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06.12.2009 |

Heubach: Der BdV und Erika Steinbach brauchen weder Vormund noch Nachhilfe

"Erika Steinbach ist eine untadelige demokratische Politikerin und genießt das Vertrauen von CDU/CSU". Mit diesen Worten hat sich der CDU-Kreisvorsitzende Wolfgang Heubach auf einer Veranstaltung seiner Partei in Weil der Stadt hinter die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV) gestellt.

Erika Steinbach MdBHeubach bedauerte es, daß die CDU-Bundestagsabgeordnete, die auch Sprecherin für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der Unions-Bundestagsfraktion sei, im Zuge der Diskussionen um die Besetzung des Beirates der "Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung" in einer für ihn "unerträglichen Weise persönlich verunglimpft" worden sei. Heubach: "Diejenigen, die Erika Steinbach in eine bestimmte Ecke stellen wollen, in die sie nun einmal nicht hineingehört, sollten selbst endlich aus den Schützengräben des Kalten Krieges heraus kommen und mit ihren Scheingefachten aufhören." Der Bund der Vertriebenen und Erika Steinbach würden weder einen Vormund brauchen noch politische Nachhilfe benötigen.

Der CDU-Kreisvorsitzende wies in diesem Zusammenhang ausdrücklich auf die bereits fünf Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges im Bad Cannstatt verabschiedete "Charta der deutschen Heimatvertriebenen" hin, die in seinen Augen ein "einzigartiges Friedensdokument" sei. Denn darin hätten sich die Vertriebenen bereits 1950 dazu verplichtet, auf Rache und Vergeltung zu verzichten. Außerdem sei die Charta bereits "vom europäischen Geist durchdrungen" gewesen. Heubach würdigte weiter die Aufbauleistung der Vertriebenen. Damit hätten sie zu Wohlstand und Stabilität der Bundesrepublik in hohem Maße beigetragen. Jetzt gehe es darum, ihr reiches kulturelles Erbe in einem zusammenwachsenden Europa, das zu Recht auf seine Vielfalt und regionale Identität stolz sei, zu bewahren und an kommende Generationen weiter zu geben.

Der CDU-Kreisvorsitzende sagte, der zweite Weltkrieg, Flucht und Vertreibung hätten schreckliches, in Worte nicht fassbares Leid über Millionen Menschen gebracht. "Das kann weder ausgelöscht, noch vergessen werden. Aber wir können daraus Lehren ziehen." Eine der Lehren sei der Weg in ein freies, friedliches und gerechtes Europa. "Diesen Weg gehen wir in der Europäischen Union gemeinsam mit Polen." Das sei auch für Polen wichtig, um auf Dauer in sicheren, unantastbaren Grenzen leben zu können. Für diesen europäischen Geist stehe Erika Steinbach. "Deshalb sollen der BdV und seine Präsidentin selbst entscheiden, wen sie als ihre Repäsentanz in den Beirat entsenden." Er freue sich im übrigen darüber, daß sich weder der BdV noch Frau Steinbach "diese freie Entscheidung durch Posten oder Geld abkaufen lassen."

Der CDU-Kreisvorsditzende gab in Weil der Stadt bekannt, daß er am Rande der Bundesversammlung in Berlin die BdV-Präsidentin in einem persönlichen Gespräch zu einer Verantaltung in den Kreis Böblingen eingeladen habe. Erika Steinbach habe generell zugesagt. Augenblicklich sei man dabei, gemeinsam einen Termin abzustimmen.

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