tage über die Situation an der Förderschule, die in das Schulzentrum der Stadt räumlich integriert ist.

Wie Kaiser, der Sonderpädagogik studiert hat und zuvor 20 Jahre lang Pädagoge an einer Sprachheilschule war, der Abgeordneten erläuterte, werden an der Förderschule Weil der Stadt augenblicklich 51 Schülerinnen und Schüler in fünf Klassen unterrichtet. Es handelt sich dabei um Kinder mit Lerneinschränkungen und Lernbehinderungen – also keine Kinder mit körperlichen oder geistigen Behinderungen. Jürgen Kaiser versucht mit seinem Kollegium, das Selbstvertrauen der Schülerinnen und Schüler zu stärken, ein positives Lernumfeld zu schaffen, emotionale Beziehungen aufzubauen sowie die Leistungsbereitschaft nicht nur zu fördern, sondern auch Leistung zu fordern. Die Ziele sind dabei klar gesteckt: den Schülerinnen und Schülern einen Schulabschluss zu ermöglichen und sie, wenn möglich, zum Hauptschulabschluss zu bringen. Letzteres mit Erfolg, denn pro Jahr wechseln zwei, drei oder vier Schülerinnen und Schüler zur Hauptschule. „Und kein einziger ist bislang zurückgekommen“, konstatierte Jürgen Kaiser im Gespräch mit Sabine Kurtz.

Sollte der Hauptschulabschluss nicht möglich sein, so ist es wichtig, Schülerinnen und Schüler in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit erfolgversprechend in Ausbildung oder Arbeit zu bringen. Dieses Ziel verfolgen auch Kooperationsmodelle mit dem Berufsschulzentrum Leonberg, mit der Leonberger Haldenwang-Schule sowie Praktika in heimischen Betrieben und Unternehmen. Die Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klasse dürfen sich hierbei Firmen ihrer Wahl in Weil der Stadt und Umgebung aussuchen. Sehr ausführlich berichteten die jugendlichen Praktikantinnen und Praktikanten der Abgeordneten über ihre persönlichen Erfahrungen. Dabei kam zum Ausdruck, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur mit Freunde und Engagement, sondern auch mit viel Selbstvertrauen in die Anfänge der Berufswelt einsteigen. Pünktlichkeit und kritisches Mitdenken werden in diesem Zusammenhang ebenfalls vermittelt. „Die Erfahrungen werden ausgewertet und als Hilfestellung anderen zur Verfügung gestellt“, erklärte in diesem Zusammenhang Rektor Kaiser.

Ein Bündel weiterer Maßnahmen unterstützt das Bemühen der Förderschule, die angestrebten Ziele zu erreichen. Dies auch im Blick auf die nachlassende Erziehungskraft der Familien, wie Kaiser ausdrücklich unterstrich. So werden beispielsweise die berufsvorbereitenden Maßnahmen durch die Agentur für Arbeit unterstützt. Als Forderung an die Politik nahm Sabine Kurtz den Wunsch mit auf den Weg nach Stuttgart, die Palette der Werker-Ausbildungsmöglichkeiten zu verbreitern. Rektor Jürgen Kaiser wies ferner darauf hin, dass ein starkes Elternrecht gelegentlich das Kindeswohl beeinträchtige. Mit der Folge, dass die Allgemeinheit dann später für die Finanzierung der Betroffenen aufkommen müsse.



Praktikantinnen und Praktikanten der Förderschule Weil der Stadt schilderteen der CDU-Landtagsabgeordneten Sabine Kurtz ihre Eindrücke und Erfahrungen. Rechts Rektor Jürgen Kaiser.

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