12.10.2007 |
Platz der Älteren
und Alten ist mitten in der Gesellschaft
"Der Platz der älteren und alten Mitbürgerinnen
und Mitbürger ist nicht am Rande oder in irgendwelchen
zugewiesenen Nischen, sondern mitten in unserer Gesellschaft!" Dies
unterstrich der CDU-Kreisvorsitzende Wolfgang Heubach (Gärtringen-Rohrau)
auf einer Veranstaltung der Christdemokraten für das
Leben (CDL) in Böblingen.
Lebensschutz bedeute auch,
die Würde gerade der älteren Generation zu achten
und zu respektieren. "Diese Menschen haben eine bedeutende
Lebensleistung erbracht und aktiv unseren Staat aufbauen
helfen. Um diese Leistung dürfen sie heute nicht betrogen
werden", forderte der CDU-Kreisvorsitzende. Deshalb
sei beispielsweise der Bezug von Renten kein Gnadenerweis,
sondern erworbenes Recht. "Und aus diesem Grunde ist
geradezu schäbig, diese Menschen nun im Alter als Lastenesel
der Nation zu betrachten und finanziell immer stärker
zu beschneiden." Heubach setzte sich in diesem Zusammenhang
für eine "faire Generationengerechtigkeit" ein: "Denn
Kinderarmut ist inzwischen leider in Deutschland ebenso eine
Tatsache geworden wie Altersarmut". Das könne nicht
länger tatenlos hingenommen werden. Der CDU-Kreisvorsitzende
lobte dabei ausdrücklich die Bemühungen und Initiativen
der Jungen Union zu "fruchtbaren Gesprächen zwischen
den Generationen. Das ist der richtige Weg."
Infolge der weiter steigenden Lebenserwartung dürfe
die Tätigkeit älterer und erfahrener Mitbürgerinnen
und Mitbürger in Kommunal- und Landesparlamenten, im
Bundestag und im Europäischen Parlament nicht mehr länger
ein Tabuthema sein. "Es ist doch töricht und absolut
nicht zu akzeptieren, Menschen jenseits der 55 in die Ecke
zu stellen - sowohl im Beruf als auch in der Politik." Er
begrüsse es ausdrücklich, daß hierzu Bundeskanzlerin
Angela Merkel auf der kürzlichen CDU-Regionalkonferenz
in der Neuen Messe Stuttgart klare und deutliche Worte gesagt
habe. "Mit 55 zählt man noch lange nicht zum sogenannten
alten Eisen, das müssen endlich unter anderem auch die
Großbetriebe begreifen und nicht ständig nach
billigen Jaköben aus Niedriglohnländern rufen." Deutschland
habe hervorragend ausgebildete und qualifizierte Facharbeiter,
Techniker, Ingenieure und Wissenschaftler.
Mit Blick auf das Superwahljahr 2009 ermunterte Heubach die
Angehörigen der älteren Generation, sich auf allen
politischen Ebenen als Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung
stellen. "Wir brauchen ein gutes und vernünftiges
Miteinander und nicht die Ausgrenzung bestimmter Gruppen
in unserer Gesellschaft." |