| 01.05.2009
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Hohe Auszeichnung:
Elke Staubach erhält Helene-Weber-Preis
Die Leonberger CDU-Stadträtin und Vorsitzende der Frauen-Union im Kreis
Böblingen, Elke Staubach, ist mit dem Helene-Weber-Preis ausgezeichnet worden.
Sie ist eine von 15 Preisträgerinnen aus ganz Deutschland, an die in diesem
Jahr der Preis zum ersten Mal verliehen wird. Insgesamt waren rund 170 Vorschläge
von Mitgliedern des Deutschen Bundestages an das Bundesministerium für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend eingegangen.
Vorgeschlagen für die hohe Auszeichnung
wurde Elke Staubach vom CDU-Bundestagsabgeordneten Clemens Binninger. Dies teilt
der CDU-Kreisvorsitzende Wolfgang Heubach in einer Pressemitteilung mit. Die
Preisübergabe erfolgt in den nächsten Tagen in Berlin.
Mit der Preisvergabe möchte das Bundesministerium 60 Jahre nach Inkrafttreten
des Grundgesetzes das politische Engagement von Frauen auf kommunaler
Ebene fördern.
Wie Heubach weiter erklärt, sei dies der Anlass für Clemens Binninger
gewesen, Elke Staubach für den Preis vorzuschlagen. Denn Elke Staubach
leiste seit vielen Jahren vorbildliche und erfolgreiche Arbeit auf diesem
Gebiet. "Dies
hat ganz offensichtlich die Jury dazu veranlasst, Elke Staubach
auszuzeichnen. Damit findet ihr Wirken sichtbare Anerkennung. Darauf ist
nicht zuletzt der CDU-Kreisverband
Böblingen stolz," betont Heubach. Während der Anteil der weiblichen
Mitglieder im Deutschen Bundestag mit 32 Prozent über dem europäischen
Durchschnitt liege, sei im kommunalpolitischen Bereich nur ein
Viertel der Mandate mit Frauen besetzt. Auf der Liste der CDU in Leonberg
seien hingegen bei der
letzten Kommunalwahl vier der insgesamt zehn Mandate an Frauen
gefallen. Und auf dem aktuelle CDU-Vorschlag zur Gemeinderatswahl seien unter
den 34 Kandidatinnen
und Kandidaten elf Frauen zu finden. Élke Staubach widme sich darüber
hinaus seit vielen Jahren zahlreichen längerfristigen Sachthemen, um
eine kontinuierliche Verbesserung der kommunalen Lebensräume insbesondere
für
Frauen zu erreichen. "In ihren vielen Aktivitäten hat sie Maßstäbe
gesetzt", unterstreicht der CDU-Kreisvorsitzende.
Die Namensgeberin des Preises Frauenbewegung,
Sozialarbeit und politisches Engagement – diese
Themen sind mit dem Namen Helene Weber aufs Engste verknüpft.
Am 17. März 1881 in Wuppertal geboren, wurde Helene Weber
zuerst Volksschullehrerin und studierte anschließend
Romanistik und Volkswirtschaftslehre. 1911 trat sie in den
Frauenstimmrechtsverein ein und arbeitete in dessen Propagandakommission.
Die Gründerin der ersten Sozialen Frauenschule des Katholischen
Deutschen Frauenbundes in Köln (1916) wurde 1919 in die
Weimarer Nationalversammlung gewählt und vertrat anschließend
neun Jahre lang die Zentrumspartei im Reichstag. Als erste
weibliche Ministerialrätin der Weimarer Republik war sie
Gestalterin wichtiger Bereiche der Sozial- und Wohlfahrtspflege
in Preußen.
Zu Beginn des Dritten Reichs verlor
Helene Weber aus politischen Gründen ihre Stellung im
Ministerium und arbeitete von da an hauptberuflich
als Vorsitzende des Vereins katholischer
deutscher Sozialbeamtinnen.
Der Gründung der Bundesrepublik
vor 60 Jahren gingen die Verhandlungen des Parlamentarischen
Rates voraus.
Helene
Weber (CDU) war als Mitglied im Grundsatzausschuss und
im Präsidium
des Parlamentarischen Rates eine der vier „Mütter
des Grundgesetzes“. Von 1949 bis 1962 vertrat sie den
Wahlkreis Aachen-Stadt im Deutschen Bundestag. Zugleich erweiterte
sie ihren Wirkungskreis auf internationale und europäische
Ebene (z.B. als Leiterin der deutschen Delegation beim Europarat
1957). Helene Weber wurde Vorsitzende des Müttergenesungswerks. Begonnen
hat Helene Webers langjähriges Engagement in
der Sozial- und Fürsorgearbeit in ihrer rheinischen Heimat.
Dank ihres großen Sachverstandes in der Sozial-, Frauen-
und Jugendpolitik wurde ihr Rat zunehmend auf allen politischen
Ebenen gefragt. Vorbildlich gelang ihr die Verknüpfung
von ehrenamtlicher Arbeit in der Frauenbewegung, beruflicher
Tätigkeit in Bildung und Verwaltung und politischem Engagement.
Ausgezeichnet mit dem Großen Bundesverdienstkreuz mit
Stern und Schulterband starb Helene Weber 81-jährig am
25. Juli 1962 in Bonn. |