CDU-Gründung vor 60 Jahren war ein Meilenstein
Wertefundament trägt
Vor 60 Jahren, Ende Oktober 1950, fand unter dem Motto „Einigkeit und Recht und Freiheit“ der erste Bundesparteitag der CDU Deutschlands in Goslar statt, auf dem die bis heute gültigen Leitgedanken der CDU festgelegt wurden. Nämlich: Politik auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes zu gestalten sowie für Frieden, Freiheit, eine soziale Marktwirtschaft und den demokratischen Rechtsstaat verantwortlich einzutreten.
Für Wolfgang Heubach, den Vorsitzenden des CDU-Kreisverbandes Böblingen, ist der Gründungsparteitag „ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der deutschen Christdemokraten und des deutschen Parteiensystems. In Goslar wurde die Grundlage für eine eindrucksvolle Erfolgsgeschichte gelegt.“ Die konfessionelle Spaltung Deutschlands in ein protestantisches und ein katholisches Lager, die noch zur Weimarer Zeit die Parteienlandschaft bestimmte, sei durch die Union überwunden worden. „Die CDU war nie die Partei einer bestimmten gesellschaftlichen Schicht oder Gruppierung, sie war – wie es ihr Name bis heute treffend ausdrückt – immer eine Union für ganz Deutschland“, unterstreicht der CDU-Kreisvorsitzende.
Heubach weiter: "Bei allen großen historischen Weichenstellungen – von der entscheidenden Westbindung über die Einführung der Sozialen Marktwirtschaft und die Ausgestaltung des Sozialstaates, von der Aufstellung der Bundeswehr über die europäische Einigung bis zur Wiedervereinigung unseres Vaterlandes in Frieden und Freiheit – war die Union die politisch prägende Kraft. Nicht immer hatten wir Rückenwind, stets aber Rückgrat, wenn es darum ging, für unsere Überzeugungen einzustehen". Der Erfolg habe der Union später stets recht gegeben und die Menschen von der Weitsichtigkeit und Verlässlichkeit dieser Entscheidungen und Politik überzeugt.
Wolfgang Heubach erinnert in diesem Zusammenhang an die Frauen und Männer der "ersten Stunde" in den damaligen Altkreisen Böblingen und Leonberg. "Paul Bausch und Wilhelm Simpfendörfer (der spätere Kultusminister), beide aus Korntal sowie Wilhelm und Martin Haag aus Unterjettingen standen an der Wiege unserer Demokratie und unserer Partei, der CDU. Genau so wie Irene Seizer aus Sindelfingen. In Sindelfingen fand bereits am 5. Dezember 1945 eine denkwürdige CDU-Veranstaltung mit Paul Bausch und Irene Seizer statt. Ihr aller mutiges Beispiel wirkt bis heute fort und wir werden ihr politisches Erbe und ihr christliches Vermächtnis an kommende Generationen weiter geben", betont der CDU-Kreisvorsitzende.
Auch in schwieriger Zeit werde die CDU ihre Grundorientierung weder verlieren noch aufgeben, sondern vielmehr - wie es nicht zuletzt Erwin Teufel im Titel seines jüngsten Buches zum Ausdruck gebracht habe, "Verantwortung für das Ganze" tragen. "Dies ist unsere Wegweisung auch für die Zukunft: Volkspartei der Mitte zu sein und zu bleiben. Und eben keine Partei, die lediglich Einzel- oder Klientelinteressen vertritt. Oder - wie aktuell zu beobachten ist - auch keine Partei der Selbstdarsteller, denen es ausschliesslich um persönliche Macht und nicht um die Sache geht und schon gar nicht um die Interessen der Bürgerinnen und Bürger. Unser Wertefundament trägt vielmehr. Die CDU hat eine unverwechselbare Identität. Diese wird uns, wie schon in Vergangenheit und Gegenwart, auch in der Zukunft in die Lage versetzen, sachgerechte Lösungen für die sich wandelnden Herausforderungen anzubieten. Dafür garantieren unsere Mitglieder sowie der weit gespannte Bogen unserer Vereinigungen von der Schüler- und der Jungen-Union (JU), der Frauen-Union (FU), der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT), der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), des Evangelischen Arbeitskreises (EAK), der Kommunalpolitischen Vereinigung (KPV) bis hin zur Senioren-Union (SU). Oder Sonderorganisationen wie die Christdemokraten für das Leben (CDL). Das ist unser Reichtum, und darauf sind wir stolz. Deshalb sind wir auch zu Recht Volkspartei und die Kreis-Böblingen-Partei," unterstreicht Wolfgang Heubach zusammenfassend.