| 08.04.2009
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Förderzusage
der Jugendstiftung Baden-Württemberg
für Sinnespfad der Dorfgemeinschaft Tennental
Die Dorfgemeinschaft Tennental in Deckenpfronn erhält von der Jugendstiftung
Baden-Württemberg einen Zuschuss über 5.000 Euro für den Aufbau
eines Natur- und Sinnespfads. Die Landtagsabgeordnete Sabine Kurtz hatte sich
in der jüngsten Kuratoriumssitzung der Jugendstiftung für den Antrag
eingesetzt. In der Debatte hatte sie besonders den Vernetzungsgedanken des Vorhabens
hervorgehoben.
Nicht nur die Grundschule der Gemeinde Deckenpfronn
sei in die
Aktivitäten eingebunden. Der Natur- und Sinnespfad werde in Zusammenarbeit
mit Achtklässlern der Jerg-Ratgeb-Realschule in Herrenberg angelegt. Die
Kuratoriumsmitglieder begrüßten den integrativen Ansatz des Projekts.
Der Sinnespfad unterstütze einerseits die Förderung und Bildung der
im Tennental betreuten Menschen, diene aber auch dazu, die Dorfgemeinschaft noch
stärker für die Umgebung zu öffnen. So wird unter anderem den
Besuchern, die sowieso schon regelmäßig und in großer Zahl die
Dorfgemeinschaft vor allem an Wochenenden besuchen, ein tieferes Verständnis
von den Belangen und besonderen Herausforderungen von Menschen mit Behinderung
vermittelt: Menschen, die sich den einzelnen Stationen zuwenden, erfahren viel über
sich selbst und ihre Umwelt, spüren am Pendelstein, wie sehr sie der Schwerkraft
ausgesetzt sind oder erahnen an der Partnerschaukel wie es ist, wenn das eigene
Vermögen nicht ausreicht, um sich selbst ins Schwingen zu bringen und auf
die Hilfe anderer angewiesen zu sein.
Projektleiter Holger Wilms, Vorstand beim Tennentaler Gemeinschaften e.V., ist
davon überzeugt, dass die Nutzung der Erlebnis- und Sinnesstationen behinderten
wie nicht-behinderten Besuchern eindrückliche Natur- und Sinneserfahrungen
vermitteln und gleichzeitig Wesentliches zu deren Persönlichkeitsentwicklung,
zur Kreativitätsförderung und Kunstbildung beitragen werde. „Wir
werden die Stationen nach und nach anlegen und einweihen“, erläutert
Holger Wilms das Projekt. Dazu seien u. a. umfangreiche Erd- und Vegetationsarbeiten
notwendig. In dem Tennentaler Fall habe die Förderung durch die Jugendstiftung
angesichts der hohen Gesamtkosten eher symbolischen Wert, gibt Sabine Kurtz zu.
Eine Förderung der Jugendstiftung sei aber so etwas wie ein Gütesiegel,
denn die Ansprüche der Jugendstiftung Baden-Württemberg an die pädagogische
und soziale Qualität der von ihr geförderten Projekte seien sehr hoch.
Sabine Kurtz ist als jugendpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion eines
von 19 Kuratoriumsmitgliedern der Jugendstiftung Baden-Württemberg, die
1982 mit Hilfe von Stiftungskapital des Landes als selbstständige privatrechtliche
Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet wurde. Die Jugendstiftung fördert
junge Menschen in ihrem Engagement bei der Umsetzung ihrer Ideen, Initiativen
und Projektvorhaben in vielfältiger Weise. Durch die Entwicklung eigener
Programmlinien greift die Jugendstiftung selbst aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen
auf und setzt mit Partnern der Jugendbildung und mit Jugendlichen selbst innovative
Akzente und Weichenstellungen.
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