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25.02.2008 | „Grafenau-Tag“ von
Sabine Kurtz:
Überzeugendes Bekenntnis zur Hauptschule
Mit einem klaren und überzeugenden Bekenntnis zur
Hauptschule ist der „Grafenau-Tag“ der CDU-Landtagsabgeordneten
Sabine Kurtz zu Ende gegangen. Auf einer gut besuchten öffentlichen
Veranstaltung in der Aula der Grund- und Hauptschule
mit Werkrealzug in Döffingen waren sich mit der
Abgeordneten alle Debattenrednerinnen und -redner darin
einig, alles zu unternehmen, um das Ansehen der Hauptschule
sowie das Selbstwertgefühl nicht nur der Schülerinnen
und Schüler, sondern auch der Eltern zu stärken.
Sabine Kurtz, die auch jugendpolitische Sprecherin der
CDU-Landtagsfraktion sowie stellvertretende Vorsitzende
des Schulausschusses im Landtag ist, unterstrich, dass
an den rund 1.200 Hauptschulen in Baden-Württemberg
hervorragende Arbeit geleistet werde. Nahezu jede dritte
Schülerin bzw. jeder dritte Schüler (28 Prozent)
besuchten im Anschluss an die Grundschule eine Hauptschule.
Kurtz warb dafür, den Angebotsfächer im Schulsystem
noch mehr zu spreizen und möglichst viele Hauptschulstandorte
im Land stabil zu halten: „Wir wollen diese Lernart
beibehalten.“ Für viele Kinder und Jugendliche
biete die Hauptschule mit dem Klassenlehrerprinzip, dem
rhythmisierten Unterricht u.v.m. einen geschützten
Lernort, der ihnen ausreichend Zeit und Betreuung zur
Entwicklung ihrer Persönlichkeit biete. Dass die
Entscheidung für die Hauptschule lediglich eine
Entscheidung für eine Lernart, nicht jedoch für
einen Abschluss sei, zeige die Tatsache, dass 4 % der
Abiturienten in Baden-Württemberg im Laufe ihres
Werdegangs auch die Hauptschule besucht haben. Die Durchlässigkeit
des Schulsystems in Baden-Württemberg werde daran
deutlich, dass rund ein Drittel der Abiturienten ihre
Hochschulreife an einer Beruflichen Schule erworben hätten.
Zu jüngsten Diskussionen um Kooperationen zwischen
Haupt- und Realschulen meinte die Abgeordnete, dies sei
keineswegs ein neuer Gedanke. In verschiedenen Gemeinden
gäbe es schon heute Schulverbünde. Die derzeit
diskutierte Kooperation komme nur für wenige Haupt-
und Realschulen Frage, die sich außerdem freiwillig
dazu entscheiden müssten.
Die Leonberger CDU-Landtagsabgeordnete wies auch auf
einige Problemfelder in der Hauptschuldebatte hin: So
sinke die Zahl der Schülerinnen und Schüler
im Lande kontinuierlich. Außerdem könnten
veränderte Familienverhältnisse zu Problemen
führen, „die in die Schulen hineingetragen
werden, aber nicht dort entstehen.“ Ferner müssten
die veränderten Anforderungen der Wirtschaft zur
Kenntnis genommen werden.
Rektor Bruno Metzger hatte zu Beginn des Abends beklagt: „Wenn
permanent versucht wird, an der Hauptschule herumzudoktern,
kann dies den Tod der Hauptschule bedeuten.“ Er
plädierte, wie später auch andere Diskussionsredner,
dafür, Schülerinnen und Schüler für
längere Zeit an einem Ort zu unterrichten. CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender
Günter Graf, der souverän die rege Diskussion
leitete, bescheinigte, „dass an der Döffinger
Schule hervorragende Arbeit geleistet wird.“ Eine
Feststellung, die im Laufe der lebendigen Aussprache
Grafenaus Bürgermeister Martin Thüringer bekräftigte.
Graf zeigte sich empört darüber, wie in der Öffentlichkeit
und manchen Medien die Hauptschule schlecht geredet werde.
Er verwies in diesem Zusammenhang nachdrücklich
auf das Duale System mit seinen umfassenden Bildungs-
und Ausbildungsmöglichkeiten. „Hier gibt es
genügend Vorbilder und das sollte auch einmal Erwähnung
finden.“
Der „Grafenau-Tag“ der CDU-Landtagsabgeordneten
Sabine Kurtz hatte mit einem Informationsgespräch über
kommunale und kreispolitische Fragen bei Bürgermeister
Martin Thüringer begonnen. Beeindruckt war die Abgeordnete,
die in regelmäßigen Abständen die Gemeinden
und Städte ihres Wahlkreises besucht und dort intensive
Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern,
Einrichtungen und Firmen führt, vom anschließenden
Besuch des erst vor wenigen Monaten eröffneten „Zentrums
für Senioren und Begegnung Adrienne von Bülow“ im
Gemeindeteil Dätzingen. Träger ist die Paul
Wilhelm von Keppler-Stifung mit Sitz in Sindelfingen.
Die verstorbene Namensgeberin des Hauses ist Ehrenbürgerin
der Gemeinde, und Paul Wilhelm von Keppler war von 1898
bis 1926 Bischof der Diözese Rottenburg und Mitbegründer
des Deutschen Caritasverbandes.
Wie Christof Heusel, zuständig für Strategie
und Entwicklung der Gesamtstiftung, Heimleiterin Ingrid
Müller und Steffen Woop (Hausleitung Dätzingen)
Sabine Kurtz erläuterten, ist das Haus innerhalb
kürzester Zeit bereits zu 85 Prozent belegt. Neben
Dätzingen unterhält die Stiftung auch noch
das Haus Augustinus in Sindelfingen und das Bürgerheim
Weil der Stadt. In Baden-Württemberg werden insgesamt
23 Einrichtungen der Altenhilfe und Krankenpflege von
der Stiftung betreut.
Die hellen und freundlichen Räume und Flure des
Hauses hatten es der Leonberger Abgeordneten besonders
angetan. Nicht ohne Stolz wies Christof Heusel darauf
hin, dass das gesamte Zentrum mit modernster Technik
ausgestattet ist. Begleitet wurde Sabine Kurtz bei ihrem
Rundgang vom CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Günter
Graf, Gemeinderat Gerhard Steck von der „Bürgerstiftung“ sowie
von Karin Schempf. Später stieß noch Joachim
Schempf hinzu.
Ausführlich informierten sich Sabine Kurtz und ihre
Begleitung bei zwei Grafenauer Betrieben: Bei dem Heizungs-
und Sanitär-Spezialisten Waligora sowie bei Rodamer-Reisen.
Das Grafenauer Unternehmen Waligora hat soeben seinen
Neubau bezogen und ist „erste Adresse“ für
Neubauten, Modernisierung oder Renovierung. Egal, ob
es sich um Beratung, Planung, Gestaltung, Installation
oder Wartung handelt – Waligora bietet eine fachmännische
Palette aus einer Hand.
Von der Innovationskraft der Firma überzeugte sich
Sabine Kurtz bei einem Besuch in der Waligora-Haustechnik.
Deren Schwerpunkte sind eine thermische Solaranlage,
eine Photovoltaikanlage und eine Gasbrennwertanlage.
Das Ergebnis: Ein in jeder Beziehung maßgeschneiderter
Energie-Mix, bei dem Waligora auch als Stromlieferant
für das Netz auftritt. Alle Räume sind mit
Fußbodenheizung ausgestattet.
Ebenfalls im Haus unterbracht ist das seit 1991 von Marita
Rodamer geleitete Reisebüro gleichen Namens. Rodamer-Reisen
hat sich einen ausgezeichneten Ruf als Spezialist für
Gruppen-, Geschäfts- und Einzelreisen erworben.
Hauptkommunikationsmittel ist mittlerweile das Internet.
Darüber hinaus garantiert Marita Rodamer durch ihre
weltweiten persönlichen Kontakte für ein Optimum
an individueller Betreuung. Das hat sich herumgesprochen,
so dass Rodamer-Reisen über einen ständig wachsenden
festen und treuen Kundenstamm verfügt. „Für
mich ein Zeichen dafür, dass es Firmen wie die von
Siegfried Waligora und Marita Rodamer mit Kreativität,
Ideen, Fleiß und persönlicher Beratung selbst
auf hartumkämpften Märkten gelingt, sich im
Wettbewerb erfolgreich zu behaupten“, konstatierte
anerkennend Sabine Kurtz.
Optimaler Energie-Mix
in der Waligora-Hauszentrale (von links): Joachim Schempf,
Siegfried Waligora,
Gerhard Steck, Günter Graf, Sabine Kurtz MdL und
Karin Schempf.
Im Zentrum für Senioren und Begegnung Adrienne
von Bülow in Dätzingen (von links): Gerhard
Steck, Günter Graf, Ingrid Müller, Steffen
Woop, Sabine Kurtz MdL und Christof Heusel.
Hauptschule im Blickpunkt (von links): Rektor
Bruno Metzger, Sabine Kurtz MdL und Günter Graf.
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