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24.05.2007 | „Weil
der Stadt und seine Heimatvertriebenen“
Kurtz von Sonderausstellung
beeindruckt:
Erleb- und erfahrbare Geschichte
Beeindruckt zeigte sich die Leonberger CDU-Landtagsabgeordnete
Sabine Kurtz von der Sonderausstellung „Weil der Stadt
und seine Heimatvertriebenen“, die noch bis Oktober
im Stadtmuseum zu sehen ist.
Kurtz war auf Einladung
des BdV-Orts- und -Kreisvorsitzenden Josef Seethaler nach Weil
der Stadt gekommen, um sich die historisch wertvolle, übersichtlich
gegliederte und sehr informative Sonderaustellung zeigen
und erläutern zu lassen. An der Führung im
Stadtmuseum nahmen neben Seethaler auch die BdV-Vorstandsmitglieder
Rudolf E. Brunner und Erich Adam teil.
Die von Wolfgang Schütz in 46 Einzelkapiteln sorgfältig
gestaltete Sonderausstellung stellt das Schicksal der Heimatvertriebnen
auch in die großen geschichtlich-politischen Zusammenhänge,
was jeweils anhand „Historischer Denkzettel“ geschieht.
Eingebettet darin sind zahlreiche Einzelschicksale, die es
den Betrachterinnen und Betrachtern ermöglichen, Geschichte
erleb- und erfahrbar zu machen. Schütz konnte dabei
auf viele Exponate aus Privatbesitz und Archivbeständen
zurückgreifen. Schwerpunkt der Sonderausstellung ist
Südmähren mit den angrenzenden vormals deutschen
Siedlungsgebieten. Auch der fast 80-jährige Josef Seethaler,
der nach der Vertreibung die Entwicklung seiner neuen Heimat
in Weil der Stadt maßgeblich und verantwortlich mitgestaltet
hat, stammt aus Südmähren.
Seethaler verwies Sabine Kurtz auf das reiche kulturelle
Erbe, das die Heimatvertriebenen – sie machten nach
1945 ein Drittel der Bevölkerung in Weil der Stadt aus – mit
der Sonderaustellung dokumentieren und für künftige
Generationen bewahren wollen. Anschaulich wird gezeigt, wie
das tägliche Leben in der alten Heimat aussah, welch
herrliche Landschaften die Dörfer und Städte umgeben,
welche schrecklichen Folgen Krieg und gewaltsame Vertreibung
hatten und unter welchen schweren Umständen die Ankunft
in der neuen und zunächst fremden zweiten Heimat erfolgte.
Die Sonderausstellung weist zugleich auf Fleiß, Können
und Beharrlichkeit sowie das tiefreligiöse Fundament
der Vertriebenen hin, die dafür ausschlaggebend waren,
das letztlich die Eingliederung in hohem Maße gelang.
Die Sonderausstellung „Weil der Stadt und seine Heimatvertriebenen“ im
Stadtmuseum mit seiner geschichtsträchtigen Umgebung
ist bis Oktober 2007 samstags und sonntags jeweils von 14
bis 17 Uhr geöffnet.
Sonderführungen können
mit Josef Seethaler unter Telefon 07033/7462 vereinbart
werden.

Lebendige Geschichte: Erich Adam, Josef Seethaler, die CDU-Landtagsabgeordnete
Sabine Kurtz und Rudolf E. Brunner in der Sonderausstellung „Weil
der Stadt und seine Heimatvertriebenen“.
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