| 07.10.2008 |
Heubach zur Erbschaftssteuerreform:
Keine Enteignung des Mittelstandes
und der Häuslebauer durch die Hintertür
Der CDU-Kreisvorsitzende Wolfgang Heubach begrüßt
die "klare und konsequente Haltung" der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
bei den Koalitionsgesprächen über die Erbschaftssteuerreform.
Heubach erklärte am Donnerstag auf einer Veranstaltung
der Senioren-Union in Herrenberg, die im Rahmen der "Wochen
der CDU im Kreis Böblingen" stattfand, bei
der Vererbung von Familienbetrieben und selbst genutztem
Wohneigentum dürfe es nicht zu "einer Enteignung
des Mittelstandes und der Häuslebauer durch die
Hintertür" kommen.
"Durch die von der
SPD und der Linken geforderte Besteuerung würde
die Lebensleistung vieler Bürgerinnen und Bürger,
würde deren Mut, Ideenreichtum, Sparsamkeit, Zielstrebigkeit
und deren Willen, Eigentum zu schaffen und zu erwerben,
im Nachhinein zunichte gemacht. Zumal Familienbetriebe
und Eigentümer von selbst genutztem Wohneigentum
im Laufe ihres Lebens und damit vor einer Vererbung bereits
in hohem Maße und mehrfach ihrer Steuerpflicht
nachgekommen sind."
Deshalb sei es richtig, wenn
die Union eine so genannte Haltefrist für die Substanz
von Betrieben von sieben Jahre fordere. Dabei gehe es
nicht zuletzt auch um die Sicherung bestehender Arbeitsplätze.
Persönlich stehe er außerdem hinter der Forderung
der CSU nach einer Steuerbefreiung bei der Übertragung
von selbst genutztem Wohneigentum. "Denn es kann
und darf meiner Meinung nach nicht sein, daß der
Staat gerade bei der Vererbung des eigenen Häusles
ungeniert in die Taschen der Erben greift. Das wäre
ein ideologischer Irrweg und eine Verhöhnung des
Leistungswillens in unserer Gesellschaft."
Auf die weltweiten Turbulenzen der Finanzmärkte
eingehend, sagte Heubach, die hemmungslose Profitgier
einiger weniger drohe wieder einmal Millionen Menschen
ins Unglück zu stürzen. "Das alles
hat noch nicht einmal mehr ansatzweise etwas mit Marktwirtschaft,
geschweige denn mit einer sozialen Marktwirtschaft zu
tun." Nach dem Verursacherprinzip müssten die
Verantwortlichen dafür persönlich und finanziell
zur Rechenschaft gezogen und nicht noch mit einem "goldenen
Handschlag" verabschiedet werden.
"Dem Handwerker
und dem kleinen Mann zieht man im umgekehrten Fall buchstäblich
Hemd und Hose aus. Deshalb dürfen diejenigen, die
uns diese Suppe eingebrockt haben, diese selbst ernannten
Big Player, die sich in Wirklichkeit als billige Zocker
entpuppt haben, nicht ungeschoren davon kommen. Was da
veranstaltet wurde, ist eine Perversion von freiem und
verantwortlichem Handeln in der Wirtschaft." Bewährt
habe sich in der Krise hingegen unter anderem das System "unserer
Volks-, Raiffeisen- und Genossenschaftsbanken sowie der
Sparkassen. Die früher darüber gelacht, ja
uns ausgelacht haben, lachen jetzt nicht mehr. Solides
Wirtschaften schafft Vertrauen. Das zahlt sich aus."
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