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29.07.2008 | Heubach: Ein Erfolg mit hoffnungsvollen Perspektiven

Benda, Moroff und Angladagis auf CDU-Europaliste


Gleich drei Mitglieder des CDU-Kreisverbandes Böblingen sind auf der CDU-Landesliste Baden-Württemberg zur Europawahl am 7. Juni 2009 nominiert worden. Es sind dies Manuel Benda aus Ehningen, Michael Moroff aus Leonberg sowie Marina Angladagis aus Böblingen. Der CDU-Kreisvorsitzende Wolfgang Heubach zeigte sich höchst zufrieden mit dem Ergebnis: "Das Abschneiden von Manuel Benda, Michael Moroff und Marina Angladagis ist ein schöner Erfolg und eröffnet der Kreis-CDU hoffnungsvolle Perspektiven. Wir haben der Landes-CDU damit ein Angebot gemacht, das im nächsten Jahrzehnt Früchte tragen wird. Davon bin ich fest überzeugt. Denn die Placierungen der drei können sich schon jetzt sehen lassen und haben in der Partei große Beachtung und Anerkennung gefunden."

Manuel Benda wurde als Ersatzkandidat der Europaabgeordneten Dr. Inge Grässle (Heidenheim) nominiert, die Platz fünf auf der CDU-Landesliste einnimmt. Heubach: "Das ist eine Top-Chance für Manuel Benda, der ein Aktivposten in der Jungen Union war und ist und im CDU-Kreisvorstand wichtige Funktionen inne hat. Darüberhinaus gehört er der CDU-Fraktion im Ehninger Gemeinderat an." Gleiches gelte in Bezug auf Junge Union und CDU für Michael Moroff, "ein weiterer Hoffnungsträger der CDU im Kreis Böblingen." Moroff ist auf Platz zehn der Europaliste Ersatzkandidat von Daniel Frey aus Göppingen. Der Erfolg werde schliesslich durch Marina Angladagis auf Platz 18 abgerundet, die seit Jahren in der CDU-Frauen-Union des Kreises aktiv mitarbeite und darüberhinaus wichtige gesellschaftspolitische Aufgaben wahrnehme. Als sicher gelten auf der CDU-Landesliste Baden-Württemberg für die Wahlen zum Europäischen Parlament im nächsten Jahr die Plätze eins bis sieben.

"Mit einer Stimme sprechen"

„Europa muss sich gegenüber Amerika, Russland und den zentralasiatischen Staaten, also im Großen und nicht in einer wachsenden Regelungswut im Kleinklein behaupten,“ erklärte auf der Nominierungsveranstaltung in Oberstenfeld Kreis Ludwigsburg Baden-Württembergs Europaminister Prof. Wolfgang Reinhart vor den rund 300 Delegierten. „Wie müssen gemeinsame Handlungsfelder festlegen und mit einer Stimme sprechen. Wir brauchen Lösungen in den großen drängenden europaweiten Fragen wie Klima, Migration, Energieversorgung, Wirtschaft, Arbeit und Finanzpolitik. Hier liegen die großen Herausforderungen der Zukunft, denen sich ein starkes Europa annehmen muss. Von den richtigen Antworten auf diese großen Fragen werden alle europäischen Staaten profitieren und wird sich die Akzeptanz Europas in der Bevölkerung nähren. Dann wird es auch keine Blockadehaltungen aufgrund unberechtigter Befürchtungen mehr geben. Ich bin davon überzeugt, unser Europa der Zukunft ist ein geeintes Europa der Chancen.“ Bestes Beispiel dafür sei ja gerade Irland, welches in der Vergangenheit in besonderem Maße von Europa profitiert habe. Reinhart zeigte sich daher hoffnungsvoll, dass Irland auf den europäischen Weg des stärkeren Zusammenwachsens zurückfinden werde. „Aus dem Europa der Streitereien muss ein Europa der zielstrebigen Projekte und ein Europa der Ergebnisse werden,“ bekräftigte Reinhart. Hierzu gehöre eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in Form eines weiteren Voranbringens der Lissabon-Strategie, eine gemeinsame Energieaußenpolitik sowie eine sinnvolle und kluge Gestaltung der Erweiterung. „Europa ist eine gewachsene Wertegemeinschaft.“ Es dürfe daher eine Erweiterung um jeden Preis nicht geben. Mit Blick auf die Türkei betonte Reinhart daher in diesem Zusammenhang: „Ich will eine gute Zusammenarbeit und Partnerschaft mit der Türkei, aber keine Vollmitgliedschaft.“

Reinhart verwies in seiner Rede auch auf die Notwendigkeit einer langfristigen Sicherung einer klimafreundlichen Energieversorgung. „Wir müssen unsere Abhängigkeit von Energieimporten verringern und dafür sorgen, dass der europäische Markt mit seinen 500 Millionen Verbrauchern seine Nachfragemacht in die Waagschale wirft. Nur wenn wir als Energieverbraucher gemeinsam agieren und reagieren, können wir der Preistreiberei Einhalt gebieten.“

"Chance des blauen Bandes nutzen"

Schließlich betonte Reinhart in seinem Plädoyer für Europa eine notwendige „Stärkung der Osteuropa- Dimension durch eine strategische Partnerschaft für den Donauraum“. „Baden-Württemberg als Land, in dem die Donau entspringt, begreift die Donau als wichtiges Band der Zusammenarbeit. Sie ist ein wichtiges Labor für die gemeinsame europäische Integration. Die Chance dieses blauen Bandes sollten wir auf allen europäischen Ebenen möglicher Zusammenarbeit nutzen.“

Im Anschluss an die Rede des Ministers und CDU-Bezirksvorsitzenden stellten sich die Bewerberinnen und Bewerber der CDU Nordwürttemberg für die Landeslistenplätze 1, 5, 7, 10, 12, 16 und 18 der Europawahl den Delegierten zur Wahl. Wie erwartet wurden für die Plätze 1 und 5 die jetzigen Mitglieder des europäischen Parlaments Rainer Wieland und Dr. Inge Gräßle mit überzeigenden Mehrheiten von 97,8 % und 95 % der abgegebenen Stimmen gewählt. Erst in einem spannenden dritten Wahlgang konnte sich dagegen Sebastian Beck (Brackenheim) mit 50,5 % der Stimmen als Kandidat für den noch als aussichtsreich geltenden Platz sieben der Landesliste behaupten. Am Ende war es auf eine Entscheidung zwischen ihm und Nina Bender hinausgelaufen.

„Eine gute Wahl für Baden-Württemberg und ein starkes Europa“, kommentierte Reinhart den Ausgang der Wahl. Er dankte zugleich allen Kandidaten für die Bereitschaft, sich mit Herz und Engagement für die Interesse Baden-Württembergs und Deutschlands in Europa einzusetzen. „Ich gratuliere den Gewählten auf den Landeslistenplätzen der CDU-Nordwürttemberg und hoffe auf eine hohe Wahlbeteiligung bei der Europawahl am 7. Juni 2009 für ein glaubwürdiges, akzeptiertes Europa.“

reis-CDU-Delegierte (von links): Hanno Kreuter und Thomas Riesch (beide Sindelfingen), Europa-Kandidatin Marina Angladagis (Böblingen) und Susanne Rein (Aidlingen).

Kreis-CDU-Delegierte (von links): Hanno Kreuter und Thomas Riesch (beide Sindelfingen), Europa-Kandidatin Marina Angladagis (Böblingen) und Susanne Rein (Aidlingen).

Europa-Kandidat Michael Moroff, CDU-Kreisvorsitzender Wolfgang Heubach und Europa-Kandidat Manuel Benda (von links).

Zufrieden: Europa-Kandidat Michael Moroff, CDU-Kreisvorsitzender Wolfgang Heubach und Europa-Kandidat Manuel Benda (von links).

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