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10.02.2010 |

CDU-Kreisvorsitzender
Wolfgang Heubach 70

Luftballon mit Happy Birthday 70-MotivEs muss ein ähnlich kalter Wintertag gewesen sein, am 29. Januar 1940 in Salzwedel in der Altmark, dem Geburtsort. Kalt und verschneit ist es auch sieben Jahrzehnte später, als Wolfgang Heubach in Rohrau sein Jubiläum begeht.

In siebzig Jahren hat sich die Welt ein ganzes Stück weitergedreht. Wir leben heute in einem demokratischen Staat in Frieden und Freiheit. Werte, für die sich Wolfgang Heubach ein Leben lang mit ganzer Kraft und Energie leidenschaftlich eingesetzt hat und noch immer einsetzt.

Heubach gilt als großer Moderator mit Fingerspitzengefühl für die Belange der Menschen und einem sicheren Gespür für die Einschätzung von Situationen. Vielleicht war es kein Zufall, dass er mit großer Begeisterung den Beruf des Journalisten ausübt. Obwohl er in jungen Jahren zunächst Pfarrer werden wollte. Pfarrer und/oder Journalist – für Heubach keine Widersprüche. Weil es in beiden Fällen nach seiner festen Meinung um Menschen geht. Nach dem Schicksal seiner Familie, und damit auch seines eigenen, in zwei Diktaturen prägte ihn in ganz besonderer Weise das christliche Menschenbild. Bestärkt darin hat ihn Albert Schweitzer, mit dem er in jungen Jahren lange korrespondierte. Dessen Credo von der „Ehrfurcht vor dem Leben“ machte er zu seinem persönlichen Leitmotiv. Und ergänzte es mit der "Ehrfurcht vor jedwedem Leben" und damit zur Pflicht, die Schöpfung zu bewahren. Prägend für Heubach war aber auch Konrad Adenauers Politik, Freiheit in Verantwortung zu gestalten. Er verehrte „Karl von Gallien“ – Charles de Gaulle – und betrachtet Peter Scholl-Latour als Vorbild. Daher rührt unter anderem Heubachs Liebe zu Frankreich. Folgerichtig gehörte er schon als JU-Mann wie Helmut Kohl zu jenen, die symbolisch Grenzpfähle zwischen Baden, der Pfalz und dem Elsaß ausgegraben haben. Zusammen mit jungen Angehörigen der MRP – der Partei Robert Schumanns in der vierten Republik. Die Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich, um danach das vereinte Europa zu bauen, das war und ist „sein“ Thema. Zunächst Vision, jetzt Wirklichkeit. Obwohl es zuweilen beschwerlich ist. Doch davon lässt sich der Jubilar weder beirren oder gar entmutigen. Ganz im Gegenteil. Inzwischen bestehen auch familiäre Bande zu Frankreich: Die jüngste Tochter hat in Aix studiert, ist in Südfrankreich verheiratet und hat zwei Kinder: Martin und Marie. Das behagt dem frankophilen Großvater.

Wolfgang Heubach, Paul Nemeth, Dr. Christoph Seeger

Zurück zu Wolfgang Heubachs beruflichen Lebensweg: Er entschied sich letztlich für den Journalismus und lernte den Beruf „von der Pike auf“, was sich nach seinen Worten als großer Vorteil erwiesen hat: Schriftsetzerlehre, Volontariat, Redakteur. Journalismus ist für Heubach deshalb eher Berufung als reine Profession.

Bis vor fünf Jahren war er aktiv in seinem Beruf tätig. Nach einigen Stationen im Rundfunk und in einer Nachrichtenagentur, war er lange Jahre als Redaktionsleiter und Chef vom Dienst in einer lokalen Tageszeitung tätig. Für seine journalistischen Leistungen wurde er 1984 mit dem Wächterpreis der deutschen Tagespresse ausgezeichnet. Vor 15 Jahren begab er sich auf journalistisches Neuland, in dem er maßgeblich am Aufbau eines weltweiten Internetportals in deutscher Sprache beteiligt war. Zuletzt arbeitete er als verantwortlicher politischer Redakteur einer Sonntagszeitung. Er wurde als Lehrbeauftragter an die Universität Hohenheim (dort unter anderem mit einem Umweltpreis ausgezeichnet) und an die Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart gerufen. Die CDU-Landtagsfraktion vertritt er als Externer im Medienrat der Landesanstalt für Kommunikation (LfK). Er will sich in den Dienst der Sache stellen, dabei die Menschen mitnehmen und überzeugen. Dies gelingt ihm „Dank seiner geistigen Souveränität und Fähigkeit zur Distanz“, wie ihm seine ehemaligen Redaktionskollegen bescheinigen.

Deshalb ist es sicher auch kein Zufall, dass sich Wolfgang Heubach schon früh in der CDU engagierte. Mit 16 Jahren ist er in die Junge Union (JU) eingetreten und gründete später die JU in Ehningen. Konsequenterweise folgte die Gründung der CDU in seiner damaligen Heimatgemeinde in Ehningen zusammen mit seinen Schwiegereltern Dorothea und Dr. med. Fritz Kohle, Eugen Widenmaier, Karl Benz, Franz Schwarzer, Alois Philipp, Max Rost, Erika Haaris und anderen. Als Gemeinderat und Ortschaftsrat hat er sich, mittlerweile in Rohrau angesiedelt, für die Belange von Gärtringen und Rohrau eingesetzt und war auch im Kreistag vertreten.

Seit acht Jahren ist er der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Böblingen. Bei seinem Amtsantritt hat er sich vorgenommen, die Position der Jüngeren, von Frauen und der Älteren in Partei und Gesellschaft zu stärken. Was sich sichtbar in der Zusammensetzung des CDU-Kreisvorstandes widerspiegelt. Er hat den Generationswechsel bei den Mandatsträgern in Bund und Land souverän begleitet und die CDU im Kreis so aufgestellt, dass alle Vereinigungen integriert sind. Dabei ist das offene Wort und die enge Verbindung zur Basis ein wichtiger Erfolgsbaustein in Heubachs Führungsstil. Die Begeisterungsfähigkeit für Themen und die politische Leidenschaft sind auch nach sieben Dekaden noch nicht erloschen, dies bemerken zumindest Mitglieder des Kreisvorstandes, wenn der Vorsitzende während der Sitzung über den Rand seiner Brille schaut und mit sonorer Rhetorik und messerscharfer Analyse politische Sachverhalte seziert.

Wolfgang Heubach Katharina Heubach

Wenn man an dem besagten kalten Januarabend aber an der Haustür des Jubilars klingelt und eines der vier Enkelkinder in Begleitung von Anton, dem vierbeinigen Leonberger, die Tür öffnet, wird einem schlagartig bewusst, dass es da noch etwas anderes im Leben des Wolfgang Heubach gibt: Seine Familie mit seiner Ehefrau Katharina als Mittelpunkt, die sein berufliches und ehrenamtliches Engagement mitträgt und ermöglicht. Ein Ort an dem er Kraft und Energie tanken kann. (Dem kleinen Enkel Max, so scheint es, sind zumindest die nächsten Wahlergebnisse noch ziemlich egal. Obwohl auch er bereits weiß: Der Opa ist für die CDU unterwegs. Aber heute ist er da!)

Im Namen des CDU Kreisverbandes Böblingen möchten wir Ihnen, lieber Herr Heubach, zusammen mit Ihrer Ehefrau alles erdenklich Gute wünschen. Viel Gesundheit und weiterhin viel Schaffenskraft.

Prof. Christof Seeger

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