| 03.12.2007 |
Klaus von Trotha und Sabine Kurtz unterstreichen
große Bedeutung
der frühmusikalischen Erziehung
„Musiker sind keine besseren Menschen“, erklärte
Klaus von Trotha. „Aber das Musizieren fördert Konzentration,
Ausdauer, Kreativität und den Gemeinschaftssinn“,
unterstrich der Präsident des Landesverbands der Musikschulen
Baden-Württembergs. Auf Einladung der CDU-Landtagsabgeordneten
Sabine Kurtz war er zu einer Vormittagsveranstaltung im Rahmen
ihrer Reihe „Mütter machen Politik“ gekommen,
das vom CDU-Stadtverband Weil der Stadt mit Kinderbetreuung
angeboten wurde. Damit wolle sie „auch Leuten mit kleinen
Kindern die Gelegenheit zur Teilnahme geben“, betonte
Sabine Kurtz. Aus eigener Erfahrung wisse sie, dass im Kinderzimmer „Hauptbetrieb“ herrsche,
wenn man eigentlich zu einer Abendveranstaltungen aufbrechen
wolle.
Wie selbstsicher und fröhlich kleine Kinder am Xylophon
vorspielen können, erfuhren die Eltern, Gemeinderäte
und Studenten der Berufsakademie Stuttgart, die gerade die
Jugendmusikschule Weil der Stadt betriebswirtschaftlich unter
die Lupe nehmen, zum Abschluss des Gesprächs mit dem früheren
baden-württembergischen Wissenschaftsminister Klaus von
Trotha im Katholischen Gemeindehaus St. Augustinus. Sabine
Kurtz kennt Klaus von Trotha aus der gemeinsamen politischen
Arbeit im Landkreis Konstanz. Trotha war dort CDU-Landtagsabgeordneter,
während Kurtz damals CDU-Stadtverbandsvorsitzende in Radolfzell
gewesen ist. Von 1991 bis 2001 führte von Trotha das Ministerium
für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Stuttgart.
Baden-Württemberg habe die höchste Dichte an Musikschulen:
Nämlich zwei auf 100.000 Einwohner, betonte Klaus von
Trotha. Damit stelle das Land rund ein Viertel aller öffentlichen
Musikschulen in Deutschland. Die meisten Preise im Bundeswettbewerb „Jugend
musiziert“ gingen nach Baden-Württemberg, bemerkte
von Trotha nicht ohne Stolz auf die hiesige Begabtenförderung.
Auf die Bedeutung der frühen Förderung zu sprechen
kommend verwies er auch auf das Projekt des Musikschulverbands
mit der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg „Singen-Bewegen-Sprechen“,
das jetzt in 17 Kindergärten angelaufen sei. Die etwa
300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die zwei Jahre vor ihrer
Einschulung stehen, müssten keine Gebühren entrichten
und würden wissenschaftlich betreut. Auf die grundsätzliche
Rolle der frühmusikalischen Erziehung verwies Sabine Kurtz,
die auch jugendpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion
ist. In den Orientierungsplänen der Kindergärten
werde dies ausdrücklich betont. In jedem der dort vorgesehenen
sechs Bildungs- und Entwicklungsfelder werde die Musik als
wichtiges pädagogisches Element genutzt.
Die Musikschulen erreichen im Durchschnitt bislang leider nur
sieben Prozent der schulpflichtigen Kinder, gab von Trotha
zu. An den unmittelbaren Standorten mit Musikschule seien es
allerdings mehr, beispielsweise in Leonberg 20 Prozent. In
der rege geführten Diskussion sprach sich Sabine Kurtz
dafür aus, die Musikschulen stärker in die Breite
zu entwickeln. Nicht nur Klasse, sondern auch Masse müsse
das Ziel der Musikschulen sein. Der Sport, wo die frühe
Breitenförderung gang und gebe sei, könne hier ein
Vorbild bieten.

Kleine Xylophon-Künstlerinnen und -Künstler
in Weil der Stadt. Mit ihnen freuten sich (von links): Carola
Manzke,
stellvertretende CDU-Stadtverbandsvorsitzende von Weil der
Stadt, Klaus von Trotha, die Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz
und Franz Laupheimer.
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