| 23.12.2008 | Heubach:
Steinmeiers Eskapaden sind
unerträglich und schädlich
"Das eigenmächtige Vorpreschen von Außenminister
Steinmeier in der Frage einer möglichen Aufnahme
von Guantanamo-Häftlingen ist unerträglich
und richtet wieder einmal schweren politischen Schaden
an." Dies erklärt der CDU-Kreisvorsitzende
Wolfgang Heubach zu Meldungen, wonach der deutsche Außenminister
Bedingungen für die Aufnahme von Guantanamo-Häflingen
in der Bundesrepublik prüfen lasse.
Guantanamo sei in allererster Linie eine Angelegenheit
der USA. Noch sei völlig offen, wie der neue Präsident
Obama diese Frage regeln wolle. Es bestehe also keinerlei
Anlaß, in vorauseilendem Gehorsam wie Herr Steinmeier
vorzupreschen. Erst müssten sämtliche Fakten
auf dem Tisch liegen, ehe in Deutschland oder der Europäischen
Union entschieden werden könne. Das gehöre
zum politischen Einmaleins für Anfänger.
"Auf die unmenschlichen Haftbedingungen in diesem
Lager hat im übrigen Bundeskanzlerin Angela Merkel
den amerikanischen Präsidenten schon zu einem Zeitpunkt
hingewiesen, als Herr Steinmeier sich noch in devoter
politischer Leisetreterei übte und dies als Diplomatie
verkaufen wollte. Im Gegensatz zur Kanzlerin hat man
von Herrn Steinmeier wenig oder gar nichts in Sachen
Menschenrechte vernommen. Erinnert sei in diesem Zusammenhang
auch an Russland und die Volksrepublik Chrina und des
Außeneministers schwammige, unwürdige Rolle
beim Empfang des Dalai Lama in Deutschland."
Heubach erinnert daran, daß er zu Beginn der Großen
Koalition in Berlin erklärt habe, durch die Beteiligung
der Union an der Bundesregierung werde man sich nicht
zum Komplizen für rot-grünes Versagen der Regierung
Schröder/Fischer machen lassen. Das gelte insbesondere
für den Irak-Krieg und seine Folgen. Gerade im Irak-Krieg
sei die Rolle des damaligen Bundeskanzlers Schröder
sowie seines Geheimdienstkoordinators, des jetzigen Außenministers
Steinmeier, doppelzüngig und undurchsichtig gewesen.
Das habe der Untersuchungsausschuß des Deutschen
Bundestages unzweideutig ans Licht gebracht. "Frau
Ypsilanti lässt grüßen. Im umgekehrten
Fall wäre der Union mit Sicherheit vorgeworfen worden,
sie hätte sich den Wahlsieg bei der Bundestagswahl
erschlichen", unterstreicht der CDU-Kreisvorsitzende.
Auch im Blick auf die wirtschaftliche Lage in Deutschland
werde "Tag für Tag deutlicher, daß Herr
Steinmeier schlichtweg überfordert ist." |