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05.07.2007 | Erlebnisbericht von Monika Kossok, Renningen:
Meine Teilnahme an der Veranstaltung des Deutschen Bundestages „Jugend und Parlament 2007“
Vom 16. bis zum 19.Juni 2007 hatte ich die Chance, selbst einmal "Abgeordnete im Bundestag" zu sein.
Alles fing damit an, dass mein Großvater, Heinrich Kossok, mich
auf das Projekt "Jugend und Parlament" aufmerksam machte.
Es ist eine Veranstaltung von den Politikern für die Jugendlichen.
Jährlich werden über 300 Teilnehmer aus ganz Deutschland
eingeladen,
um in einem 4-tägigen Planspiel selbst einmal zu erfahren, wie
alles im Bundestag so abläuft. Durch ein Losverfahren werden die
Teilnehmer in 4 Fraktionen eingeteilt, welche der CDU, der SPD,
der FDP und den Grünen entsprechen, allerdings unter anderen Namen.
Voraussetzung für die Teilnahme war ein Bewerbungsschreiben an den
jeweiligen Bundestags-Abgeordneten des eigenen Wahlkreises.
Also bewarb ich mich bei Herrn Clemens Binninger und wurde letztend-
lich auch ausgewählt.
Am Samstagnachmittag, den 16. Juni, traf ich voller Spannung in Berlin im Paul-Löbe Haus ein. Ich wurde automatisch einer Fraktion
zugeteilt und zwar der APD, Arbeiter Partei Deutschlands, die der
SPD entsprach. Anschließend bekam ich die Angaben zu meinem fiktiven Charakter, mußte mir dazu auch einen fikitven Namen für mich
ausdenken, und schon begann es ernst zu werden.
Nach einer kurzen Führung durch das Reichstagsgebäude traf man sich
in den Landesgruppen (ich gehörte zur Landesgruppe Nord) und besprach alles Wichtige für die kommenden Tage.
Jede Landesgruppe
hatte einen Betreuer, jeweils einen Mitarbeiter des Besucherdienstes.

In den nächsten Tagen diskutierten wir viel in den Ausschüssen und
Fraktionssitzungen. Ich kandidierte für das Amt der Schriftführerin
und wurde gewählt, was mich wirklich sehr gefreut hat. Ansonsten war ich im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie
tätig,
in dem ein neues Gesetz, die Luftqualität betreffend, erarbeitet
werden sollte.
Es ging darum, Ergänzungen zum Emissionsschutz in Deutschland
zu finden. Unsere Resultate waren Maßnahmen, wie die Einführung
eines Emissionshandels und sowohl striktere Kontrollen als auch
Sanktionen, sollten die Gesetze nicht eingehalten werden.
Am Montag, den 18 Juni, hatte ich dann auch noch das große Glück, Herrn Clemens Binninger zu treffen und mich mit ihm für eine Weile zu unterhalten.
Ich war vor dem Treffen sehr aufgeregt, was sich aber legte, sobald wir uns gegenüber saßen, und schließlich hatten wir ein wirklich tolles Gespräch! Er erzählte mir etwas über seinen Alltag als
Bundestagsabgeordneter
und beantwortete mir allerlei Fragen.
Da unsere Zeit durch den engen Ablauf des Planspiels leider begrenzt war, ergab sich nicht die Möglichkeit, ihm ein politisches Anliegen zu unterbreiten.
"Jugend und Parlament" hat mir unglaublich viel Spaß gemacht.
Es war eine wunderbare Erfahrung, die ich sicher nie vergessen werde.
Ich hatte die Chance, einen realen Einblick in den Arbeitsalltag
eines Bundestags-Abgeordneten zu bekommen. Außerdem, lernte ich sehr viele nette Leute kennen, mit denen ich über die Gott und die Welt diskutieren konnte.
Meine einzigen Kritikpunkte sind die Unterbringung und die Debatten
in meinem Ausschuss.
Wir waren in einem
Hostel untergebracht, welches bei mir und vielen
anderen Teilnehmern keinen guten Eindruck hinterließ.
In meinem Ausschuss wurde hauptsächlich über Technologie im Zusammenhang mit der Umwelt diskutiert.
Ich hätte mir gewünscht, dass die Auswirkungen auf die Wirtschaft
mehr zur Sprache kommen.
Ansonsten erinnere ich mich wirklich gern an meine Tage als "Abgeordnete" zurück und hoffe sehr, dass ich eines Tages wieder
einmal die Chance haben werde, dort zu sein.
Text: Monika Kossok

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