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Clemens Binninger, für Sie im Deutschen Bundestag in Berlin

Sabine Kurtz, Leonberg, ist die CDU-Kandidatin fÞr die Landtagswahl 2006 im Wahlkreis 6 (Leonberg - Herrenberg)

GÞnther Oettinger, zur persànlichen Seite des Ministerprâsidenten von Baden-WÞrttemberg


26.06.2007 | Sabine Kurtz ergreift Initiative im Landtag:

Exzessiven Alkoholkonsum bei Jugendlichen bekämpfen

„Im Jahr 2005 kamen in Baden-Württemberg über 3.000 Jugendliche und junge Erwachsene unter 20 Jahren nach übermäßigem Alkoholkonsum ins Krankenhaus. Im Kreis Böblingen stieg diese Zahl von 40 Fällen im Jahr 2001 auf 97 Fälle im Jahr 2005. Verbunden mit exzessivem Alkoholkonsum kommt es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen und anderen Problemen“, stellt die Leonberger CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz, Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Jugendpolitik“ ihrer Fraktion, fest.


Dieser besorgniserregenden Entwicklung will die CDU-Landtagsfraktion nicht tatenlos zusehen. Zusammen mit dem Koalitionspartner hat die CDU jetzt einen gemeinsamen Antrag im baden-württembergischen Landesparlament eingebracht. Mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket und einer wirkungsvollen Präventionsarbeit soll dem zunehmenden Alkoholkonsum von Jugendlichen begegnet werden.

Wie die Leonberger CDU-Landtagsabgeordnete weiter mitteilt, hat die unter ihrem Vorsitz tagende Arbeitsgruppe „Jugendpolitik“ der CDU-Landtagsfraktion dazu im Vorfeld eine Anhörung mit Vertretern von Polizei und Suchthilfe durchgeführt, um Vorschläge aus der Praxis für eine Eindämmung dieser Entwicklung zu erhalten. Dazu habe sie u.a. auch die Polizeidirektion Böblingen eingeladen, die hervorragende Ansätze entwickelt habe, erklärt Sabine Kurtz. Denn: „Ein wichtiger Baustein, um den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen einzuschränken, ist die Präventionsarbeit.“

Als besonders erfolgreich hat sich nach den Worten von Sabine Kurtz die im Landkreises Böblingen entwickelte „Red Box“ erwiesen. Seit dem Schuljahr 2004/2005 wurde diese „Wunderdose“ an bislang mehr als 5.000 Schülerinnen und Schüler aller Schularten verteilt. Künftig sollen alle Siebtklässler im Kreis diese „Red Box“ erhalten.

„Die Box eröffnet einen völlig neuen, zeitgemäßen Zugang zu den betroffenen Altersgruppen, um sich nachhaltig mit dem Thema Jugendschutz und Alkoholmissbrauch auseinanderzusetzen“, betont Sabine Kurtz. „Mit durchschlagendem Erfolg, denn nicht weniger als 80 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben das Projekt in einer abschließenden Befragung positiv bewertet. Die Unterrichtseinheit selbst stieß sogar auf eine über 95-prozentige Zustimmung“, freut sich die CDU-Landtagsabgeordnete. Der Inhalt der Box sei variabel und könne je nach Themenschwerpunkt variiert werden.

Wie Kurtz weiter mitteilt, will der gemeinsame Antrag der beiden Regierungsfraktionen außerdem die Missbrauchsmöglichkeiten einschränken. Es gehe nicht an, dass sich 16- und 17-Jährige durch gefälschte Erziehungsbeauftragungen den Gaststättenbesuch über die Sperrzeiten hinaus „erschleichen“ könnten. Dies gehöre abgeschafft, und das Jugendschutzgesetz müsse über den Bundesrat entsprechend geändert werden. Die Regierungsfraktionen fordern darüber hinaus bei Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz deutlich höhere Mindestbußgelder sowie Gewinn abschöpfende Bußgelder.

Wer durch missbräuchlichen Alkoholkonsum von Jugendlichen Geld verdiene, solle mit empfindlichen Sanktionen rechnen müssen. Nur so sei eine ausreichende Abschreckung zu erreichen.

Auch die so genannten Flatrate-Partys leisteten dem Alkoholmissbrauch Vorschub. Nach Auffassung der Antragsteller „ist es deshalb an der Zeit, die Flatrate-Partys gaststättenrechtlich zu verbieten.“ Es gebe auch keinen vernünftigen Grund, Branntweine unter dem Etikett des Reisebedarfs an Tankstellen zu verkaufen. Ziel sei es, dort ein Verkaufsverbot von branntweinhaltigen Getränken zu erreichen.

„Wir bitten die Landesregierung, auch zu prüfen, ob es aus Jugendschutzgründen möglich wäre, den Verkauf von Alkohol an Tankstellen ganz zu verbieten“, sagt Sabine Kurtz. „Den zunehmenden Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen dürfen wir nicht hinnehmen. Mit dem im Antrag geforderten Maßnahmen-Paket und einer wirkungsvollen Präventionsarbeit werden wir diesem Problem kräftig zu Leibe rücken können“, gibt sich die Leonberger CDU-Landtagsabgeordnete abschließend überzeugt.

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