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27.08.2009 |

Furioser Wahlkampfauftakt im zweifachen Duett:
Binninger-Auftritte mit Tanja Gönner und Lothar Späth

Seit 2002 vertritt Binninger den Wahlkreis Böblingen erfolgreich in Berlin und will auch nach dieser Bundestagswahl per Direktmandat in den Bundestag einziehen. Wie schon bei der letzten Wahl ist dies sein erklärtes Ziel. Und er legt ein rasantes Tempo vor: Wahlauftakt in der Kongresshalle in Böblingen mit Unterstützung von Tanja Gönner, unserer Umweltministerin, Tags darauf zu Gast bei der Senioren Union in der Stadthalle in Leonberg, wo als Hauptredner dieses Nachmittags ein gut aufgelegter Lothar Späth auftrat.

Clemens Binninger und sein Wahlkampfteam von der jungen Union

Clemens Binninger inmitten seines Wahlkampfteams von der jungen Union

Fast 100 Termine will Clemens Binninger in den nächsten 30 Tagen bis zur Bundestagswahl wahrnehmen, allein 2 davon in Renningen:
am Sonntag, 13.09.2009, beim CDU-Sommerfest und
am Freitag, 18.09.2009, um 14 .00 Uhr, auf dem Renninger Wochenmarkt.

Tatkräftig unterstützt wird er dabei stets vom Wahlkampfteam der Jungen Union.

Das "Team Binninger" hatte den Abend für den Wahlkampfauftakt gut vorbereitet.

Erst verdunkelter Saal, dann Spots an und die Politpromis betraten eskortiert von einer orangefarbenen JU die Bühne. Was dieses Auftreten anbelangt, will Landes-Umweltministerin Tanja Gönner von der Böblinger CDU lernen. Die Rollenverteilung an diesem Abend war perfekt: Die Umweltministerin griff das heikle Thema Atomstrom bzw. Kernenergie auf, Binninger legte eine Erfolgsbilanz dessen dar, was mit CDU-Hilfe im Landkreis in den letzten Jahren realisiert bzw. in Angriff genommen wurde.

Aber von Anfang an: Der CDU-Kreisvorsitzende Wolfgang Heubach predigte bei seiner Einführung in Böblingen Kontinuität - sowohl beim "Personal" als auch in den politischen Aussagen. Wie schon beim Wahlhelferfest in Renningen vor 14 Tagen sprach Wolfgang Heubach von der förmlich spürbaren Motivation und den starken Aufbruchsignalen in den Reihen der CDU.
Zugleich beschwor er die Anwesenden, der CDU sowohl die Erst- als auch die Zweitstimme zu geben und ließ keinen Zweifel daran, dass Clemens Binninger auch zum dritten Mal das Direktmandat holen wird.

Der CDU-Kreisvorsitzende Wolfgang Heubach dankt der Umweltministerin Tanja Gönner mit einem edlen Tropfen aus der Champagne

Der CDU-Kreisvorsitzende Wolfgang Heubach dankt der Umweltministerin Tanja G önner mit einem edlen Tropfen aus der Champagne. Wohl bekomms!

Die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner beschränkte sich in ihrer Rede auf das Leitthema "nachhaltige Energieversorgung durch einen gesamtheitlichen Ansatz".

Die verlängerte Laufzeit der Atommeiler im Land müsse genutzt werden, um alternative und erneuerbaare Energieressourcen aufzubauen. Dazu braucht es große Energieunternehmen, die einen Großteil, nämlich 50%, ihrer Gewinne in den Aufbau erneuerbarer Energien und vor allem in die Forschung stecken sollten. Für eine sichere Energieversorgung des Landes seien die Atomkraftwerke auch über das Jahr 2020 wichtig, wenn man den Anspruch hätte, das "Strom kommt, sobald man den Lichtschalter umlegt".

Heftig kritisierte Tanja Gönner Bundesumweltminister Sigmar Gabriel für seine jüngsten Aussagen hinsichtlich Gorleben, das jener endgültig für politisch tot erklärte.
Die Frage eines Atomendmülllagers sei noch immer ungeklärt, obwohl dies in den Koalitionsvereinbarungen klar geregelt sei. Die baden-württembergische Umweltministerin macht sich stark für eine neue "ergebnisoffene Untersuchung" des Zwischenlagers von Gorleben. Ohne neuerliche Untersuchung wüsste man schließlich nichts über die tatsächliche Eignung als Endlager.

Clemens Binninger gab in seiner programmatischen Rede den Kämpfer.

Im Straßenbau zum Beispiel sei in den vergangenen sieben Jahren mehr geschehen als in 20 Jahren zuvor. Für die Wirtschaft und den Mittelstand des Landes Baden-Württemberg seien das entscheidende Standortfragen. Innovative Unternehmen sind auch in Zukunft trotz Krise die Jobmotoren des Landes. Seit gut zwei Jahren setze er sich in Berlin für die Ansiedlung von Bosch auf dem Flugplatzgelände in Renningen-Malmsheim ein, das in einer ersten Phase rund 1 500 Arbeitsplätze schaffen könnte. Man sei zwar einige Punkte weitergekommen, dennoch stehe die endgültige Lösung noch aus.

Deutliche Worte fand Binninger zum Thema Banken. Unmoralisch sei es, wenn die durch den Rettungsschirm aufgefangenen Banken zu einer Kreditklemme beitrügen, der den Mittelstand gefährde und die Banker bereits wieder kräftige Boni-Zahlungen einstrichen. "Es kann nicht sein, dass der Bund über die KfW 90% des Risikos übernähme und die Banken trotzdem das Restrisiko scheuen." und "Risiko wird belohnt, Verantwortung wird bestraft, so etwas darf nie wieder passieren.", sagte Binninger unter dem Beifall der CDU-Mitglieder, die an diesem Donnerstagabend so zahlreich zum Wahlkampfauftakt gekommen waren.

Clemens Binninger bekam etwas von Wolfgang Heubach

Auch Clemens Binninger bekam zum Abschied nicht nur lobende Worte von Wolfgang Heubach.

28.08.2009 | Tags darauf hatte Lothar Späth seinen starken Auftritt bei der Kundgebung der Senioren Union im Anschluss an deren Landesdelegiertentag, als Gastredner dabei Clemens Binninger.

Clemens Binninger, Lothar Späth

Jung und Alt im kreativen Miteinander: Clemens Binninger und Lothar Späth

Kaum war der Begrüßungsbeifall abgeebbt, brachte Lothar Späth in seiner unnachahmlichen ruhigen und leisen Art die Anwesenden innerhalb von Minuten auf Betriebstemperatur. Nicht das der gut gefüllte Saal gekocht hätte. Als Zuhörer hatte man eher das Gefühl einer gepflegten Unterhaltung mit einem Gegenüber, der stets weiß wovon er spricht, der seine Lebens- und Berufserfahrung in einer ruhigen Art an seine besten Freunde weitergibt und keinen Zweifel darüber aufkommen lässt, dass er Recht hat.

Lothar Späth vermied es aber auch, gute Ratschläge zu erteilen, erhob aber den Zeigefinger, um die Fallen aufzuzeigen, die jetzt und in naher Zukunft auf uns alle zukommen.

Der Bundeskanzlerin attestierte Lothar Späth gar schwäbische Züge bei diesem Heimspiel. Sie würde nicht viel reden, sondern lieber machen.

"Glauben Sie niemandem, der Ihnen eine schnelle Lösung der durch die Wirtschaftskrise verursachten Probleme verspricht!" Die gegenwärtige Krise sei nicht wegzureden, und eine Lösung ergibt sich nur, wenn wir auf das eigene Können vertrauen. Das, was er täglich erlebe, wenn er mit Unternehmern spricht, hätte nichts mit dem allgegenwärtigen Gejammere zu tun, das an die Politik herangetragen würde. Außer den Deutschen selbst sähe jeder Deutschland gut dastehen.

"Lassen Sie sich nicht von Wahlversprechen verführen, die die Zukunft unserer Kinder riskieren."

Die Überalterung der Gesellschaft wird eine Veränderung der deutschen Wirtschaft zur Folge haben - weg vom Produktionsstandort hin zu mehr Dienstleistungsangebot. "Wer schon zwei Autos hat, wird sich überlegen, ob er noch ein drittes braucht, und ein 90-jähriger wird sich zum Geburtstag keinen Sportwagen, sondern 3 Massagen wünschen!" brachte Späth die Veränderungen in der Zukunft auf den Punkt.

Zu kurz käme vor allem die Wertegesellschaft, meinte Späth in Anspielung auf die Wirtschaftskrise.

"Es gibt nichts Besseres als die soziale Marktwirtschaft!", meinte Lothar Späth, aber Erfolg und Leistung stünden nur am Anfang. Die Solidarität mit den Schwachen gehöre mit dazu. Dabei erinnerte er die Senioren daran, sich persönlich mit ihren Erfahrungen einzubringen.

Im Hinblick auf die von allen erwartete Wahlkampfschlacht sagte Lothar Späth am Ende: "Die Menschen wollen nicht hören, was die Anderen falsch gemacht haben, sondern es gilt, ihr Vertrauen zu gewinnen." Dem politischen Gegner wünschte er bescheidene Erfolge und der CDU einen sicheren Wahlsieg.

Clemens binninger bei seiner kämpferischen Rede in der Stadthalle Leonberg

Clemens Binninger bei seiner kämpferischen Rede vor der Senioren Union in der Stadthalle Leonberg.

Gegen Ende der Kundgebung gab Clemens Binninger das Kontrastprogramm zu Lothar Späth. Mit kämpferischen und klaren Ansagen wie am Vorabend machte er noch einmal deutlich, wofür er und die CDU einträten.

Er erteilte den hohen Bonuszahlungen der Banken ein Abfuhr, befürwortete eine bessere und leichtere Kreditversorgung der krisengebeutelten Wirtschaft und trat ein für ein klares Bündnis mit der FDP. Familien sollten mit einem Betreuungsgeld gestützt werden und sichere Atomkraftwerke sollten längere Laufzeiten bekommen.

Denjenigen, die angesichts der Blockade von Internetseiten mit kinderpornografischen Inhalten eine Zensur und die Behinderung der freien Meinungsäußerung sähen, bescheinigte er, ein Problem mit dem Wertesystem einer intakten Gesellschaft zu haben. "Die sind doch nicht ganz bei Trost !" meinte dazu der Sicherheitsexperte der CDU Clemens Binninger.

Text: Arno Pfleghar | Fotos Gerti Mayer-Vorfelder

von links: Lothar Späth, Freiherr von Stetten (SU) Clemens Binninger

Lächeln für die Fotografen: (von links) Lothar Späth, Freiherr von Stetten (SU) Clemens Binninger

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