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28.03.2010 |
Heubach: Zocker sollen die Zeche zahlen
Gegen die pauschale Einführung einer Bankenabgabe hat sich der CDU-Kreisvorsitzende Wolfgang Heubach ausgesprochen. Heubach sagte auf einer Parteiveranstaltung in der Rohrauer Schönbuchhalle, der in der Finanzwirtschaft angerichtete Schaden müsse von denen auf Cent und Euro wieder gut gemacht werden, die die weltweite Krise angerichtet und zu verantworten hätten. "Mit anderen Worten ausgedrückt: Die Zocker sollen die Zeche zahlen."
Der CDU-Kreisvorsitzende wandte sich ausdrücklich dagegen, ausgerechnet diejenigen zur Kasse zu bitten, die sich in ihrem finanz- und wirtschaftlichen Gebaren stets an die Regeln ehrbarer Kaufleute gehalten hätten: Nämlich Sparkassen sowie Volks- und Genossenschaftsbanken. "Die Bundesregierung tut gut daran, nicht alle über einen Kamm zu scheren. Ein pauschales und kollektives Vorgehen trifft mit den Sparkassen sowie Volks- und Genossenschaftsbanken absolut die Falschen." Heubach beklagte im übrigen, "daß die internationale Zocker-Gilde längst wieder zu ihren hochriskanten Praktiken zurückgekehrt ist. Und genau denen muss endlich das Handwerk gelegt werden." Ein pauschales und kollektives Vorgehen werde jedoch klar zu Lasten einer mittelstandswirksamen Politik gehen, für die Sparkassen sowie Volks- und Genossenschaftsbanken gerade auch in der Krise Garanten gewesen seien.
Der CDU-Kreisvorsitzende, dessen Ausführungen immer wieder vom Beifall der Versammlung unterbrochen wurden, erklärte weiter, er wundere sich, daß ausgerechnet jene, die bislang immer den Kampf gegen jedweden staatlichen Dirigismus auf ihre politischen Fahnen geschrieben hätten, nun plötzlich offenbar das Hemd gewechselt hätten, und bei der geplanten Bankenabgabe einer nicht verantwortbaren, unsinnigen Gleichmacherei das Wort redeten und glaubten, mit nationalen Alleingängen ein Allheilmittel gegen international operierende Spekulanten gefunden zu haben. "Das ist lächerlich".
Der CDU-Kreisvorsitzende bekannte sich in diesem Zusammenhang zur sozialen Marktwirtschaft: "Wir stehen ohne Wenn und Aber für soziale Verantwortung und Solidarität in unserer Gesellschaft. Ohne sie ist ein Zusammenhalt des Ganzen nicht möglich. Doch dazu gehören in gleicher Weise Leistung, Wettbewerb und schwarze Zahlen bei Firmen und Unternehmen. Mit Freibeuterei, kriminell anmutenden Machenschaften und Faustrecht als vermeintliches Recht des Stärkeren hat soziale Marktwirtschaft jedoch absolut nichts zu tun."
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