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GÞnther Oettinger, zur persànlichen Seite des Ministerprâsidenten von Baden-WÞrttemberg


18.09.2007 |

Matthias Pröfrock neuer Chef der Regional-CDU

Claus Bühnert nach zehnjähriger Aufbauarbeit verabschiedet

Dr. Matthias Pröfrock aus Korb im Rems-Murr-Kreis ist neuer Vorsitzender der Regional-CDU. Der 30-jährige Jurist, der auch Mitglied der Regionalversammlung ist, wurde in Sindelfingen mit überwältigender Mehrheit zum Nachfolger von Claus Bühnert aus Weissach im Kreis Böblingen gewählt, der nach zehnjähriger Tätigkeit als Chef der Regional-CDU nicht erneut für dieses Amt kandidierte.

Pröfrock bezeichnete die CDU als "Kraft der Mitte und des Maßes". Er kündigte an, den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern der Region zu verstärken und das regionale Profil der CDU weiter zu schärfen. Der SPD warf er Konzeptionslosigkeit vor, weil sie wahllos immer mehr Aufgaben regional erledigen wolle. Und den Freien Wählern schrieb der neue CDU-Regionalvorsitzende ins Stammbuch, populistisch und substanzlos zu agieren. Sie würden ihre eigenen Markungsgrenzen so betrachten, als ob sie mit Stacheldraht gesichert seien. Das sei mit einer verantwortlichen Gestaltung der Region nicht vereinbar.

Stellvertreter von Dr. Matthias Pröfrock sind Oberbürgermeister Roland Klenk aus Leinfelden-Echterdingen und der 32-jährige Nico Lauxmann aus Holzgerlingen, der dieses Amt seither schon bekleidet hat. Wiedergewählt wurde auch Schatzmeister Sven Sautter aus Ditzingen. Mit dem Böblinger CDU-Kreisvorsitzenden Wolfgang Heubach (Gärtringen-Rohrau) übernimmt ein Journalist die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Als Beisitzer gehören dem Vorstand der Regional-CDU an: Peter Alderath (Filderstadt-Bonlanden), Rudi Beer (Stuttgart), Hans-Werner Carlhoff (Stuttgart), Manuel Häußer (Backnang), Claudia Merkt-Heer (Wäschenbeuren), Michael Schreiber (Ludwigsburg) und Roland Wahl (Donzdorf). Zu Kassenprüfern sind Monica Wüllner (Stuttgart) und Jan Tielesch (Göppingen) gewählt worden.

Claus Bühnert, der zusammen mit dem heutigen Regionalpräsidenten Thomas Bopp (Stuttgart), die Regional-CDU aus der Taufe gehoben hatte - beides also "Männer der ersten Stunde" - bezeichnete die Region Stuttgart, der neben der Landeshauptstadt die fünf Landkreise Ludwigsburg, Rems-Murr, Esslingen, Göppingen und Böblingen mit 179 Kommunen und rund 2,7 Millionen Einwohnern angehören, als Zukunftsmodell. Die Region sei eine Ebene, die stark an der Sachpolitik orientiert sei. Wieder auf die Regional-CDU zu sprechen kommend, sagte Bühnert, im zehnten Jahr nach der Gründung orientiere man sich jetzt neu. "Ich hatte nicht geplant, dieses Amt zehn Jahre lang zu bekleiden." Aber nach nunmehr 35 aktiver Arbeit in der CDU - Bühnert war in der Vergangenheit auch Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Böblingen - möchte er nicht erneut kandidieren.

Dr. Joachim Pfeiffer (Urbach), Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Regionalversammlung, würdigte die Aufbauleistung von Claus Bühnert und überreichte ihm einen Geschenkkorb.

Regionalpräsident Thomas Bopp (Stuttgart) bezeichnete in einem Referat über die künftigen Aufgaben der Region die Globalisierung, den demografischen Wandel sowie den Klima-Wandel als "die drei großen Herausforderungen unserer Zeit." Diese drei Herausforderungen würden alle Politikfelder der Region durchziehen. Im Blick auf die Wirtschaftsförderung und die vorhandenen Strukturen meinte Thomas Bopp, die Region Stuttgart habe beste Voraussetzungen, um der Globalisierung zu begegnen. Die Unternehmen in der Region hätten überproportional vom Wirtschaftsaufschwung profitiert und eigentlich könnte die Region auch als eigenständiges Mitglied der Europäischen Union auftreten. "Denn wir nehmen in der Wirtschaftskraft Rang sechs in der EU ein." Doch der Regionalpräsident warnte auch: "Andere Regionen schlafen nicht. Deshalb müssen wir unsere schlagkräftige Wirtschaftsförderung weiter ausbauen und zusätzliche Kompetenzzentren schaffen. Etwa auf den Gebieten der Nanotechnologie, Gesundheit und Wellnes sowie der Luft- und Raumfahrt."

Im Blick auf die Neue Messe meinte der Regionalpräsident, diese komme sowohl der Region als auch dem Land zugute. Und zum Projekt Stuttgart 21 vertrat Bopp die Auffassung, als europäische Metropolregion müsse die Region Stuttgart auch innerhalb Europas erreichbar sein. "Stuttgart 21 ist eine einmalige Chance für die Region." Die Gegner sollten dies akzeptieren.

Der Regionalpräsident sprach sich ferner für einen leistungsfähigen Flughafen aus. In der Diskussion über eine zweite Start- und Landebahn sollte man aber erst einmal abwarten, bis die beiden Gutachten vorliegen. Dennoch ließ er keinen Zweifel daran, bei der Fortschreibung des Regionalplans den Flughafen Echterdingen "zu schützen", damit die Region auch künftig alle Chancen nützen könne. Bopp warb abschließend für eine stärkere Kooperationsbereitschaft unter den 179 Kommunen der Region: "Wir sind schließlich eine Schicksalsgemeinschaft!"

Bei der CDU-Regionalkonferenz in Sindelfingen war der CDU-Kreisverband Böblingen vollzählig mit allen Delegierten vertreten. Unter den Ehrengästen der CDU-Europaabgeordnete und Sprecher der CDU-Landesgruppe in der EVP-Fraktion des Europa-Parlaments, Rainer Wieland, der CDU-Bundestagsabgeordnete Clemens Binninger, die CDU-Landtagsabgeordneten Sabine Kurtz und Paul Nemeth, Sindelfingens Erster Bürgermeister Helmut Riegger sowie CDU-Regionalrätin Elisabeth Buck. Für einen zügigen Ablauf der Veranstaltung sorgte Rainer Ganske als Sitzungspräsident. Ganske ist stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion im Regionalparlament. Clemens Binninger und Helmut Riegger wiesen in ihren Grußworten darauf hin, daß die Region Stuttgart ihren Platz in der Politik gefunden habe. Binninger hob nicht zuletzt die Bedeutung des Kreises Böblingen in der Region hervor.

Der CDU-Kreisvorsitzende Wolfgang Heubach bedankte sich mit einem persönlichen Geschenk bei Claus Bühnert: "Sie haben für die CDU in der Region wirkliche Pionierarbeit geleistet, die höchste Anerkennung und großen Respekt verdient. Auf dem Fundament, das Sie gelegt haben, kann Ihr Nachfolger nun solide und zukunftsgerichtet weiterbauen. Der Funke ist übergesprungen und die Akzeptanz für unsere gemeinsame Region nimmt ständig zu."



Einen Geschenkkorb für seine Aufbauleistung bekam Claus Bühnert (rechts) von Dr. Joachim Pfeiffer (Mitte)überreicht. Links Nachfolger Dr. Matthias Pröfrock.

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