| 29.01.2009 |
Winfried
Mack, Vorsitzender des Vereins Landesakademie für Jugendbildung Weil
der Stadt:
„Das Ehrenamt muss
uns das wert sein“
Kopfschüttelnd hat Winfried Mack MdL, ehrenamtlicher Vorsitzender
der Landesakademie für Jugendbildung in Weil der Stadt,
die Diskussion über das Jugendgästehaus und die Anwürfe
von Bürgermeister Straub zur Kenntnis genommen. Ihm geht
es jetzt darum, die Diskussion wieder zu versachlichen und zu
einer Lösung zu kommen.
Eigentümer der Landesakademie für Jugendbildung sei
nicht das Land, so Winfried Mack. Die Einrichtung werde von einem
Verein getragen. Mitglieder in diesem Verein seien u. a. der
Landkreis Böblingen und die Stadt Weil der Stadt.
Dieser Verein wolle niemanden „erpressen“, schon
gar nicht seine eigenen Mitglieder, sagte Winfried Mack. Wie
bei früheren Bauvorhaben sei der Verein Anfang Juni 2008
auch dieses Mal auf Stadt und Landkreis zugegangen und habe um
eine Mitfinanzierung gebeten. „Ohne einen Interessensbeitrag
von Stadt und Landkreis zum Bau des Gästehauses in Weil
der Stadt sehe ich keine Realisierungschance“.
Unwahr sei die Behauptung von Bürgermeister Straub, er habe
Gesprächstermine unentschuldigt platzen lassen. Zwar habe
sich die Terminsuche für ein Gespräch länger hingezogen. „Einmal
ist der Bürgermeister längere Zeit in Kur gewesen,
ein anderes Mal musste ein vereinbarter Termin verschoben werden,
weil ich eine andere Verpflichtung wahrnehmen musste“,
erklärte Winfried Mack. „Wir hatten dann einen Termin
am 25. November um 18.00 Uhr vereinbart, zu dem ich 20 Minuten
zu spät kam. Als ich zum Rathaus kam, war niemand mehr da.
Am nächsten Morgen habe ich mich bei der Sekretärin
des Bürgermeisters entschuldigt. Sie teilte mir mit, ich
bekäme keinen Termin mehr.“ Meinen Brief vom 2.Juni
2008 solle ich nochmals zusenden.“ Kurz vor Weihnachten
sei dann ein Absageschreiben von Bürgermeister Straub eingegangen,
so Winfried Mack.
Winfried Mack will nun Landrat Roland Bernhard und Bürgermeister
Hans-Josef Straub zu einem gemeinsamen Gespräch in die Landesakademie
einladen. Dabei soll ausgelotet werden, ob das Konjunkturprogramm
des Bundes einen Teil der Finanzierung für diese private
Einrichtung der Weiterbildung ermögliche, so Winfried Mack. „Der
notwendige Interessensbeitrag der Sitzkommunen wird sich dadurch
aber nicht verringern.“
Winfried Mack will auch deshalb die Stadt und den Landkreis nicht
aus ihrer Verantwortung entlassen, weil die ehrenamtlich Tätigen
in der Region, von der Jugendfeuerwehr über die Stadtjungendringe
bis hin zum Sport, in besonderer Weise von der Akademie profitieren
würden. „Das Ehrenamt muss uns das wert sein.“ |