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Clemens Binninger, für Sie im Deutschen Bundestag in Berlin

Sabine Kurtz, Leonberg, ist die CDU-Kandidatin fÞr die Landtagswahl 2006 im Wahlkreis 6 (Leonberg - Herrenberg)

GÞnther Oettinger, zur persànlichen Seite des Ministerprâsidenten von Baden-WÞrttemberg


31.12.2007 |

Neujahrsansprache von Ministerpräsident Günther H. Oettinger



Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
zum Jahreswechsel grüße ich Sie herzlich. Ich wünsche Ihnen, dass Sie in diesen Tagen etwas Ruhe und Besinnlichkeit finden und wir mit frischer Kraft ins neue Jahr gehen.

Das Jahr 2007 brachte wirtschaftliches Wachstum und neue Arbeitsplätze.
Der Aufschwung bedeutet Rückenwind für Politik und Gesellschaft - und er verbessert die Zukunftschancen für unsere junge Generation.
2008 wird für Baden-Württemberg ein besonderes Jahr: Erstmals seit 35 Jahren wird das Land keine neuen Schulden machen, sondern 250 Mio. € alter Schulden tilgen.

Mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer wurde Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern, viel zugemutet. Aber diese Steuermehreinnahmen haben einen wesentlichen Beitrag zur Konsolidierung der öffentlichen Haushalte geleistet.

Uns in Baden-Württemberg ist es gelungen, den Landeshaushalt im Einvernehmen mit allen gesellschaftlichen Gruppen zu sanieren - soziale Härten sind vermieden worden und niemand ist ungerecht behandelt worden. Ich möchte baden-württembergische Politik auch weiterhin im Dialog gestalten.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,


wir dürfen nicht länger auf Kosten derer leben, die nach uns kommen.
Das gilt auch für den Umwelt- und Klimaschutz: Deshalb haben wir als erstes Land ein „Wärmegesetz“ beschlossen, und deshalb wollen wir den Flächenverbrauch in Baden-Württemberg reduzieren.
Nachhaltigkeit ist ein Prinzip, das für mich in der Haushaltspolitik genauso gilt wie in der Umweltpolitik.

Voraussetzung dafür ist eine starke und florierende Wirtschaft.
Wir haben heute in Baden-Württemberg im Vergleich zu allen anderen Ländern die erfolgreichste Wirtschaft und den besten Arbeitsmarkt.
Wir müssen alles tun, um diesen sozialen Kurs für wirtschaftliches Wachstum und für neue Arbeitsplätze fortzusetzen.
„Der ärmste Mensch ist der, der keine Beschäftigung hat“, sagte Albert Schweitzer. Arbeit bedeutet Teilhabe - gebraucht zu werden - Bestätigung zu erfahren. Jeder Mensch hat seine unverwechselbaren Talente und Fähigkeiten.
Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Baden-Württemberg weiterhin ein Land der Chancen und Möglichkeiten für alle ist!

Wir werden in Baden-Württemberg trotz der konsequenten Haushaltssanierung in unsere Zukunft investieren - in gute Straßen und Schienenwege, in leistungsfähige Krankenhäuser, in humane Pflegeeinrichtungen und nicht zuletzt in die Bildung.
Ganz besonders sollten wir die Zukunftschancen der jungen Generation im Blick haben. Wofür arbeiten wir, wofür sparen wir, wofür bauen und gestalten wir, wenn nicht für unsere Kinder und Enkel?

Baden-Württemberg soll ein kinderfreundliches Land sein. Mit dem bedarfsgerechten Ausbau von Betreuungsplätzen wollen wir Frauen und Männer zur Elternschaft ermutigen und ihnen die Entscheidung für Kinder erleichtern.
Vor Weihnachten haben wir mit den Kommunen eine zukunftsweisende Einigung zum weiteren Ausbau der Kleinkindbetreuung erzielt - ein weiterer Schritt zum „Kinderland Baden-Württemberg“.
Kinder brauchen gute Kindergärten und Schulen. Bildung und Erziehung sind der Schlüssel für gesellschaftliche Integration und berufliches Fortkommen.

Aus der Schule als reinem Lernort wird mehr und mehr ein Lebensort.
Es lernt sich am Besten, wo eine Atmosphäre des Vertrauens und der Freude herrscht. Hier sind Lehrer und Eltern gleichermaßen gefragt - aber nicht nur sie. Ein treffendes Sprichwort besagt:
„Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf.“
Dieses Dorf beginnt gleich nebenan: in der Nachbarschaft, in der Schule und auf der Straße, im Sport- und Musikverein oder in der kirchlichen Jugendgruppe …
Unseren Kindern und Jugendlichen wünsche ich, dass sie Erwachsene finden, die Zeit für sie haben, die ihnen Sicherheit, Halt und Orientierung geben.

Unsere Gesellschaft ist auf Menschen angewiesen, die sich Zeit nehmen, mithelfen und Verantwortung tragen, sich einsetzen für andere und die Gemeinschaft.
So möchte ich bei dieser Gelegenheit allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich in einem Ehrenamt engagieren, herzlich danken.
Sie leisten für unsere Gesellschaft einen unverzichtbaren Dienst. Sie machen aus Baden-Württemberg ein lebenswertes Land und eine liebenswerte Heimat. Baden-Württemberg ist ein menschliches und christlich geprägtes Land.


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,


in wenigen Monaten steht mit der Fußball-Europameisterschaft in unseren Nachbarländern Österreich und Schweiz wieder ein sportliches Großereignis bevor.

Wir drücken unserer deutschen Mannschaft die Daumen und hoffen auf ebenso stimmungsvolle Tage wie zuletzt bei der WM im eigenen Land.
Darüber hinaus kann uns der Sport, ob Breiten- oder Spitzensport, ob Schulsport, Vereinssport oder einfaches Freizeitvergnügen, eine Schule fürs Leben sein.

Teamgeist und Fairplay sind wichtig - nicht nur im Sport!
Offen und tolerant, freundlich und rücksichtsvoll miteinander umgehen, sich Ziele setzen und diese Ziele gemeinsam und partnerschaftlich verfolgen - so können wir sozialen Zusammenhalt bewahren und unser Land auf Erfolgskurs halten.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich lade Sie herzlich ein, mit anzupacken in unserem Gemeinwesen - jeder an seinem Ort und jeder nach seinen Möglichkeiten.

Ich wünsche Ihnen ein gutes und gesundes, ein erfolgreiches und friedliches Jahr 2008!“

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