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Clemens Binninger, für Sie im Deutschen Bundestag in Berlin

Sabine Kurtz, Leonberg, ist die CDU-Kandidatin fÞr die Landtagswahl 2006 im Wahlkreis 6 (Leonberg - Herrenberg)

GÞnther Oettinger, zur persànlichen Seite des Ministerprâsidenten von Baden-WÞrttemberg


21.12.2007 |

Sabine Kurtz:
Gleichberechtigung für Jungen herstellen – Boys’ Day ausweiten



„Es ist Jungen schwer zu vermitteln, warum Mädchen ein Zusatzangebot zur Berufsorientierung in der Schule erhalten und sie nicht“. Mit dieser Begründung erkundigte sich Sabine Kurtz in einem parlamentarischen Antrag bei der Landesregierung danach, ob damit zu rechnen sei, dass in Zukunft in Baden-Württemberg flächendeckend ein sogenannter Boys’ Day durchgeführt wird.


In Baden-Württemberg wird seit dem Jahr 2002 ein Girls’ Day durchgeführt, der dazu dient, Schülerinnen mit für Frauen untypischen Berufen in Kontakt zu bringen. Die Zahl der Teilnehmerinnen ist erfreulicherweise seither kontinuierlich gestiegen. Im Jahr 2007 haben ca. 16.000 Schülerinnen dieses eintägige Praktikum schwerpunktmäßig in technischen Berufsfeldern absolviert.

Einen ersten Schritt zur Gleichberechtigung von Jungen sieht die jugendpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion in dem im Jahr 2007 zum erstem Mal in vier Modellregionen durchgeführten Boys’ Day. Dabei erhielten Jungen ab der 5. Klasse die Möglichkeit, Berufe im sozialen und erzieherischen Bereich z.B. in Kindergärten, Alten- und Pflegeheimen, in der Behindertenhilfe usw. kennen zu lernen. Solche Einblicke könnten, so Sabine Kurtz, einen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und Lebensplanung leisten und zum partnerschaftlichen Umgang von Männern und Frauen beitragen. Im kommenden Jahr sei damit zu rechnen, dass sich doppelt so viele, vielleicht auch mehr Landkreise beteiligen. Die Koordinierung könne von den Gleichstellungsbeauftragen, den Agenturen für Arbeit, den Jugendagenturen oder von anderer Stelle übernommen werden. „Ich würde mich freuen, wenn sich noch mehr Landkreise dazu aufgerufen fühlten und sich der Boys’ Day landesweit etablieren würde.“ Da die baden-württembergische Sozialministerin, Dr. Monika Stolz, im kommenden Jahr den Vorsitz der Gleichstellungs- und Frauenministerkonferenz inne habe, sei sie zuversichtlich, dass das Thema Chancengleichheit für Jungen in Zukunft noch größeres Gewicht erhalten werde.

„Wir müssen unser Augenmerk in der Bildungspolitik stärker auf die Jungen legen“, erklärte Sabine Kurtz. Es gäbe ihr zu denken, dass Mädchen derzeit in allen Schulformen bessere Leistungen als Jungen erzielten. Beim Abitur lägen sie mit 53 Prozent vorn und die Erfolgsquote bei den Abschlussprüfungen in der beruflichenAusbildung lag 2006 bei den Frauen mit 94,7 Prozent knapp drei Prozent über der bei den Männern. Jungen dagegen stellten die Mehrzahl der Schulabbrecher und der Klassenwiederholer. Zwar seien Jungen in der Schule nicht per se benachteiligt, doch seien sie, besonders, wenn Leistungsschwäche und Dominanzansprüche zusammenträfen, in besonderem Maße auf Hilfe angewiesen.

Wichtig ist der Abgeordneten aus Leonberg, dass eine Überprüfung statt findet, ob Girls’ Day und Boys’ Day tatsächlich im ursprünglichen Sinne genutzt werden: „Das Ziel, geschlechtsuntypische Berufssparten kennen zu lernen, müsse an diesem Tag tatsächlich verfolgt werden", so Kurtz. Wie das Ministerium für Arbeit und Soziales in der Antwort auf ihre Anfrage einräumt, läge bisher noch keine wissenschaftliche Evaluation vor. Die Praxis zeige jedoch, dass sich der Girls’ Day etabliert habe und von allen Aktionspartnern sehr positiv bewertet werde. Eine tiefer gehende Untersuchung sei vorgesehen.

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