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01.10.2009 |
Binninger "Stimmenkönig" in Bezirk und Land
Ehrenamtliche haben CDU-Wahlkampf im Kreis Böblingen getragen
Bereits drei Tage nach der Bundestagswahl wurde im CDU-Kreisverband Bilanz gezogen. Der CDU-Kreisvorsitzende Wolfgang Heubach hatte dazu die Mitglieder des Kreisvorstandes, die Vorsitzenden der Orts-, Gemeinde- und Stadtverbände sowie die Vorsitzenden der CDU-Vereinigungen im Kreis Böblingen nach Gärtringen eingeladen.

Binninger und Heubach: Bilanz mit der Basis gezogen.
Der neue und alte Bundestagsabgeordnete Clemens Binninger versorgte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses "kleinen Parteitags" mit taufrischen Informationen aus erster Hand aus dem CDU-Landesvorstand Baden-Württemberg, der neu gewählten CDU/CSU-Bundestagsfraktion und der baden-württembergischen CDU-Landesgruppe innerhalb der Unionsfraktion in Berlin.
Heubach würdigte in seinem Bericht das aus seiner Sicht "erneute hervorragende Abschneiden" von Clemens Binninger im Wahlkreis Böblingen, den dieser ununterbrochen seit 2002 als direkt gewählter Abgeordneter im Deutschen Bundestag vertritt:
"Clemens Binninger ist mit 82.344 Stimmen bzw. 45,1 Prozent wiedergewählt worden. Damit erzielte er das beste Ergebnis aller CDU-Kandidaten in Nordwürttemberg. Sein Abstand zu der Kandidatin der SPD war größer als in jedem anderen Wahlkreis in Baden-Württemberg. Die Differenz betrug 45.795 Stimmen. Zum Vergleich: Der Stuttgarter CDU-Kandidatin Karin Maag reichten 43.995 Stimmen für den Einzug in den Deutschen Bundestag."
Binninger sei somit nicht nur - wie übrigens schon bei der Bundestagswahl 2005 - "Stimmenkönig" in Nordwürttemberg geworden, sondern habe mit über 82 000 Stimmen auch das beste Ergebnis aller Kandidatinnen und Kandidaten in Baden-Württemberg erzielt.

Hierbei spiele natürlich die Größe des Binninger-Wahlkreises auch eine Rolle. "Das ist also ein exzellentes Ergebnis, und insofern ist auch der leichte Stimmenrückgang gegenüber der Wahl von 2005 zu verschmerzen." Ohnehin seien die Ausgangspositionen 2005 und 2009 völlig unterschiedlich gewesen: Vor vier Jahren aus der Opposition heraus, jetzt aus der Regierungsverantwortung einer Großen Koalition heraus. Im Abschneiden Binningers spiegele sich nach den Worten Heubach das große Vertrauen wider, daß dieser bei den Bürgerinnen und Bürgern seines Wahlkreises geniesse. "Clemens Binninger beackert im besten Sinne des Wortes seit nunmehr acht Jahren unermüdlich diesen Wahlkreis. Er ist auch während der Legislaturperiode ständig präsent. Das wissen die Menschen zu schätzen und daraus erwachsen ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit und persönliches Vertrauen", betonte Heubach.
Gewürdigt wurde von Wolfgang Heubach nicht zuletzt die ebenfalls deutliche Wiederwahl von Michael Hennrich im Bundestagswahlkreis Nürtingen. In dessen Wahlkreis liegen aus dem Kreis Böblingen die Gemeinde Steinenbronn sowie die Stadt Waldenbuch. Auf die kraftvolle Unterstützung der dortigen CDU-Mitglieder habe der wieder gewählte Bundestagsabgeordnete Michael Hennrich bauen können.
"Klar auf Sieg setzen"
Wie schon bei der CDU-Party am Wahlabend im Sindelfinger Hotel "Erikson", erklärte der CDU-Kreisvorsitzende, daß beide gesetzten Ziele von der CDU erreicht worden seien: Zum einen das erneute Direktmandat von Clemens Binninger, zum anderen eine bürgerliche Mehrheit im Deutschen Bundestag. Sowohl Binninger, als auch Heubach sowie weitere Redner in der anschliessenden sehr ausführlichen und außerordentlich engagiert geführten Diskussion unterstrichen dabei, daß es in der vergangenen Legislaturperiode noch eine "linke" Mehrheit im Bundestag gegeben habe. Jetzt hätten es, erstmals seit 1994, Union und FDP gemeinsam geschafft, erneut eine eigene Mehrheit auf die Beine zu stellen.

Vorsitzende unter sich: Arno Pfleghar (links) aus Renningen und Christoph Schäfer (Gäufelden).
In diesem Zusammenhang machten Heubach und andere Diskussionsteilnehmer aber auch deutlich, daß trotz dieses Erfolgs die CDU daran arbeiten müsse, aus dem 33-Prozent-Turm bei den Zweitstimmen wieder heraus zu kommen. Dies gelte insbesondere im Blick auf die Landtagswahl in Baden-Württemberg im Jahr 2011. Hier hätten die Wählerinnen und Wähler nicht jeweils zwei Stimmen wie bei der Bundestagswahl, sondern lediglich eine Stimme und insofern seien direkte Vergleiche zur Bundestagswahl schlecht möglich, doch müsse die CDU dabei "klar auf Sieg" setzen.
Clemens Binninger sagte ein besonderes Dankeschön an die über 200 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer, eingeschlossen das engere Wahlkampfteam und die CDU-Kreisgeschäftsstelle.
"Unsere Ehrenamtlichen haben diesen Wahlkampf im Kreis Böblingen getragen. Sie waren unermüdlich im Einsatz. Das ehrenamtliche Engagement unserer Basis ist sensationell. Davor ziehe ich meinen Hut !", rief der CDU-Bundestagsabgeordnete unter dem Beifall der Versammlung aus. In dieses große Lob bezog er auch sein "Binninger-Team" aus Mitgliedern der Jungen Union ein: "Auch in dieser dritten Bundestagswahl innerhalb von sieben Jahren bin ich wieder von der Jungen Union unterstützt worden. Ich bin begeistert von dieser starken Truppe, die uns zugleich hoffungsvolle und gute Zukunftsperspektiven eröffnet."
20 Jüngere traten der Kreis-CDU bei
Der CDU-Kreisvorsitzende Wolfgang Heubach gab in diesem Zusammenhang bekannt, daß während des jüngsten Bundestagswahlkampfes 20 neue Mitglieder dem CDU-Kreisverband Böblingen beigetraten seien. "Das Erfreuliche daran ist insbesondere die Tatsache, daß es sich dabei fast ausnahmslos um jüngere Jahrgänge ab 25 Jahren handelt", unterstrich Heubach.
In der äußerst regen und gründlichen Aussprache mit zahlreichen Wortmeldungen wurde übereinstimmend die Erwartung geäußert, daß die Wirtschaftskompetenz der Union in der künftigen Regierung Merkel sowohl inhaltlich als auch personell in überzeugender Weise zum Ausdruck kommen müsse. Gleiches gelte für die Sozialkompetenz, merkte der CDU-Kreisvorsitzende an. "Wer denn sonst außer uns gestaltet Politik auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes und leitet davon das konsequente Eintreten für die soziale Marktwirtschaft ab", stellte er als Frage und Antwort in den Raum. "Genau so stehen wir für Freiheit in Verantwortung", erklärte Heubach weiter.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des "kleinen Parteitags" zeigten sich zufrieden und erfreut darüber, daß im CDU-Kreisverband Böblingen zum wiederholten Male nach Wahlen sehr zeitnah über das jeweilige Ergebnis diskutiert werde. Hieran könne sich vor allem die Bundes-CDU ein Beispiel nehmen, von der man eine umfassende Analys insbesondere über das Zweitstimmen-Ergebnis erwarte.
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