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Clemens Binninger, für Sie im Deutschen Bundestag in Berlin

Sabine Kurtz, Leonberg, ist die CDU-Kandidatin fÞr die Landtagswahl 2006 im Wahlkreis 6 (Leonberg - Herrenberg)

GÞnther Oettinger, zur persànlichen Seite des Ministerprâsidenten von Baden-WÞrttemberg


26.06.2007 | Kurtz und Nemeth: Zukunft der Hauptschule gesichert

Bessere Chancen für Absolventen auf dem Arbeitsmarkt

„Die Zukunft der Hauptschule ist gesichert. “ Mit diesen Worten kommentierten die CDU-Landtagabgeordneten des Kreises Böblingen, Sabine Kurtz und Paul Nemeth, die von der Landesregierung auf den Weg gebrachte Reform der Hauptschule.

Mit dem von CDU-Fraktion und Landesregierung gemeinsam beschlossenen Maßnahmenpaket werde die Qualität der Hauptschulen weiter verbessert. „Damit steigen die Chancen der Hauptschülerinnen und Hauptschüler auf dem Arbeitsmarkt“, zeigte sich Kurtz überzeugt. Auch die drohende Schließung vieler Hauptschulstandorte könne mit dem neuen Konzept abgewendet werden, gab sich die stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Schule, Jugend und Sport optimistisch. Kurtz nannte es vernünftig, dass die Landesregierung in den kommenden vier Jahren mehr als 40 Millionen Euro in die Hand nehme und darüber hinaus mehr als 300 Stellen einsetze.

Es sei richtig, das funktionierende dreigliedrige Schulsystem zu stärken, ergänzte Paul Nemeth, der damit allen Diskussionen über die Schaffung einer Gesamtschule eine klare Absage erteilte.
„Für uns stehen nicht die Schulstrukturen im Vordergrund, sondern die Hauptschülerinnen und Hauptschüler und deren individuelle Förderung“, machte der Böblinger Landtagabgeordnete deutlich. Daher unterstütze er die Reformen und begrüße insbesondere die Einrichtung eines Praxiszuges an allen Hauptschulen ab Klasse 7. Mit Hilfe von Kompetenzanalysen können damit die Schüler gemäß ihrer Talente speziell gefördert werden. So könnten handwerklich begabte Schüler anders ausgebildet werden als Schüler mit Talenten in anderen Bereichen. Seit 1999 werde der Praxiszug in unterschiedlichen Ausprägungen an den Hauptschulen des Landes erfolgreich erprobt. Er soll nach Nemeths Worten die Ausbildungsfähigkeit der Hauptschüler unter anderem durch regelmäßige Praxiszeiten im Betrieb und ausgelagerten Unterricht in überbetrieblichen Werkstätten nachhaltig verbessern.

Als wichtiges Instrument bezeichneten die CDU-Abgeordneten die geplanten Lernstandsdiagnosen, bei denen bereits der Wissensstand der Fünft- und Sechsklässler ermittelt werde. Positiv bewerteten sie den zusätzlichen Unterricht in den Fächern Mathematik und Deutsch, um die Basiskompetenz der Schüler zu stärken. Wegweisend sei die engere Kooperationen, die Haupt- und Realschulen sowie Haupt- und Beruflichen Schulen ermöglicht wird.

Vielversprechend ist nach der Ansicht von Sabine Kurtz die Einführung eines „pädagogischen Assistenten“, der im Unterricht zum Einsatz kommen und dort für Fördermaßnahmen zur Verfügung stehen soll. „Hierbei führen wir ein erfolgreiches finnisches Modell ein“, erläuterte die Leonberger Abgeordnete. Der Einsatzschwerpunkt soll in der 5. bis 7. Klasse liegen. Die pädagogischen Assistenten sollen eine abgeschlossene Ausbildung und eine nachgewiesene pädagogische Eignung haben. Den Schulen soll bei deren Einsatz große Flexibilität ermöglicht werden. „Es ist wichtig für das Image der Hauptschulen und das Image der Schüler, dass die Landesregierung diese Schulform stärkt“, so Kurtz. Damit mache die CDU deutlich, dass die Hauptschule keine Sackgasse sei, sondern mit einem Hauptschulabschluss auch höhere Bildungsabschlüsse erreichbar seien. „Schon jetzt erwerben 40 Prozent der Hauptschüler einen mittleren Bildungsabschluss. Auch die Weiterqualifizierung zur Fachhochschul- und Hochschulreife ist möglich.“ Kurtz appellierte, die Schulform nicht schlecht zu reden. Damit sei keinem Jugendlichen geholfen.

Eine Zusammenlegung von Haupt- und Realschule oder die Einrichtung einer Gesamtschule würde zur Schließung von rund 50 Prozent der bisherigen Standorte führen, gab ihr Kollege Paul Nemeth zu bedenken. Zudem hätten andere Bundesländer, die schon in den 70er Jahren integrative Schulsysteme eingeführt hätten, in Vergleichsstudien schlechter abgeschnitten. Baden-Württemberg hat bundesweit die niedrigste Quote an Schülern ohne Schulabschluss. „Es gibt keinen Beleg dafür, dass Schüler in Gesamtschulen besser gefördert werden können“, so Nemeth. Eine kleine integrierte Gemeinschaftsschule für alle würde den Schülerinnen und Schülern nicht das differenzierte Angebot liefern, wie heute Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien.

„Mit einer Abschaffung der Hauptschule ist den Schülern nicht geholfen. Wir nehmen sehr wohl zur Kenntnis, vor welchen Herausforderungen die Hauptschulen stehen – unsere Lösung ist die inhaltliche Stärkung der Hauptschule“, so Kurtz und Nemeth.

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