|
29.10.2009 |
Binninger: Neue Regierung reformiert Jahreswagenbesteuerung
Union und FDP haben in den Koalitionsverhandlungen beschlossen, die
Jahreswagenbesteuerung zu reformieren. Sie wollen "die Besteuerung von
Jahreswagenrabatten für Mitarbeiter zügig auf ein realitätsgerechtes Maß
bringen", heißt es im jüngst verabschiedeten Koalitionsvertrag. Damit wurde eine
Forderung des Böblinger CDU-Bundestagsabgeordneten Clemens Binninger
ausdrücklich berücksichtigt.
Binninger freut sich über dieses Ergebnis: "Anders als die Abwrackprämie ist die
marktgerechte Besteuerung von Jahreswagen ordnungspolitisch ein sauberes
Instrument", sagte er. Die faire Besteuerung des Jahreswagenverkaufs werde den
Markt für Modelle deutscher Hersteller nachhaltig und langfristig beleben, so
Binninger weiter.
Aufgrund ungünstiger steuerlicher Vorschriften ist der Verkauf von Jahreswagen
an Betriebsangehörige seit 2002 um mehr als 80 Prozent eingebrochen. Während
beispielsweise Daimler 2002 noch über 40.000 Fahrzeuge an Mitarbeiter verkaufte,
waren es 2008 nur noch rund 7.000. Diese Entwicklung will die neue Regierung
durch eine Änderung der maßgeblichen steuerlichen Vorschriften umkehren.
Binninger hatte sich gemeinsam mit CDU-Generalsekretär Thomas Strobl schon seit
längerem für Änderungen eingesetzt. Bereits im Frühjahr wandten sich die beiden
Abgeordneten an den Bundesfinanzminister. Nachdruck erhielt ihre Forderung im
August durch ein Urteil des Bundesfinanzhofs, der die bisherige
Besteuerungspraxis in Teilen für nichtig erklärte.
|