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Clemens Binninger, für Sie im Deutschen Bundestag in Berlin

Sabine Kurtz, Leonberg, ist die CDU-Kandidatin fÞr die Landtagswahl 2006 im Wahlkreis 6 (Leonberg - Herrenberg)

GÞnther Oettinger, zur persànlichen Seite des Ministerprâsidenten von Baden-WÞrttemberg


20.04.2007 |

SU Leonberg setzt Maßstäbe:
Engagement kennt keinen Ruhestand

von Anita Högner

Entsprechend dieser Leitlinie feierte die Leonberger Senioren-Union (SU) im Stadthallen-Restaurant „Ambiente“ ihr zehnjähriges Bestehen. „Petrus feiert mit uns“, jubelte der Vorsitzende der Leonberger SU, Josef Sauer, angesichts der hochsommerlichen Temperaturen.

Freuen durfte er sich auch im Hinblick auf die große Besucherzahl. Neben dem „himmlischen“ Gast war, wie MdB Clemens Binninger anmerkte, „die ganze politische High Society aus dem Kreis Böblingen“ anwesend: OB Bernhard Schuler, MdL und Staatssekretär a. D. Wolfgang Rückert, Landrat a. D. Dr. Reiner Heeb, der Fraktionsvorsitzende der Leonberger CDU, Alwin Grupp sowie die Vorsitzende der Leonberger Frauen-Union, Elke Staubach. Zu ihnen gesellten sich mehr als 50 Mitglieder und Gäste aus dem Altkreis Böblingen, die dem Altkreis Leonberg ihre Reverenz erwiesen. Für Binninger „ein Paradebeispiel gegen Politikverdrossenheit“.

Gemessen an anderen Jubiläen sind zehn Jahre keine stattliche Zeiteinheit. Dennoch ist die Leonberger SU dank ihres rührigen Vorsitzenden und des breiten Themenspektrums innerhalb einer Dekade zu einer politisch prägenden Kraft in Leonberg und Umgebung geworden. OB Schuler zeigte sich keineswegs überrascht. Immerhin befinde sich die SU auf geschichtsträchtigem Boden. „Vor 550 Jahren, genau am 16. November 1457, tagte zum ersten Mal hier württembergische Landtag (Württemberg-Urach)“.

Dennoch: Vor noch gar nicht so langer Zeit, erinnerte der Ehrengast und SU-Landesvorsitzende Prof. Dr. Wolfgang von Stetten, wurden die Senioren gern vernachlässigt. „Die gehen sowieso wählen“. Inzwischen ist dieser Personenkreis in die vorderen Reihen gerückt. Die heutigen Senioren sind selbstbewusster, bringen ihre Meinung in öffentliche Debatten ein und sind zu einer nicht zu übersehenden Kraft innerhalb der Parteienlandschaft geworden. Binninger erinnerte in seinem Grußwort daran, dass sein erster parteipolitischer Auftritt als Bundestagskandidat der Kreis-CDU bei der Leonberger SU war.

Aus der Rückschau gesehen, so von Stetten, haben die Senioren ihre prägenden Jahre in einer für sie sehr schwierigen Zeit erlebt. Nach den verheerenden Kriegsjahren haben sie unter großen persönlichen Entbehrungen und mit nahezu übermenschlichen Anstrengungen das zerstörte Land aufgebaut. Zur gleichen Zeit haben sie 14 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene integriert. „Das war nur möglich, weil diese Generation mit Kleinigkeiten zufrieden war.“ Allerdings: „Ohne diese Zuwanderung wäre der Aufschwung nicht möglich gewesen“. Ein wesentlicher Aspekt wird bei der Bewertung der Nachkriegszeit meist außer Acht gelassen: „Die Senioren haben durch ihr Verhalten und ihre Umsicht wesentlich dazu beigetragen, dass wir in Deutschland seit sechzig Jahren in Frieden leben“.

Zurück zur Gegenwart: Für von Stetten ist Angela Merkel sicher keine Heldin im klassischen Sinne, aber eine starke, durchsetzungsfähige Frau, die keine großen unberechenbaren Sprünge macht, sondern den erfolgreichen Weg der kleinen Schritte geht. „In der großen Koalition behält sie immer die Oberhand“. Auch sei es ihr, anders als ihrem Vorgänger, gelungen, außenpolitisch unterschiedliche Interessen und Charaktere erfolgreich zusammenzuführen. „Sie steht alles durch – mit Ausdauer und Optimismus“.

Optimismus, Ausdauer und Vertrauen in die Zukunft – das waren die Leitmotive der heutigen Senioren in den ersten Nachkriegsjahren. Unter dieser Prämisse haben sie die Ärmel hochgekrempelt, Kinder geboren und großgezogen. Dieses Gedankengut möchten sie an die nächste Generation weitergeben und ihr Mut zur Gründung einer Familie machen. „Wir alle haben Kinder, aber nur wenige haben Enkelkinder“.

Nicht nur die Jungen, auch die Senioren hätten noch Hausaufgaben zu machen. Laut Statistik sind rund sechs Millionen Bürgerinnen und Bürger über 60 Jahre. Aber nur 60.000 sind Mitglied der SU. „200.000 sollte die Zielmarke sein“. Schließlich haben es die Senioren in der Hand, das politische und gesellschaftliche Leben mitzugestalten. Sie werden gebraucht, auf allen Ebenen und in allen Bereichen. Ältere Menschen sind zwar nicht mehr so fetzig und flink wie die Jungen, können aber ihre lebenslange Erfahrung, ihr Können und Wissen in die Waagschale werfen - entsprechend dem Slogan der Leonberger SU: „Engagement kennt keinen Ruhestand“.



Am Prominententisch bei der Leonberger SU: Landrat a.D. Dr. Reiner Heeb, Staatssekretär a.D. Wolfgang Rückert, SU-Landesvorsitzender Prof. Dr. Wolfgang von Stetten, Leonbergs SU-Chef Josef Sauer, OB Bernhard Schuler sowie CDU-Bundestagsabgeordneter Clemens Binninger (von links).

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