05.12.2007 | Pensionen für ehemalige
EU-Beamte
Heubach: Das sprengt jede Vorstellungskraft
"Das sprengt jede Vorstellungskraft", erklärt der CDU-Kreisvorsitzende
Wolfgang Heubach zu Meldungen, wonach die EU im kommenden Jahr rund eine
Milliarde Euro für die Pensionen ihrer ehemaligen Beamten ausgeben
müsse. Vor zehn Jahren seien es noch 225 Millionen Euro im Jahr
gewesen. Die Jahrespension der EU-Beamten liege durchschnittlich bei
70 124 Euro. Das entspreche einem monatlichen Betrag von 5844 Euro. Nach
Angaben aus dem Bundeswirtschaftsministerium würden allein an die
ehemaligen Beamten der Kommissionszentrale in Brüssel würden
rund 963 Millionen Euro gezahlt.
"Ich stimme der Meinung der baden-württembergischen CDU-Europa-Abgeordneten
Dr. Inge Grässle ausdrücklich zu, wonach die EU auf einer tickenden
Zeitbombe sitzt", betont Heubach. Grässle, Sprecherin des Haushaltskontrollausschusses
im Europäischen Parlament, warne zudem vor einer Ruhestandswelle,
die auf die EU in den nächsten Jahren zurolle. "Die Brüsseler
Behörde hat sich zu einem Wasserkopf entwickelt. Wenn es in bestimmten
Bereichen innerhalb kürzester Zeit zu einem Personalzuwachs von
150 Prozent kommt, so stimmt etwas nicht", kritisiert der CDU-Kreisvorsitzende.
Dies mit der gestiegenen Mitgliederzahl in der EU begründen zu wollen, "heisst
doch, daß uns Sand in die Ausgen gestreut wird."
Heubach: "Wenn überall in der EU dem kleinen Mann eingeredet
wird, es müsse gespart werden, so muß die Behörde in
Brüssel mit gutem Beispiel vorangehen und nicht ständig noch
eins draufsatteln. Dafür habe ich nicht das geringste Verständnis."
Der CDU-Kreisvorsitzende erwartet sich unter anderem Abhilfe von der
Stoiber-Kommission, die nicht nur Vorschläge zur wirkungsvollen
Entbürokratierung vorlegen müsse, sondern einhergend damit
auch Vorschläge für schlanke Strukturen machen sollte. "Es
ist jetzt die Stunde des Europäischen Parlaments gekommen, hier
einen kräftigen Riegel vorzuschieben. Oder sollen wir bei der Europawahl
in eineinhalb Jahren mit leeren Händen vor die Wählerinnen
und Wähler treten?", fragt Heubach.
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