| 26.12.2008 | Heubach:
"Keine stummen Hunde sein,
die nicht bellen können"
Der Böblinger CDU-Kreisvorsitzende Wolfgang Heubach hat
es begrüsst, daß die evangelischen und katholischen
Bischöfe in Deutschland in ihren Weihnachtspredigten ausdrücklich
die "Vergötzung und zerstörerische Macht des Geldes,
Gier, Habsucht sowie Spekulanten-Exzesse" angeprangert und
statt dessen zu einer Rückbesinnung auf die nicht-materiellen
Werte sowie mehr Bescheidenheit aufgefordert haben.
"Die Kirchen haben nicht nur das Recht, sondern die Pflicht,
in der gegenwärtigen Situation auf das hinzuweisen, was
unsere Gesellschaft und damit ein menschenwürdiges Leben
in seiner Substanz zu zerstören droht", erklärt
Heubach in einer Pressemitteilung. Er fühle sich in diesem
Zusammenhang an ein Wort des Propheten Jesaja erinnert, der in
Anlehnung an
die Verantwortungslosigkeit von Wächtern und Hirten darüber
klage, daß diese nicht einmal Hunde seien, die durch Bellen
ihre Herde warnen würden. Dieses Bibel-Zitat habe etwa das
Wirken und Handeln des früh verstorbenen Reinhold Schneider,
eines der bedeutendsten christlichen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts,
in ganz besonderer Weise geprägt: Nämlich herauszutreten
aus dem Kreis derer, die "stumme Hunde sind, die nicht bellen
können."
Der CDU-Kreisvorsitzende unterstreicht, niemand habe etwas gegen
Gewinne, Leistung und Wettbewerb einzuwenden. Denn keiner könne
von roten, sondern auf Dauer nur von schwarzen Zahlen in der
Bilanz leben. "Das ist der Kern der sozialen Marktwirtschaft,
dem das christliche Menschenbild zugrunde liegt." Die heute
zu beobachtenden Exzesse hätten jedoch überhaupt nichts
mehr mit verantwortungsbewusstem Handeln in realen Märkten
zu tun, sondern vielmehr etwas mit hemmungsloser Ausbeutung und
einem neuen Tanz um das goldene Kalb. Und genau so hätten
es die deutschen Bischöfe unmißverständlich und
klar zum Ausdruck gebracht.
Garant von Maß und Mitte ist nach Ansicht Heubachs eine
gesunde Mittelschicht. Mittelstand und Mittelschicht seien die
tragenden Säulen von Wirtschaft und Gesellschaft. Darin
eingeschlossen seien vor allem auch die fest verankerten regionalen
Sparkassen- und Bankenstrukturen sowie das stabile deutsche Drei-Säulen-System
auf diesem Gebiet. Trotz schwieriger Zeiten gebe dies alles zusammengenommen
Anlaß zur Hoffnung. "Ich bin überzeugt davon:
Wir können es gemeinsam schaffen und wir werden es gemeinsam
schaffen !", betont Heubach abschliessend.
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