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14.05.2010 |
Junge Union steht "Google Street View" kritisch gegenüber
Kommunen und Bürger werden zum Handeln aufgefordert Für manche mag es faszinierend sein, wenn man in Zukunft online per Panoramaansicht durch deutsche Städte und Gemeinden "fahren" kann, oder die Navigationsroute im Vorhinein begutachten kann. "Google Street View" löst aber auch Kritik aus. "Das Vorhaben von Google bedeutet für die Junge Union primär - anders, als vom Anbieter suggeriert - keinen Freiheitsgewinn, sondern einen Eingriff in die Privatsphäre", so der Kreisvorsitzende, Swen Menzel.
Google ist laut aktuellen Presseberichten dazu bereit, Sammelwidersprüche von Städten und Gemeinden zu akzeptieren. Eigentümer und Mieter von Immobilien können in solche Listen ihre zu löschende Adresse mit Unterschrift eintragen und müssen sich so nicht direkt an Google wenden. Die betreffenden Wohnungen, Häuser und Gärten werden dann laut Google vollständig unkenntlich gemacht. Das Bundesverbraucherschutzministerium hat informiert, dass Google den neuen Dienst "Google Street View" erst dann starten wird, wenn die Widersprüche der Bürger vollständig umgesetzt worden sind.
Die Junge Union Kreisverband Böblingen fordert daher alle Kommunen im Kreis Böblingen dazu auf, in den Rathäusern vorformulierte Sammelwiderspruchslisten zu "Google Street View" auszulegen, in die sich die Bürgerinnen und Bürger eintragen können. Zusätzlich zur Schaffung dieser Eintragsmöglichkeit sollen die Bürgerinnen und Bürger informiert und sensibilisiert werden. Die Junge Union fordert zudem die Kommunen im Kreis Böblingen dazu auf, Widerspruch zur Veröffentlichung von eigenen Liegenschaften einzulegen, die nicht von touristischem Interesse sind und einem besonderen Schutz unterliegen, wie beispielsweise Kindergärten, Schulen und Altenheime.
Da in letzter Zeit vermehrt die Kamerafahrzeuge von Google im Kreis Böblingen einfallen, sollte die Gelegenheit und Möglichkeit des Widerspruchs jetzt - so flächendecken wie möglich - in Anspruch genommen werden.
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