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02.11.2007 |
Frauen Union: Architektinnen der Gesellschaft von morgen
Auf dem 27. Bundesdelegiertentag der Frauen Union in Braunschweig wurde Maria
Böhmer mit großer Mehrheit in ihrem Amt als Vorsitzende der Frauen
Union (FU) der CDU bestätigt. 95 Prozent der rund 400 Delegierten stimmten
für Böhmer, die die FU seit 2001 führt. Unter den Delegierten
auch die FU-Kreisvorsitzende Elke Staubach (Leonberg) sowie die Vorstandsmitglieder
Gerti Mayer-Vorfelder (Böblingen-Dagersheim) und Maria Angladagis (Böblingen).
Der 27. Bundesdelegiertentag der Frauen Union
der CDU Deutschlands stand unter dem Motto: "Frauen gestalten Zukunft - Deutschland
im demografischen Wandel." In ihrem Beschluss fordern die Delegierten
angesichts des demografischen Wandels eine familienfreundliche Arbeitswelt,
ein modernes Männerbild, mehr Bildung und ein besseres Zusammenleben
der Generationen. Die Integration von Menschen aus Zuwandererfamilien
sei eine der großen Herausforderungen für Deutschland. Grundlage
für das Gelingen der Integration seien Deutschkenntnisse - Bildung
und Ausbildung seien der Schlüssel dazu.
Rückendeckung für ihre Forderungen erhielten die Delegierten
von Bundeskanzlerin Angela Merkel. In ihrer fast einstündigen,
begeistert aufgenommenen Rede richtete sie einen besonderen Dank an
Maria Böhmer, die nicht nur als Vorsitzende der Frauen Union gute
Arbeit leiste, sondern sich auch als Staatsministerin im Kanzleramt
erfolgreich für die Integration von Zuwandererfamilien einsetze.
Mit dem Nationalen Integrationsplan sei man auf einem guten Weg. Integrationspolitik
heiße Fördern und Fordern.
Die Entwicklung des Frauenanteils in der
Politik sei im Gegensatz zur Wirtschaft richtungweisend,
hob die Kanzlerin hervor. In der CDU habe
sich das innerparteiliche Frauenquorum bewährt. Im Parteivorstand
gebe es mehr Beisitzerinnen als Beisitzer, sagte die Parteivorsitzende.
Aber mit dem derzeitigen Anteil der weiblichen CDU-Mitglieder dürfe
man sich nicht zufrieden geben. "25 Prozent Frauen in unserer Partei
- das ist zu wenig." In vielen Gremien der CDU sei der durch das
parteiinterne Quorum vorgeschriebene Drittelanteil von Frauen
immer noch nicht erreicht.
Für junge Frauen forderte die Kanzlerin Wahlfreiheit zwischen
Berufstätigkeit und Kindererziehung. "Ich will nicht, dass
es in der einen oder der anderen Richtung Druck gibt, wie die Frauen
sich zu verhalten haben", sagte sie. Zugleich bemerkte sie kritisch,
dass viele Mütter während der ersten Lebensjahre ihres Kindes
auch den Grundstein für ihre Karriere legen müssten: "Es
krallt sich alles zusammen in wenigen Jahren für die jungen Familien",
sagte Merkel.
Nach den Worten von Maria Böhmer verkörpere niemand den Erfolg
von Frauen in Politik und Gesellschaft so wie die Kanzlerin. Mit der
aktuellen Handreichung zur Umsetzung des Quorums, der Einrichtung einer
Beschwerdestelle, der gemeinsamen Zielgruppenkampagne für Frauen
von FU und CDU und dem Mentoring-Programm der FU seien wichtige Maßnahmen
ergriffen worden, mit denen auf die Frauen zugegangen werde. Ihr Dank
galt dabei auch dem Generalsekretär der CDU Ronald Pofalla, der
das Thema offensiv vorantreibe.
"Wer Wahlen gewinnen will, muss Frauen gewinnen", sagte Maria
Böhmer weiter. "Wir wollen Architektinnen der Gesellschaft
von morgen sein! Der demografische Wandel zwingt uns umzudenken. Wir
brauchen ein neues Rollenverständnis. Frauen und Männer definieren
ihre Identität neu. Hier liegt die Chance, Zukunft partnerschaftlich
zu gestalten."

Die FU-Vertreterinnen
aus dem Kreis Böblingen mit der Bundesvorsitzenden
Prof. Maria Böhmer, Staatsministerin im Kanzleramt (v.l.): Gerti
Mayer-Vorfelder, Maria Böhmer, Elke Staubach und Maria Angladagis.
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