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27.12.2010 |

Erhaltung und Pflege der Streuobst-Wiesen im Kreis Böblingen
Initiative der CDU-Kreistagsfraktion erfolgreich

Am 27. Januar 2010 hatte die CDU-Fraktion im Kreistag Böblingen einen Antrag eingebracht und die Verwaltung beauftragt, eine Konzeption für die Pflege der Streuobstwiesen im Kreis Böblingen zu erstellen.

Gleichzeitig war beantragt worden, dass die Unterhaltspflege der Streuobstwiesen als Ausgleichsmaßnahme anerkannt werden solle. Diese Initiative, die auch von der CDU-Landtagsabgeordneten Sabine Kurtz unterstützt worden war, wurde zwischenzeitlich durch das baden-württembergische Umweltministerium aufgegriffen, das einen Arbeitskreis eingerichtet hat. Dieses Gremium soll prüfen, welche Voraussetzungen notwendig sind, um die Pflege vorhandener Streuobstwiesen als Ausgleich für Eingriffe in die Natur – z.B. beim Bau neuer Verkehrswege, Wohn- oder Gewerbegebiete – anzuerkennen.

Die Kreisverwaltung hat in einer Projektgruppe aus Mitgliedern des Kreistags ein Maßnahmenpaket vorgelegt, welches am 20. Dezember vom Kreistag einstimmig beschlossen wurde.

“Mit diesem Beschluß ist ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung und zur Pflege der Streuobstwiesen im Kreis Böblingen getan”, so der Fraktionsvorsitzende Helmut J. Noë. Die Förderung der Nachpflanzung von Streuobstbäumen mit jährlich 20.000 Euro sowie die Organisation und die Umsetzung von Pflegemaßnahmen, die über Ausgleichsmittel finanziert werden, seien dringend notwendig.

Der Streuobstbestand im Landkreis Böblingen ist zwischen 1965 bis 2005 von 565.000 auf 253.000 Bäume zurückgegangen. Wegen der Pflegedefizite und der Überalterung in den Streuobstwiesen wäre kurz- und mittelfristig ein weiterer Rückgang zu befürchten. “Dieser Entwicklung kann mit den nun beschlossenen Maßnahmen nachhaltig entgegengewirkt werden”, freut sich Noë.

Er dankte auch dem Kreisverband Böblingen der Obst- und Gartenbauvereine, der den Antrag der CDU-Kreistagsfraktion von Anfang unterstützt habe.

“Die Entscheidung im Kreistag ist ein großer Erfolg für den Umweltschutz in den Städten und Gemeinden”, so der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion.

Sabine Kurtz MdL verwies zudem darauf, dass auch die CDU-geführte Landesregierung umfangreiche Maßnahmen ergriffen habe, um Streuobstwiesen in Baden-Württemberg zu erhalten. So fördere das Land den Streuobstbau jährlich mit rund zehn Millionen Euro. Sehr zu begrüßen sei auch, dass der Schönbuchhang und weitere Teile des Landkreises Böblingen im Rahmen der Herrenberger Streuobsttage im Oktober 2010 in das „Streuobstland“ aufgenommen wurden. “Zu dieser Kooperation haben sich sieben Landkreise zusammengeschlossen, um diese einmalige Kulturlandschaft zu erhalten”, so Sabine Kurtz und Helmut J. Noë. Potenziale für eine konstruktive Zusammenarbeit gäbe es beispielsweise bei der Vermarktung von Streuobstprodukten, im Tourismusbereich oder bei der Erschließung von Fördergeldern.

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