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27.03.2007 |
Sabine Kurtz im Gespräch
mit Elternvertretern des SGH
Die Elternvertreter des Schickhardt-Gymnasiums Herrenberg (SGH) beschäftigen sich schon lange in einem Arbeitskreis mit der Problematik des Doppel-Abitur-Jahrganges G8 und G9 im Jahr 2012. Mehrere Gespräche mit Vertretern des Kultus- sowie des Wissenschaftsministeriums haben bereits stattgefunden. Weitere Informationen aus den Regionalkonferenzen des Wissenschaftsministeriums mit den IHK´s und der Wirtschaft hatte der Arbeitskreis bereits erhalten.
Um einen engen Kontakt in das Landesparlament und damit in die Landesregierung aufzubauen, hat die Sprecherin des AK, Petra Schieting, die Landtagsabgeordnete und stellv. Vorsitzende des Ausschusses für Schule, Jugend und Sport Sabine Kurtz zu einer Diskussionsrunde eingeladen. Teilgenommen haben auch Vertreter anderer Herrenberger Schulen sowie die Vorsitzende des Gesamtelternbeirats Monika Wolff und der MIT-Kreisvorsitzende Rudolf Preiß.
Als Hauptproblem sahen die Elternvertreter die Verfügbarkeit von Studienplätzen an den Uni´s und den Berufsakademien bzw. verfügbare Stellen in der Wirtschaft. In einer vom AK vorgelegten Tabelle des Bundeselternrats vom April 2005 war für das Jahr 2004 die „normale Anzahl der Schulabgänger“ in Baden-Württemberg mit ca. 38.000 angegeben, im Jahr 2012 würde die Anzahl auf ca. 75.000 steigen. Die Zahlen konnte Sabine Kurtz nicht bestätigen, wird sich aber darum kümmern. Hinzu kommt, dass das gleichzeitige Abitur der G8/G9-Klassen im benachbarten Bayern bereits im Jahr 2011 erfolgt und damit von den geschätzten 52.000 Schulabgängern ein Teil auch in die Studien- und Ausbildungsplätze in Baden-Württemberg drängen werden.
Wie die CDU-Landtagsabgeordnete Kurtz ausführte, werden nach derzeitiger Planung der Landesregierung bis zum Jahr 2012 weitere 16.000 Studienplätze aufgebaut. Es wird also einen Wettlauf auf die Studienplätze geben. Das schlägt nach Ansicht des stv. Herrenberger Gesamtelternbeiratsvorsitzenden Axel Sautter auch negativ auf die beruflichen Möglichkeiten der Schüler in den Realschulen und den Fortbildungsstufen durch. Unklar ist dabei, wie viele Abiturienten tatsächlich an die hiesigen Universitäten gehen wollen, ob die Studienfächer den Vorstellungen bzw. den Bedarfsanforderungen des Marktes entsprechend vorhanden sein werden. Neben der Politik ist aber auch die Wirtschaft gefordert, entsprechende Initiativen zu ergreifen und Angebote zu machen.
Sabine Kurtz hat die klar herausgearbeiteten Probleme aufgenommen und wird sie in die politische Arbeit des Landesparlaments mit einbringen. Mit dem AK wird sie regelmäßigen Kontakt halten und über den aktuellen Stand informieren. Rudolf Preiß sagte zu, gemeinsam mit den IHK´s und Verbänden eine Podiumsdiskussion zu organisieren. Bei allen Beteiligten bestand Einigkeit, dass weitere Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Ausbildungsmöglichkeiten sicher zu stellen.
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