| 05.12.2007 |
Kurtz zufrieden: Im Land kein Einsatz
von „Teenager-Vertreibungsgeräten“
In Baden-Württemberg werden Kinder und Jugendliche nicht
mit so genannten „Mosquito“-Geräten von öffentlichen
Plätzen ferngehalten oder vertrieben. Dies geht aus einer
Antwort des baden-württembergischen Innenministeriums
auf einen Antrag der Leonberger CDU-Landtagsabgeordneten Sabine
Kurtz hervor. Die jugendpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion
zeigt sich darüber „beruhigt und zufrieden“,
wie es in einer Pressemitteilung heißt.
Kurtz sah sich zu dem Antrag veranlasst, nachdem jüngst
bekannt geworden war, dass im Kreis Osnabrück eine so
genannte „Teenager-Vertreibungsmaschine“ eingesetzt
wird, um Kinder und Jugendliche von einem Spielplatz zu verscheuchen.
Das elektronische Gerät mit dem Namen „Mosquito“ stoße
hochfrequente Töne aus, die nur junge Leute hören
könnten. Das an einen Lautsprecher erinnernde System sei
2005 in Großbritannien erfunden worden und werde dort
auch von der Polizei eingesetzt. Das Gerät komme außerdem
in der Schweiz und in Österreich zum Einsatz. In Deutschland
seien seit Ende 2006 etwa 700 Stück davon verkauft worden.
Das Innenministerium unterstreicht in seiner Antwort, die im
Einvernehmen mit dem baden-württembergischen Arbeits-
und Sozialministerium erfolgte, dass der Einsatz derartiger
Geräte „keine adäquate Problemlösung“ darstelle.
Dies deckt sich mit der Auffassung von Sabine Kurtz: „Menschen
wie Fliegen zu verscheuchen, erscheint mir zynisch.“ Die
Leonberger CDU-Landtagsabgeordnete verweist darauf, daß im „Kinderland
Baden-Württemberg“ für alle Altersgruppen von
Kindern und Jugendlichen abwechslungsreiche Freizeitangebote
gemacht werden: „Wir setzen auf Prävention und Beratung,
die Stärkung von Familien und verfügen über
ein dichtes Netz von Vereinen und Musikschulen. Darüber
hinaus ist der 40-prozentige Ausbau von Schulen zu Ganztagsschulen
in den nächsten Jahren geplant.“ Sicherlich gebe
es auch Problembereiche wie beispielsweise den Alkoholmissbrauch
von Jugendlichen. „Doch elektronische Vertreibungsgeräte
jeglicher Art einzusetzen, ist ganz gewiss der falsche Weg
und wird aus diesem Grund von der CDU im Land nicht beschritten“,
unterstreicht Sabine Kurtz.
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