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17.12.2010 |
Neue Chance für das Flugfeld
Ansiedlung des Technologie- und Innovationszentrums Umwelttechnik des Landes Baden-Württemberg
Das Land Baden-Württemberg wird das Technologie- und Innovationszentrum Umwelttechnik auf dem Flugfeld Böblingen / Sindelfingen ansiedeln. Dies gab der Landtagsabgeordnete Paul Nemeth auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den Oberbürgermeistern der Städte Sindelfingen und Böblingen, Dr. Bernd Vöhringer und Wolfgang Lützner, bekannt. Die Ansiedlung sei eine Chance, um den Standort Böblingen / Sindelfingen im Wachstumsmarkt der Umwelttechnik zu positionieren.
„Wir haben uns gegen harte Konkurrenz durchgesetzt“, sagte Paul Nemeth MdL. Neben den Städten Böblingen und Sindelfingen seien auch Städte wie Stuttgart, Karlsruhe, Ludwigsburg und Freiburg für die Ansiedlung des Zentrums im Gespräch gewesen.
„Mit dem Technologie- und Innovationszentrum Umwelttechnik wollen wir die europaweit und international führende Rolle des Landes als wahrnehmbare Kompetenzregion für Ressourceneffizienz und Umwelttechnik ausbauen“, sagte Nemeth zur Zielsetzung der Ansiedlung. Das Zentrum habe ferner die Aufgaben, kleinere und mittlere Unternehmen im Bereich der Umwelttechnik zu beraten, ein landesweites Netzwerk Umwelttechnik aufzubauen, sowie Forschungs- und Entwicklungsprojekte in diesem Bereich zu begleiten.
„Mit dem Technologie- und Innovationszentrum Umwelttechnik eröffnet sich für das Flugfeld eine riesen Chance zur strategischen Ausrichtung bei der Vermarktung der weiteren Flächen. Das Zentrum kann der Nukleus für eine gezielte, zukunftsträchtige Entwicklung sein,“ so Nemeth. Es liege am Zweckverband Flugfeld, diese Chance auch zu nutzen.

Attraktivitätsgewinn für das Flugfeld (von links): Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer, Landtagsabgeordneter Paul Nemeth und Oberbürgermeister Wolfgang Lützner bei der gemeinsamen Pressekonferenz. Foto : Stampe
Die Oberbürgermeister der Städte Böblingen und Sindelfingen zeigten sich erfreut über die neue Ansiedlung auf dem Flugfeld.
„Wir können damit Zentrum eines landesweiten Clusters im Bereich der Umwelttechnik werden“, meinte Böblingens Oberbürgermeister Wolfgang Lützner. „Die Ansiedlung des Zentrums für Umwelttechnik bietet für die Firmen am Standort neue Chancen für eine Vernetzung im Bereich Umwelttechnik. Das Flugfeld wird damit aber auch noch attraktiver für Neuansiedlungen von Unternehmen,“ sagte sein Amtskollege Dr. Bernd Vöhringer aus Sindelfingen.
Der Bereich Umwelttechnik und Ressourceneffizienz ging als wichtigstes Wachstumsfeld aus einem von der Landesregierung beauftragten Gutachten zu den wirtschaftlichen und technologischen Perspektiven Baden-Württembergs hervor. „Die Umwelttechnologie hat mit Abstand die höchste zu erwartende zusätzliche Wertschöpfung aller Branchen in den kommenden Jahren“, sagte Paul Nemeth unter dem Hinweis auf einen wachsenden Weltmarkt um jährlich über sechs Prozent bis zum Jahr 2020.
Oberbürgermeister Dr. Bernd Vöhringer lobte die Ansiedelung: „Die Umwelttechnologie kann zu einem weiteren Standbein für unsere vom Automobil und der IT geprägten Wirtschaft werden.“ Was der Böblinger Oberbürgermeister ergänzte: „Eine solche Ansiedlung bedeutet sichere Arbeits- und Ausbildungsplätze für die Zukunft.“
Die Oberbürgermeister der beiden Städte und der Landtagsabgeordnete Paul Nemeth hatten sich von Anfang an dafür eingesetzt, das „Technologie- und Innovationszentrum Umwelttechnik“ auf das Flugfeld zu bringen. Durch mehrere Anfragen an die zuständigen Landesministerien machten sie auf den Standort aufmerksam.
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