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30.04.2007 | Hohe Auszeichnung für 27 verdiente Persönlichkeiten
Ministerpräsident Günther Oettinger verleiht Verdienstmedaille des Landes an Dr. Reiner Heeb
Für hervorragende Verdienste um das Land und seine Bevölkerung hat Ministerpräsident Günther H. Oettinger 27 Frauen und Männern die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg verliehen. Er überreichte die hohe Auszeichnung im Rahmen eines Festakts im Rokoko-Theater des Schwetzinger Schlosses.
Unter den Geehrten befindet sich auch der langjährige Böblinger Landrat und DRK-Kreisvorsitzende Dr. Reiner Heeb (Böblingen).
Heeb war zudem von 2000 bis 2002 CDU-Kreisvorsitzender, gehört weiterhin dem Kreisvorstand an und vertritt den CDU-Kreisverband Böblingen als Delegierter auf verschiedenen Parteiebenen. Der CDU-Kreisvorsitzende Wolfgang Heubach gratulierte Dr. Heeb mit herzlichen Worten zur Verleihung der Verdienstmedaille des Landes.
Der Ministerpräsident würdigte die herausragenden Leistungen der neuen Ordensträger im Ehrenamt oder als Funktionsträger. Die Geehrten hätten sich über Jahre hinweg große Verdienste erworben auf künstlerischem, sozial-karitativem, politischem, wirtschaftlichem und sportlichem Gebiet. „Sie haben sich in vorbildlicher Weise für das Allgemeinwohl eingesetzt, unsere Demokratie mit Leben erfüllt, unsere Gesellschaft menschlicher gemacht und damit unser Land vorangebracht“, lobte der Regierungschef. „Ohne Vorbilder, die Verantwortung übernehmen und sich tatkräftig für das Wohl der Menschen einsetzen, kann eine Demokratie nicht gedeihen. Sie sind solche Vorbilder und Ihnen gilt mein Dank und Respekt.“
Auf Dr. Reiner Heeb eingehend führte der baden-württembergische Ministerpräsident aus: "Dr. Heeb hat 27 Jahre lang (1973-2000) als einer der dienstältesten Landräte Baden-Württembergs die Geschicke des Landkreises Böblingen gelenkt und diesen zu einem der leistungsstärksten Kreise unseres Landes entwickelt. Selbstdisziplin, Fleiß, Beharrlichkeit, hohe Fachkompetenz und gewinnender Charme kennzeichnen Dr. Heeb. Das Landratsamt war für ihn ein Dienstleistungsunternehmen. Beispielhaft sind der Dienstleistungsabend, den er bereits in den 70-er Jahren einführte, ebenso die erweiterten Öffnungszeiten der KFZ-Zulassungsstelle, die seit 1996 als erste im Bundesgebiet samstags geöffnet hat. Aber auch die Krankenhaussituation und die Verkehrsanbindung waren ihm stets wichtig. So wurde die S-Bahn nach Herrenberg mit auf sein Betreiben hin verlängert. Darüber hinaus engagierte er sich im Ehrenamt. So gehörte er seit 1989 dem Präsidium des Landkreistags Baden-Württemberg an und war seit 1996 Vorsitzender dessen Sozialausschusses. Außerdem war er Mitglied des Sozialausschusses des Deutschen Landkreistags.
Besondere Verdienste hat er sich von 1978 bis 2006 auch als Vorsitzender des Böblinger Kreisverbandes des DRK erworben.
Der DRK-Kreisverband Böblingen wurde unter seinem Vorsitz zu einem der größten Kreisverbände in Deutschland und bietet zahlreiche soziale Dienstleistungen an. Beispielhaft ist die wohnortnahe, gemeinwesenorientierte Versorgung mit Altenpflegeplätzen. Über Jahre hinweg hat er sich dafür eingesetzt, dass mit Eigenmitteln des Kreisverbandes ein Projekt zur Qualifizierung und Reintegration von Langzeitarbeitslosen aufrechterhalten werden konnte. Ein Herzensanliegen war ihm auch die Förderung und Unterstützung des Ehrenamtes im Kreisverband und in den 25 Ortsvereinen. Das Projekt Jugendbegleiter wird im Landkreis Böblingen in hoher Qualität umgesetzt. Die Förderung der Jugendarbeit im Jugendrotkreuz hat dazu geführt, dass über 800 Jugendliche eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung finden konnten. Als Ehrenvorsitzender des DRK-Kreisverbandes Böblingen unterstützt er seit 2006 weiterhin die erfolgreiche Arbeit des Roten Kreuzes."
Die Verleihung der höchsten Auszeichnung des Landes erfolgte erstmals im Schwetzinger Schloss, das zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern Baden-Württembergs gehört und in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen werden soll. „Bei den Kulturgütern sind es Bauwerke wie dieses Schloss, die im Großen widerspiegeln, was dieses Land im Kleinen zu bieten hat. Und bei den Bürgern sind es Menschen wie Sie, die darauf verweisen, was die Menschen aus unserem Land und in unserem Land vermögen“, sagte der Ministerpräsident. Es sei erfreulich, dass das bürgerschaftliche Engagement gerade in Baden-Württemberg besonders ausgeprägt sei. Über 40 Prozent aller Menschen im Land - soviel wie in keinem anderen Bundesland - seien ehrenamtlich tätig. „Die Landesverdienstmedaille ist auch ein besonderer Ausdruck der Verbundenheit mit unserem Land“, erklärte Ministerpräsident Oettinger.
Die Zahl der Ordensträger ist nach dem Stiftungsstatut auf 1.000 lebende Ordensinhaber begrenzt. Unter Berücksichtigung der diesjährigen Auszeichnungen sind es nunmehr 817. Insgesamt wurde die Landesverdienstmedaille bislang 1.653 Mal verliehen.
Gestalterisch nachempfunden ist die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg der Verfassungsmedaille in Gold. Auf der Vorderseite ist das Große Landeswappen mit dem Schriftzug ”Baden-Württemberg” abgebildet. Ein stilisierter Lorbeerzweig und die Aufschrift ”Für Verdienste” zieren die Rückseite. Getragen wird die Medaille an einem längsgestreiften Band in den Landesfarben. Anstelle der Verdienstmedaille kann eine schwarz-gelbe Rosette (für Männer) oder Schleife (für Frauen), die ebenfalls überreicht wird, getragen werden. Neben den Ordensinsignien erhalten die Ordensprätendenten auch eine vom Ministerpräsidenten unterzeichnete Verleihungsurkunde.

Dr. Reiner Heeb erhält die hohe Auszeichnung von Ministerpräsident Günther Oettinger im Schwetzinger Schloß.
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