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Clemens Binninger, für Sie im Deutschen Bundestag in Berlin

Sabine Kurtz, Leonberg, ist die CDU-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis 6 (Leonberg - Herrenberg)

zur persönlichen Website des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg Günther H.Oettinger


05.08.2008 |

Sabine Kurtz: Neue Eindrücke aus der LKW-Perspektive

Eine „neue Sicht auf die Autobahn“ verschaffte sich Sabine Kurtz, indem sie einen Tag lang in einem LKW des Transportunternehmens Willi Lutz aus Deckenpfronn mitfuhr. Die geplante Erhöhung der LKW-Maut, Überholverbote und Staus, gesetzliche Ruhepausen und fehlende Parkplätze: Das waren die Themen, die Sabine Kurtz zehn Stunden lang mit Günter Lutz diskutierte, während sie zwischen Rastatt und Sindelfingen Sand und Splitt transportierten.

Sabine Kurtz und Günter Lutz vor einem LKW des Lutz-Fuhrparks
Einen Tag lang begleitete Sabine Kurtz Günter Lutz im LKW und informierte sich über den Alltag im Transportgewerbe.

Mauterhöhung nicht zu verkraften

„Die Maut führt nicht zu einem geringeren LKW-Aufkommen auf unseren Autobahnen, aber zu weniger Brummis mit deutschem Kennzeichen“, so die Überzeugung des Inhabers der Fa. Willi Lutz. Die zum 1.1.2009 geplante Mauterhöhung würde vielen Betrieben den Garaus machen, fürchtet Lutz, der die Firma von seinem Vater übernommen und gemeinsam mit seiner Frau und zwei Söhnen führt. Das deutsche Transportgewerbe könne die steigenden Kosten angesichts der globalen Konkurrenz nicht einfach an die Kunden weiterreichen. Schon die galoppierende Preisentwicklung für Dieselkraftstoff treibe einen Großteil der Betriebe in die roten Zahlen.

Sabine Kurtz hat schon vor einiger Zeit an Innenminister Rech geschrieben und dafür geworben, die Mauterhöhung zu verschieben: „Das passt angesichts der steigenden Spritpreise nicht in die Zeit“. Aus der Landesregierung habe sie Signale erhalten, die hoffen lassen, dass Baden-Württemberg der geplanten Mauterhöhung im Bundesrat im September nicht zustimmen werde. Die CDU-Landtagsabgeordnete versprach, sich auch in ihrer Fraktion für das Anliegen der Fuhrunternehmer zu verwenden.

Pausenvorschriften zu starr

Die gesetzlich vorgeschriebene Pause von 45 Minuten nach vier Stunden konnten Günter Lutz und Sabine Kurtz mit einer kleinen Verzögerung einhalten. Auf der Tachoscheibe lässt sich noch Wochen später feststellen, wenn die Ruhepause nicht rechtzeitig eingelegt wurde. „Das kann teuer werden“, so Günter Lutz, der weiß, dass kaum ein Kontrolleur ihm den Einwand durchgehen ließe, seine Frau warte im Büro mit dem Vesper auf ihn. Dass er die Pause lieber zu Hause als am Straßenrand einlegen wollte, interessiere die Bürokratie nicht. In den Fahrzeugen, die schon digital ausgerüstet sind, ließen sich die „kleinen Sünden“ noch leichter und eindeutiger ablesen. Diese totale Überwachung findet der Mittelständler „belastend und unsinnig“. Gesundheitliche Überlegungen und Hinweise auf die Sicherheit der Fahrer ließ Lutz nicht gelten. Seine zwölf Angestellten seien „Manns genug“, um sich die Zeit selber vernünftig einzuteilen.

Parkplätze fehlen

Wenn es genügend Parkplätze für LKW gäbe, müssten die Fahrer nicht ihre wertvolle Zeit mit der Suche nach einem Rastplatz verschwenden, davon ist Lutz überzeugt. Auch das Be- und Endladen lasse sich nicht immer genau planen. Im Kieswerk Steinmauern bei Rastatt und im Betonwerk Renz in Darmsheim haben die beiden Transporteure Glück: Sie müssen nicht warten und können die 27 Tonnen Sand zügig aufnehmen und per Kippvorgang abladen. Ein schnell zusätzlich montierter Spiegel, Schaufel und Arbeitshandschule erleichtern den im Übrigen nahezu automatisch ablaufenden Prozess. Ein bisschen Staub, ein kurzes Getöse, und der Sand verschwindet im Übergabetrichter. Dann sitzen Kurtz und Lutz wieder in der klimatisierten Fahrerkabine, die vergessen lässt, dass draußen 30 Grad Sommerhitze herrschen. Am Ende des Tages hat Sabine Kurtz mit Günter Lutz 480 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 51,8 km/h zurückgelegt und 36,1 l/100 km verbraucht. „Zum größten Teil Rapsöl“, freut sich Günter Lutz, auch wenn der Preisabstand zum Diesel nur noch zehn Cent pro Liter beträgt: „Ich hatte mit einer größeren Ersparnis gerechnet, als ich meine LKW mit dem zusätzlichen Tank für Rapsöl ausgerüstet habe.“

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