CDU-Stadtverband Renningen / Malmsheim
CDU-Stadtverband Renningen / Malmsheim
Stadtverband Renningen/Malmsheim
CDU-Stadtverband Renningen / Malmsheim
   HomeHome  KontaktKontakt  ImpressumImpressum  SitemapSitemap
 

 

VorstandTermine
VorstandArchiv 2007
VorstandArchiv 2006 /10-12
VorstandArchiv 2006 /7-9
VorstandArchiv 2006 /4-6
VorstandArchiv 2006 / 3
VorstandArchiv 2006 / 1-2
VorstandArchiv 2005 / 7-12
VorstandArchiv 2005 / 1-6
VorstandArchiv 2004 / 1-12

Clemens Binninger, für Sie im Deutschen Bundestag in Berlin

Sabine Kurtz, Leonberg, ist die CDU-Kandidatin fÞr die Landtagswahl 2006 im Wahlkreis 6 (Leonberg - Herrenberg)

GÞnther Oettinger, zur persànlichen Seite des Ministerprâsidenten von Baden-WÞrttemberg


23.02.2007 | Leonberger Senioren-Union feiert 10Jähriges

Sauer: Wir sind eine politisch prägende Kraft
Text: Anita Högner; Fotos: Archiv

Wer erinnert sich noch? 1997 gab Großbritannien Hongkong an die Volksrepublik China zurück, fand in Kyoto eine internationale Klimakonferenz („Kyoto-Protokoll“) statt, kam Lady Di bei einem Autounfall ums Leben. Noch ein Ereignis im gleichen Jahr, das zwar nicht im Scheinwerferlicht der Medien stand, doch von großer lokaler Bedeutung war: Klaus-Walter Voss hob in Leonberg die Senioren Union (SU) aus der Taufe. Am Dienstag, 17. April 2007, feiert sie ihr zehnjähriges Bestehen. Die Festansprache hält Prof. Dr. Wolfgang von Stetten, MdB a. D. und Vorsitzender der Senioren Union Baden-Württemberg.

Wie kam es zur Gründung? Die Antwort ist ebenso einfach wie einleuchtend. Als langjähriges Mitglied der SU in Stuttgart reifte bei dem heute 80-Jährigen der Gedanke, eine solche Einrichtung auch in der ehemaligen Kreisstadt zu etablieren. Gedacht, getan. In Kooperation mit der Kreisgeschäftsstelle Böblingen wurden alle über 60-jährigen CDU-Mitglieder aus Leonberg und Umgebung zu einer „Schnupperveranstaltung“ am 14. Januar eingeladen. Der darin eingebettete Vortrag befasste sich - kaum zu glauben, aber wahr - mit dem Gesundheitswesen. Er lockte 35 Interessierte an - sichtbarer Beweis, dass die Initiatoren auf dem richtigen Weg waren. Der nächste Schritt war die konstituierende Gründungsversammlung am 8. April 1997 mit Sozialministerin a.D. Annemarie Griesinger als Wahlleiterin. Josef W. Sauer wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt, Joseph Westermayr sein Stellvertreter.

Innerhalb weniger Jahre stieg die Mitgliederzahl auf 75. Auch die Zahl der Interessenten, die auf Grund von Pressemitteilungen die an jedem dritten Dienstag im Stadthallenrestaurant „Ambiente“ stattfindenden Veranstaltungen besuchen, hat sich auf ähnlicher Höhe eingependelt. Nicht ohne Stolz weist Sauer hin, dass „wir stets gut besuchte Veranstaltungen hatten. Selbst in der Ferienzeit konnten wir mit 25 bis 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern rechnen. Das sind hochgerechnet weit über 3.000 Besucher innerhalb eines Jahrzehnts“.

Der Erfolg ist weder Zufall noch Fügung. „Uns ist es immer gelungen“, freut sich der Vorsitzende, „zu aktuellen Themen kompetente Referenten nach Leonberg zu locken“. Auf der langen Rednerliste stehen neben Umweltminister a. D. Erwin Vetter, MdL und Minister des Staatsministeriums Willi Stächele, Bundesministerin a. D. Prof .Dr. Ursula Lehr, MdB Clemens Binninger, MdL Wolfgang Rückert sowie das MdB a. D. und die ehemalige Landesvorsitzende der SU Baden-Württemberg, Erika Reinhardt. Professoren der Uni Stuttgart gaben sich in Leonberg ebenso ein Stelldichein wie Experten aus dem Versicherungs- und Steuerwesen.

Neben guten Kontakten zu „Promis“ bedarf es aber auch eines sensiblen „Navigationsgeräts“, das die Wünsche und Interessen der Seniorinnen und Senioren in allen Bereichen des gesellschaftlichen und politischen Lebens aufspürt. Nur so ist Kontinuität möglich. Besuche im Stuttgarter Landtag und Studienreisen nach Berlin und Straßburg vermittelten vertiefende Kenntnisse „vor Ort“. Ausflüge sowie besinnliche Jahresrückblickveranstaltungen geben ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. „Hier gehöre ich hin“.

Dieter Stonies zum Beispiel, den es nach über 30-jähriger Zugehörigkeit zur Berliner CDU nach Leonberg verschlug, „wollte einfach nur mal gucken und reinschnuppern“. Der „Reingeschmeckte“ fühlte sich von der Atmosphäre angesprochen – und blieb. Seine SU-Erfahrung bringt er auf die knappe Formel: „Das Zusammensein mit Menschen unterschiedlichen Alters und verschiedener Prägung hält jung“. Auch Elke Meller hat bei der SU ein Stück Heimat gefunden. „Ich möchte den intensiven Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten nicht missen“. Für Karl May ist es wichtig, die Meinung anderer in die eigene Urteilsfindung einzubeziehen. Der intensive Gedankenaustausch hilft ihm, seine Argumente zu schärfen und ideologisch besetzte Hypothesen kritisch zu hinterfragen. Diesem Denkansatz kommt so große Bedeutung zu, weil uns das Fernsehen ständig mit wirkungsvoll inszenierten Meldungen im 30-Sekunden-Takt füttert und mit knappen Fakten mehr für Verwirrung als Aufhellung sorgt. Hans-Joachim Daeneke hat schätzen gelernt, dass er bei der SU sachliche Hintergrundinformationen zu schwierigen Entscheidungsprozessen bekommt. Nicht selten bilden sie die Grundlage für kontroverse, aber faire und disziplinierte Diskussionen. In diesem Zusammenhang erinnert Daeneke an den Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Weidlich, der die heiß umstrittene Kernenergie zum Inhalt hatte.

Die Mitglieder und Interessenten werten die Leonberger SU als eine persönliche Bereicherung, die sich mit einem gestärkten Wir-Gefühl, gewachsenem Selbstbewusstsein und hinzugewonnener Kompetenz umschreiben lässt. Die SU wiederum profitiert von der gewandelten Lebenseinstellung der älteren Generation, die nicht mehr die Hände ideen-, mut- und tatenlos in den Schoß legt. Die heutigen Seniorinnen und Senioren stehen mitten im Leben und wollen ihre Lebenserfahrung und erworbenen Sachkenntnisse sowie ihr Verantwortungsbewusstsein in die Waagschale werfen.

Unter diesen Vorzeichen wird die Leonberger SU auch in Zukunft ein breitgefächertes bildungspolitischen Programms bieten. Es soll in einer Zeit der ständigen Neu- und Umorientierung Fakten liefern, längerfristige Entwicklungen in unserer Gesellschaft beobachten und begleiten und dabei eine wichtige Rolle in der Meinungsbildung übernehmen. Aus Sicht des Vorsitzenden ist die SU „heute eine politisch prägende Kraft in Leonberg“.


Wolfgang Heubach und Josef W. Sauer, Oktober 2006, Foto: H.J. Daeneke


Jahresausflug nach Bad Wimpfen 2003


Besuch der Villa Reitzenstein, 1999


Wahlveranstaltung der SU Leo mit MdB Clemens Binninger, 2002


Studienfahrt nach Straßburg 1998

Linie
HOME | Archiv | nach oben