| 09.10.2008 | Binninger:
Börsengang
der Bahn verschieben
Der Böblinger CDU-Bundestagsabgeordnete Clemens
Binninger fordert, den Börsengang der Bahn zu verschieben.
Angesichts des Einbruchs der Aktienmärkte aufgrund
der aktuellen Finanzmarktkrise wäre es nicht zu
verantworten, Teile der Bahn wie geplant am 27. Oktober
an die Börse zu bringen.
Als der Deutsche Bundestag im Mai beschloss, zunächst
24,9 Prozent der Bahn-Transport- und Dienstleistungstöchter
an die Börse zu bringen, waren die Auswirkungen
der Finanzmarktkrise auf den Aktienmarkt noch nicht vorherzusehen.
Während damals noch ein Preis in Höhe von bis
zu acht Milliarden Euro für die Teil-Privatisierung
der Bahn prognostiziert wurde, ist nun aufgrund der Finanzmarktkrise
ein deutlich niedrigerer Erlös nicht auszuschließen.
Binninger meint dazu: „Das Risiko, in der derzeitigen
Lage mit einem Unternehmen an die Börse zu gehen,
ist hoch. Die Gefahr, dass mit dem Börsengang die
erwarteten Einnahmen nicht zu erzielen sind, ist nicht
von der Hand zu weisen.“
Daher sieht Binninger, der den Börsengang der Bahn
zwar grundsätzlich unterstützt, jetzt den Staat
als An-teilseigner in der Pflicht, zu handeln: „Der
Börsengang ist auch zu einem späteren Zeitpunkt
möglich, wir sollten deshalb abwarten, bis sich
die Lage an den Finanzmärkten beruhigt hat.“
|