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12.02.2009 |

Gäubahn 2012
CDU-Landtagsabgeordnete Nemeth, Netzhammer, Teufel und Wolf mahnen Ausbau an

„Die Gäubahn als Teilstrecke der Magistrale Danzig – Stuttgart – Zürich – Rom ist für Baden-Württemberg genauso wichtig wie die Magistrale Stuttgart – Ulm. Deshalb fordern wir die Deutsche Bahn auf, sich bei der nächsten Ausschreibungsrunde im März 2009, in Brüssel um einen 50-Prozent-Zuschuss für die Planungskosten zu bemühen,“ so die Landtagsabgeordneten Paul Nemeth (Böblingen), Veronika Netzhammer (Singen), Stefan Teufel (Rottweil) und Landrat Guido Wolf (Tuttlingen) in einer Pressemitteilung.

Der Begriff Gäubahn vermittle zwar den Eindruck, als handle es sich um eine rein „schwäbische Strecke“ zwischen Singen und Stuttgart. Tatsächlich ist aber die Gäubahn eine transeuropäische Strecke zwischen Polen und Sizilien und befindet sich deshalb zu Recht in Brüssel auf der Landkarte der Transeuropäischen Netze.

Nachdem sowohl die Regionalverbände entlang der Gäubahn als auch die Schweizer Seite sich bereit erklärt haben, die Planung für den Teilabschnitt Horb-Neckarhausen vorzufinanzieren, müsse die Ausschreibung der Planung umgehend angegangen werden, damit die Planungsarbeiten auch im nächsten Jahr beendet werden könnten.

„ Ohne Planung kein Geld für den Ausbau“, wissen die Landtagsabgeordneten aus Erfahrung. Ziel der Abgeordneten ist es, dass der zweigleisige Ausbau auf dem Teilabschnitt Horb-Neckarhausen zum Fahrplanwechsel 2012 fertig gestellt ist. „Dann bekommen wir endlich mehr Fahrplanstabilität auf der Strecke, und Reisende im ICE erreichen dann in Stuttgart und Singen auch, wie versprochen, ihre Anschlüsse in andere Landesteile.“

Sollte der von der Deutschen Bahn zu stellende Förderantrag in Brüssel Erfolg haben, dann sei mit einem Zuschuss von 50 Prozent für die Planungskosten und darüber hinaus mit 10-30 Prozent Zuschuss für den Streckenausbau zu rechnen. Für das gesamte Bauvorhaben sind 134 Millionen Euro Kosten zu kalkulieren. Dies ist einer Pressemitteilung des Europaparlamentsabgeordneten Andreas Schwab vom 4. Februar 2008 zu entnehmen, der Gesprächen mit dem EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot positive Signale zur Prüfung der Fördermöglichkeiten erhalten hatte.

Die Planungskosten für den gewünschten Ausbau auf der ganzen Strecke würden auf insgesamt auf eine Million Euro geschätzt. Mit Unterstützung aus Brüssel könne auch der weitere Ausbau auf der Gäubahnstrecke umgesetzt werden. Dies würde dann auch spürbar kürzere Fahrzeiten ermöglichen.

Auch ein zusätzlicher ICE-Halt in Böblingen wäre möglich, was die Fahrzeit zum Flughafen Stuttgart und zur neuen Landesmesse für Reisende aus dem Süden spürbar verkürze. Der Arbeitskreis Wirtschaft der CDU-Landtagsfraktion hatte sich auf Initiative von Paul Nemeth im September 2008 für die Wiedereinrichtung eines ICE-Haltepunkts in Böblingen ausgesprochen. „Ein ICE-Halt würde die verkehrstechnische Anbindung des Raums Böblingen/Sindelfingen erheblich verbessern und einen Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Landkreis Böblingen leisten“, so Nemeth.

„Im Jahr 2020 muss die historische Ungerechtigkeit beseitigt sein, die in unseren Landesteilen durch den Abbau des zweiten Gleiskörpers infolge des 2. Weltkreises bestehen; dann müssen auch die weiteren Streckenabschnitte Rottweil – Spaichingen und Spaichingen – Tuttlingen ausgebaut sein“, fordern die Abgeordneten Nemeth, Netzhammer, ßend.

Aktiv: Die CDU-Landtagsabgeordneten Netzhammer, Wolf, Nemeth und Teufel (von links)

Aktiv: Die CDU-Landtagsabgeordneten Netzhammer, Wolf, Nemeth und Teufel (von links).

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