|
12.01.2010 |
Erwin Teufel beim Abendlob an der Renninger Krippe in Malmsheim
Pfarrer Pitzal begrüßte die Besucher, allen voran den ehemaligen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg Erwin Teufel, den ehemaligen Landtagsabgeordneten Wolfgang Rückert, Bürgermeister Wolfgang Faißt nebst vielen anderen anwesenden Bürgermeistern, die ehrenamtlichen Mitglieder des Vereins Lebenshilfe e.V. Leonberg und die Jugendmusikschule Renningen, die das Rahmenprogramm übernommen hatte.

Pfarrer Pitzal erklärte ausführlich und mit gewohntem Elan, was er und seine Mithelfer in vielen Arbeitsstunden geschaffen hatten – die Renninger Krippe mit dem Mittelpunkt München, das in diesem Jahr Heimat für den Ökumenischen Kirchentag ist, klärte über die Bedeutung der Figuren auf, die ja so gar nichts mit der Krippe von Bethlehem zu tun haben. Link: Führungen zur Renninger Krippe
Erwin Teufel sprach in seiner „Rede aus dem Handgelenk“ ebenfalls über die Ökumene, die er als große Errungenschaft und Herausforderung unserer Zeit betrachte. Diese Ökumene in die Welt zu tragen, sei die große Aufgabe aller. Jeder habe vom Herrgott sein Talent bekommen, mit dem er seine Mitmenschen auf seine Weise ein Stück des Lebenswegs voranbringen könne. Wenn jeder das, was er gut kann, zum Wohle aller beiträgt, wäre die ganze Welt, nicht nur der Nachbar, ein ganzes Stück besser dran.
„Damit Ihr Hoffnung habt“
heißt das diesjährige Motto der Krippe Renningen. Bis in seine Anfänge in Spaichingen spannte er den Bogen, als das Leben zwischen katholischen und evangelischen Christen noch lange so entspannt gewesen wäre. An der Basis seien die Gläubigen sich untereinander näher als die oberen Kirchenführer dies oft wahrhaben wollen. Viel Trennendes sieht Erwin Teufel ohnehin nicht mehr im Verhältnis von Protestanten und Katholiken.
Wahre Nächstenliebe ist für ihn ohnehin die wichtigste christliche Botschaft, und auch dafür wäre die Krippe ein gutes Beispiel, gingen doch die Spenden jedes Jahr an Hilfsprojekte in aller Welt - direkt zu den Bedürftigen in konktrete Hilfe. Niemand kann etwas dafür, dass er in Armut geboren wird oder in der vergleichsweise wohlhabenden Nordhalbkugel sein Licht der Welt erblickt.
Einen besonderen Gruß richtete der ehemalige Ministerpräsident an die Mitglieder des Verins Lebenshilfe e.V., die ebenso zahlreich anwesend waren wie die von Bürgermeister Faißt eingeladenen aktiven bzw. ehemaligen Bürgermeister.
Man merkte Erwin Teufel an, dass er gerne nach Renningen kommt, um alte Weggefährten wie Pitzal und Rückert zu treffen. Er lobte die Arbeit von Pfarrer Pitzal und seinen Krippenbauern, die dies nun schon seit 30 Jahren in herausragender Weise tun und Renningen und Malmsheim weit über die Grenzen Baden-Württembergs hinaus bekannt machen.

Pfarrer Pitzal, Erwin Teufel und Arno Pfleghar
Nach dem Abendlob galt all seine Aufmerksamkeit der Arbeit der Krippenbauer, bevor man sich in gemütlicher Runde im Gemeindehaus versammelte, wo ein gut gelaunter und lockerer Erwin Teufel in privater Runde politische Ansichten über die finanzielle Situation von Land und Kommunen austauschte. Zur Freude der anwesenden Mitglieder des Stadtverbandes wartete der ehemalige Landesvater auch noch mit einigen Anekdoten aus seiner Zeit als Bürgermeister auf.

Erwin Teufel mit Bürgermeister Faißt und Gerhard Hotzy und Heinrich Kossok, den Mitgliedern des CDU-Stadtverbandes.
|