| 15.01.2009 |
DRK-Kreisverband trägt Sorgen um Notfallrettung CDU-Abgeordneten vor
Konstruktives Gespräch im Landtag
Die Situation der Notfallrettung im Landkreis Böblingen war Hauptthema eines eingehenden Meinungsaustausches zwischen dem DRK-Kreisvorsitzenden Michael Steindorfner, Kreisgeschäftsführer Wolfgang Breidbach sowie dessen Stellvertreter Hartmut Wollwinder - beide zugleich Geschäftsführer der Rettungsdienst gGmbH - mit den direkt gewählten Abgeordneten des Kreises Böblingen, dem Bundestagsabgeordneten Clemens Binninger sowie den Landtagsabgeordneten Sabine Kurtz und Paul Nemeth im Stuttgarter Landtag.
Steindorfner wies die Abgeordneten, wie zuvor schon bei mehreren öffentlichen Stellungnahmen, auf die ernste finanzielle Situation der Notfallrettung im Kreis Böblingen hin. Dringend notwendig seien kostenechte Entgelte der Kassen, da der DRK-Kreisverband den inzwischen auf nahezu eine Million Euro im Jahr angelaufenen Abmangel nicht mehr aus eigener Kraft schultern könne. Steindorfner erklärte in diesem Zusammenhang, der DRK-Rettungsdienst in Baden-Württemberg sei nachweisbar einer der kostengünstigsten in der gesamten Bundesrepublik Deutschland.
Dieser Tatsache müsse im Rettungsdienstgesetz Baden-Württemberg ebenso Rechnung getragen werden wie eine Gleichbehandlung bei den so genannten Beschaffungsobergrenzen. Aus diesem Grunde sei es notwendig, daß im Land die gleichen Beschaffungsgrenzen für einen Rettungswagen gelten müssten wie beispielsweise in Bayern und Niedersachsen, wo dieser Betrag bei 89 000 Euro liege. Im Gegensatz dazu sei diese Obergrenze in Baden-Württemberg lediglich auf 78 000 Euro festgesetzt - also 11 000 Euro weniger.
Weitere Schwerpunkte des Gesprächs, das von allen Teilnehmern als konstruktiv und informativ bewertet wurde, waren die vom DRK-Kreisverband Böblingen ausdrücklich gewünsche Qualitätssicherung, einschließlich des Qualitätsmanagements im Rettungsdienst, die Qualifikation und Vergütung des Personals sowie Fragen der Festsetzung der Benutzungsentgelte.
DRK-Kreisvorsitzender Michael Steindorfner unterstrich zusammenfassend, der DRK-Kreisverband orientiere sich in der Notfallrettung streng am wirtschaftlichen Handeln und habe den Kostenträgern wiederholt angeboten, lückenlose Unterlagen über die tatsächlich entstandenen Kosten zur Verfügung zu stellen. Binninger, Kurtz und Nemeth sagten zu, die dringenden Anliegen des DRK-Kreisverbandes entsprechend ihrer Möglichkeiten weiter zu ver folgen und zu unterstützen.

Gespräch über DRK-Notfallrettung im Landtag (von links): Landtagsabgeordneter Paul Nemeth, DRK-Rettungsdienst-Geschäftsführer und stellv. DRK-Kreisgeschäftsführter Hartmut Wollwinder, DRK-Kreisvorsitzender Michael Steindorfner, Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz, Bundestagsabgeordneter Clemens Binninger und DRK-Kreisgeschäftsführer sowie Rettungsdienst-Geschäftsführer Wolfgang Breidbach.
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