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05.08.2010 |

Die Charta der deutschen Heimat­vertriebenen ist ein einzigartiges Dokument des Friedens und der Versöhnung im Geiste Europas
 

Als "einzigartiges Dokument des Friedens und der Versöhnung im Geist der europäischen Einigung" hat der CDU-Kreisvorsitzende Wolfgang Heubach die vor 60 Jahren in Stuttgart verkündete Charta der deutschen Heimatvertriebenen bezeichnet.

1950, also nur fünf Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, hätten die 14 Millionen Heimatvertriebenen damit ein großartiges und historisches Zeichen gesetzt, das bis heute nachwirke. Gerade auch im Kreis Böblingen und im deutschen Südwesten hätten zahllose Heimatvertriebene eine neue Heimat gefunden. "Sie alle, die mit nichts gekommen waren und nur ihr eigenes Leben unter oft furchtbaren Verfolgungen und Entbehrungen retten konnten, haben nach ihrem schweren Schicksalsschlag hart mit angepackt und dazu beigetragen, daß sich die Bundesrepublik Deutschland wieder einen geachteten Platz in der Völkerfamilie sichern konnte. Und sie haben mit Mut, Fleiss und Ideenreichtum gleichermassen zum Wiederaufbau unseres zerstörten Landes beigetragen, wie sie mit die Motoren des viel gepriesenen deutschen Wirtschaftswunders gewesen sind", erklärt der CDU-Kreisvorsitzende.

 
Heute gelte es, ihr reiches kulturelles Erbe zu bewahren und an kommende Generationen weiter zu geben. Davon zeugten nicht zuletzt verschiedene Einrichtungen wie Museen und Begegnungsstätten auch im Landkreis Böblingen. "Sie zu erhalten, verpflichtet uns das Erbe der Heimatvertriebenen und ihrer Nachkommen."
 
Heubach würdigte die vor 60 Jahre verabschiedete Charta der deutschen Heimatvertriebenen zugleich als Dokument eines unbeugsamen Freiheitswillens. Der Gedanke der Versöhnung und der Verzicht auf Rache, ausgesprochen vor bereits 60 Jahren, seien Grundfesten der europäischen Einigung, ebenso wie das Bekenntnis zu Freiheit, Frieden, Recht, Gerechtigkeit und Selbstbestimmung. Wenn heute ein grenzenloses Europa Wirklichkeit geworden sei, so hätten gerade die Heimatvertriebenen einen entscheidenden Anteil daran. Der CDU-Kreisvorsitzende erinnerte in diesem Zusammenhang an ein Zitat des luxemburgischen Ministerpräsidenten und großen Europäers Jean-Claude Juncker, der im vergangenen Jahr festgestellt habe: "Ich kann mir keine besseren Nachbarn vorstellen als die Deutschen."
 
Heubach abschliessend: "Mit der Vollendung der deutschen Einheit, der Wiedervereinigung unseres Vaterlandes vor 20 Jahren, ist außerdem Wirklichkeit geworden, wovon die Initiatoren der Charta vor 60 Jahren zunächst nur träumen konnten. Deshalb sollten wir all diese historischen Entwicklungen zum Anlass nehmen, um gemeinsam stolz und selbstbewusst die Zukunft zu gestalten. In einem freien, friedvollen, demokratischen und der sozialen Marktwirtschaft verpflichteten Europa der Völker, die ihre Wurzeln im Christentum haben, das uns heute noch Kraft und Orientierung gibt."

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