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17.09.2009 | Binninger und Strobl bleiben hartnäckig:
Jahreswagenverkauf jetzt geringer besteuern
Sofortiges Handeln verlangt
Die beiden CDU-Bundestagsabgeordneten Clemens Binninger und Thomas Strobl haben
sich erneut an den Bundesfinanzminister gewandt und ihn aufgefordert, das im
August veröffentlichte Urteil des Bundesfinanzhofs zur Besteuerung von
Jahreswagen (Az: VI R 18/07) unverzüglich umzusetzen. Wie berichtet, hat der
Bundesfinanzhof die bisher gültige Berechnungsmethode für nichtig erklärt, die
von den beiden CDU-Politikern schon mehrfach beanstandet worden war.
Am Rande der Daimler-Werktoraktion des CDU-Kreisverbands Böblingen, an
der auch Ministerpräsident Oettinger teilnahm, erklärten Binninger und Strobl: "Nachdem wir bisher noch nichts aus dem Finanzministerium gehört haben, erschien
es uns geboten, noch einmal nachzufassen", und ergänzten: "Auch wenn es nur noch
wenige Tage bis zur Bundestagswahl sind, sollte der Finanzminister die
Gelegenheit beim Schopfe packen und eine nun auch gerichtsamtlich als
unzeitgemäß eingestufte Verwaltungsrichtlinie einmotten, die untragbare
Nachteile für deutsche Automobilhersteller und deren Mitarbeiter mit sich
bringt."
"Anders als die Abwrackprämie wäre die marktgerechte Besteuerung von Jahreswagen
ordnungspolitisch ein sauberes Instrument", so Binninger und Strobl weiter. Die
faire Besteuerung des Jahreswagenverkaufs koste den Steuerzahler keinen Cent und
belebe den Markt nachhaltig und langfristig.
Für die ablehnende Haltung der FDP haben Binninger und Strobl deshalb kein
Verständnis.
"Wenn sich der baden-württembergische Wirtschaftsminister Pfister
dagegen stellt, die Jahreswagenbesteuerung fair zu regeln, dann widerspricht er
damit den Versprechen seiner Partei, das Steuersystem zu vereinfachen", so
Binninger und Strobl abschließend. "Das ist schlicht nicht nachvollziehbar."
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