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Sabine Kurtz, Leonberg, ist die CDU-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis 6 (Leonberg - Herrenberg)

zur persönlichen Website des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg Günther H.Oettinger


14.01.2008 |

Neue CDU-Bezirksgeschäftsstelle in Heilbronn übergeben

Strobl: Ein echtes Unionshaus

Als hätte man es höheren Ortes so bestellt: Kaum segneten gegen Ende der Einweihungsfeierlichkeiten die beiden Kirchenvertreter Prälat Wille und Dekan Dr. Scharfenecker die Räume der neuen CDU-Kreis- und Bezirksgeschäftsstelle, da läuteten vernehmlich die Glocken des benachbarten Deutschordensmünsters auf der anderen Neckarseite. Obwohl durchaus „ein paar Ecken“ entfernt, verschaffte sich der altehrwürdige Kirchenbau mit seiner sakralen Botschaft spontan Gehör dank des günstig stehenden Windes.
Damit wurde akustisch-bewegend der soeben vollzogene Weiheakt unterstrichen.

Kein schlechtes Omen zum Beginn einer neuen Ära der Bezirks-CDU, die sich symbolisch mit dem Wechsel der Geschäftsstelle von der Schaeuffelenstraße in die Badstraße vollzog.

Apropos Symbolik.

Dem aufmerksamen Betrachter konnte nicht entgehen, wie ernst es der CDU mit ihren drei Bekenntnissen zu Christlichen Grundwerten, Menschlichem Miteinander und Finanzieller Solidität ist.
Diese in den Grußworten zum Ausdruck gebrachten Oberziele des Neuanfangs waren an allen Ecken und Enden zu greifen. Bezogen auf letzteren Punkt etwa, die Geldausgabepraxis der Union, zeigte das Catering der Veranstaltung einen wohltuenden Trend zur Sparsamkeit. Die zur Verköstigung gereichten Obstkuchen und Sahnetorten waren demonstrativ kein teures Naschwerk exklusiver Konditoren, sondern in liebevoller Eigenarbeit angefertigte Köstlichkeiten fleißiger Mitglieder - genauso schmeckend und toll aussehend wie professionelle Backwaren, aber eben kostenlos und damit ohne Belastung der Parteikasse.

„Weniger ist eben tatsächlich manchmal mehr“,

wie es schon der Volksmund sagt. Das menschliche Miteinander stand hier sehr groß geschrieben. Denn doppelt so viele Besucher waren gekommen wie Anmeldungen vorlagen. Dem Nord-Württembergischen CDU-Chef Minister Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL, dessen Hoffnung, aus der Geschäftsstelle eine Begegnungsstätte für Menschen zu machen, erfüllte sich also bereits mit der Eröffnung. Vertreten waren neben der Parteiprominenz nämlich auch Mitglieder von nah und fern, und zwar Alt wie Jung, Männer wie Frauen, Arbeiter wie Unternehmer, also ein repräsentativer Querschnitt der Wählerschichten von Nord-Württemberg, was beweist, dass die CDU noch immer eine echte Volkspartei ist, und zwar mehr als jede andere Organisation. Besser hätte der Auftakt für 2008 nicht ausfallen können.

Bewusst kurz gehalten waren die Grußworte
.

Sie sollten vor der als eigentlicher Höhepunkt gedachten Weihehandlung der beiden Kirchenvertreter demonstrativ zurückstehen und deren Vorrang unterstreichen. Dennoch enthielten die Grußworte Informatives und Nachdenkliches.

Der Kreisvorsitzende aus Heilbronn Dr. med. Bernhard Lasotta MdL etwa betonte die Fülle an Vorarbeiten, die erforderlich waren, um die neue Geschäftsstelle als „Dienstleister für die Bürger“ in Betrieb nehmen zu können. Er bedankte sich denn auch bei allen Helfern, die den Umzug möglich gemacht hatten. Insbesondere Kreisgeschäftsführer Josef Reichl habe sich vehement ins Zeug gelegt und geackert wie ein Pferd. „Es war dabei ein echter Glücksfall für uns, mit Sepp Reichl einen Geschäftsführer gefunden zu haben, der neben den üblichen Voraussetzungen für dieses Amt auch noch handwerkliches Geschick mitbringt. Viele Arbeiten konnte er selbst erledigen und Fremdhilfe z.B. im Schreinerbereich überflüssig machen“, so Bernhard Lasotta anerkennend.

Minister Prof. Dr. Wolfgang Reinhart MdL lobte in seinem Grußwort Standort und Ausstattung der neuen Geschäftsstelle.

Die derzeit 22.500 Mitglieder im Bezirk, einem der wirtschaftlichen Herzstücke unserer Region, würden mit der neuen Örtlichkeit bestens repräsentiert und fänden hier einen Ort für menschliche Begegnungen, wie man ihn sich besser kaum wünschen könne. Darüber sei er als Bezirksvorsitzender, der eine Art Schirmherrenfunktion habe, besonders froh.

Baden-Württembergs CDU-Generalsekretär Thomas Strobl MdB zeigte sich über die gelungene Zusammenführung aller Büros der hiesigen Mandatsträger erfreut.

„Damit haben wir endlich alle CDU´ler unter einem Dach und in diesem `neuen Haus der neuen Art´ ein echtes Unionshaus bekommen“, sagte Strobl stolz, fürchtete aber scherzhaft, dass manch Unbedarfter das Gebäude künftig wegen des Namens mit dem Vereinsheim der Union Böckingen verwechseln könnte. Abschließend sagte er wieder mit Ernst, die CDU könne sich in den neuen Räumen mehr denn je als Servicestelle der Bürger präsentieren, und das sei eine gute Sache. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit meinen Kolleginnen und Kollegen in diesem schönen Gebäude.“

Dies fanden auch die JU-Vertreter Uwe Wiedmann und Mark Mühlbeyer in ihrem gemeinschaftlichen Grußwort.

„Wir wollen als Partei die Mitte der Gesellschaft sein. Dieses Ziel können wir glaubhafter als bisher durch die neue Geschäftsstelle unterstreichen.“ Die beiden Nachwuchsfunktionäre freuten sich über diese Aussicht und bedankten sich an dieser Stelle herzlich für die gute Zusammenarbeit mit der Mutterpartei.

Ein herzliches Willkommen sprach abschließend Frau Becker aus, die Schwester des Vermieters.

„Mögen Sie sich in unserem Bürohaus am Neckar wohl fühlen und schnell einleben“, sagte Frau Becker feierlich und überreichte dem Kreisvorsitzenden zur Raumübergabe drei schöne Wappen als Umzugspräsent.

Wie wichtig der CDU die christlichen Fundamente sind, unterstrich Bernhard Lasotta noch einmal symbolisch am Ende der Grußworte.

Er zeigte ein holzgeschnitztes Kruzifix, das er in der Wimpfener Altstadt gekauft hatte, und erklärte, dieses Zeichen des christlichen Glaubens in der Geschäftsstelle aufhängen zu wollen. Neben Konrad Adenauer, der bereits in mehreren Büros als Ölbildabdruck hängt, wird künftig also auch Jesus Christus seinen Platz als Wandschmuck finden, und seine Wirkung als programmatisches Emblem, Mahnung und Kraftquell zugleich entfalten, wie Lasotta hoffnungsvoll betonte. Damit bat er die Kirchenvertreter, der Geschäftsstelle ihren Segen zu geben.

Prälat Hans-Dieter Wille erinnerte in seinen einleitenden Worten an die heute leider oft vergessene Präambel des Grundgesetzes, in der Bezug auf Gott genommen wird.

Ohne dessen Beistand sei nach wie vor staatliches Handeln in verantwortlicher Weise schwer denkbar, und der vom ehemaligen Verfassungsrichter Böckenförde, einem evangelischen Christen, geprägte Satz, ein freiheitlich demokratischer Staat beruhe auf Voraussetzungen, die er selbst gar nicht garantieren könne, gemahne an die Wichtigkeit religiöser Verankerung menschlichen Tuns. Nur sie garantiere die „Freiheit eines Christenmenschen“ (Luther) und damit den verantwortlichen Umgang mit der gesamten Schöpfung.
Dies unterstrich auch Dekan Dr. Uwe Scharfenecker von der katholischen Kirche. Im Unterschied zum sogenannten „Absegnen“ als dem bloßen Bejahen einer bereits beschlossenen Sache gehe das von der CDU erbetene echte Segnen davon aus, dass alles menschliche Tun Stückwerk sei und mit einem Restzweifel behaftet bleibe, solange die helfende Gnade Gottes fehle. Der Nutzen des Segnens bestehe daher in einer kräftigenden Erinnerung der handelnden Politiker, dass sie letztlich einer noch höheren Instanz Rechenschaft schulden als dem Wahlvolk allein und vor Selbstgerechtigkeit und Anmaßung Abstand zu halten haben, wenn ihr Tun nachhaltig von Erfolg gekrönt sein soll.
Damit schritten die beiden Geistlichen gemeinsam zur Weihehandlung. Sie sprachen ihre Segensworte und beteten abschließend mit den versammelten Besuchern ein konfessionsübergreifendes „Vater Unser“, das die Segnungshandlung würdevoll ausklingen ließ.

CDU-Bezirksvorsitzender Minister Prof. Dr. Wolfgang Reinhart bei der Eröffnung der neuen CDU-Bezirksgeschäftsstelle.CDU-Bezirksvorsitzender Minister Prof. Dr. Wolfgang Reinhart bei der Eröffnung der neuen CDU-Bezirksgeschäftsstelle.

CDU-Bezirksvorsitzender Minister Prof. Dr. Wolfgang Reinhart bei der Eröffnung der neuen CDU-Bezirksgeschäftsstelle.

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