| 14.11.2008 | Nemeth fordert:
Land muss Engagement bei der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie
beibehalten
„Angesichts des Klimawandels und des explosionsartigen
Anstiegs der Kraftstoffpreise muss die Abhängigkeit
von fossilen Kraftstoffen vor allem im Bereich der Mobilität
verringert werden. Ob wir wollen oder nicht - wir sind
gezwungen umzudenken“, erklärt der energiepolitische
Sprecher der CDU-Landtagsfraktion und Böblinger
Landtagsabgeordnete Paul Nemeth: „Baden-Württemberg
ist Auto-Land. Daher muss auch seitens des Landes alles
Machbare unternommen werden, um technischen Innovationen
aus Baden-Württemberg zum Durchbruch zu verhelfen.“
Eines der derzeit fortschrittlichsten Antriebskonzepte
sei der Einsatz der Brennstoffzelle. Dieses Antriebskonzept
biete die Möglichkeit, Maßstäbe bei Antriebstechnologie
und Kraftstoff zu setzen, da hiermit Mobilität ohne
jegliche Emission möglich sei. Mit einer Kleinen
Anfrage forderte Paul Nemeth die Landesregierung auf,
zu berichten, inwieweit das Land Forschungs- und Entwicklungsbemühungen
bei der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie
unterstützt und an welchen Pilotprojekten derzeit
eine Markttauglichkeit erprobt wird.
Zwar konnte die Landesregierung auf Anfrage von Paul
Nemeth die Marktchancen des Brennstoffzellen-Antriebskonzepts
nicht exakt prognostizieren, jedoch könne gegenwärtig
davon ausgegangen werden, dass im Sektor Mobilität
langfristig die Brennstoffzellentechnik im Vergleich
zur Batterietechnik im Vordergrund stehen werde.
Nach Ansicht von Nemeth ist eine Pilotanlage wie die „Wasserstofftankstelle
am Flughafen Stuttgart“ essentiell, damit sich
ein Antriebskonzept wie die Brennstoffzellentechnologie
auch durchsetzen kann. Auf Anfrage des Böblinger
Abgeordneten antwortete die Landesregierung, dass der
Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur mit der Möglichkeit,
Brennstoffzellenfahrzeuge an verschiedenen Stellen im
Land mit Wasserstoff zu betanken, eine unabdingbare Voraussetzung
für die erfolgreiche Einführung dieser Zukunftstechnologie
insbesondere im mobilen Sektor sei. Anfang 2009 werde
die landesweit erste öffentliche Wasserstofftankstelle
beim Flughafen Stuttgart in Betrieb gehen. Die Tankstelle
biete einen Knotenpunkt in dem geplanten deutschlandweiten
Wasserstoffvertriebsnetz - eine wichtige Voraussetzung
für den Einstieg in eine auf Wasserstoff beruhende
Mobilität.
Der Böblinger Abgeordnete und energiepolitische
Sprecher der CDU-Landtagsfraktion zeigte sich erfreut,
dass mit dem Entwicklungsstandort Nabern der Daimler
AG sich eines der innovativsten Forschungs- und Entwicklungszentren
im Bereich der Wasserstoff- und Brennstoffzellenforschung
in Baden-Württemberg befindet.
„Baden-Württemberg
ist das Land der Tüftler und Erfinder. Das heutige
Auto mit Verbrennungsmotor hatte seinen Start im Ländle
- warum soll dies nicht auch für das CO²–neutrale
Autofahren gelten? Es wäre nicht das erste Mal,
dass technische Innovationen aus Baden-Württemberg
Mobilität revolutionieren würden“, so
Nemeth. |