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15.01.2012 |

Weichen in die Zukunft gestellt:
Marc Weber leitet AK Europa des CDU-Kreisverbandes
 
Marc Weber aus Hildrizhausen ist vom CDU-Kreisvorstand in der jüngsten Sitzung in Böblingen einstimmig zum Vorsitzenden des Arbeitskreises Europa des CDU-Kreisverbandes Böblingen gewählt worden. Mit der Wahl des 21-jährigen Studenten, der aktiv in der Jungen Union mitarbeite und sich mit großem Einsatz  an verschiedenen Wahlkämpfen und auch an der erfolgreichen Pro-Stuttgart-21-Kampagne beteiligt habe, "hat die CDU die Weichen klar in Richtung Zukunft gestellt", erklärte der CDU-Kreisvorsitzende Wolfgang Heubach (Rohrau) vor dem Kreisvorstand.

Wolfgang Heubach gratuliert Marc Weber

CDU-Kreisvorsitzender Wolfgang Heubach gratuliert Marc Weber herzlich zur neuen Aufgabe als Vorsitzender des Arbeitskreises Europa im CDU-Kreisverband Böblingen. (Foto Elke Groß)

Weber werde bei seiner neuen Aufgabe unter anderem von Manuel Benda aus Ehningen unterstützt, der vor der letzten Wahl zum Europäischen Parlament als Ersatzkandidat der Europaabgeordneten Dr. Inge Grässle aus Heidenheim nominiert wurde. Heubach bedankte sich beim seitherigen AK-Vorsitzenden Michael Moroff (Leonberg) für dessen Arbeit. Moroff ist mittlerweile Mitglied des Leonberger Gemeinderates und in seiner Heimatstadt kommunalpolitisch engagiert.
 
Nach dem Wunsch des CDU-Kreisvorstandes soll Marc Weber für den Arbeitskreis Europa feste Mitgliederstrukturen im Kreis Böblingen schaffen. Dazu sagte Wolfgang Heubach vor dem CDU-Kreisvorstand, die CDU gelte zu Recht als Europa-Partei, doch nun komme es darauf an, das von der Gründergeneration Adenauer, Schumann, des Gasperi und anderen gelegte Fundament nicht nur zu sichern, sondern auf diesem weiter zu bauen. "Das bedeutet, wir müssen zunächst klar definieren, was wir wollen: Wie bisher ein Europa der Vaterländer, oder als Ziel einen Bundesstaat Europa. Auch wenn wir, wie es Frau Merkel und Herr Schäuble anstreben, schrittweise vorgehen und Kernkompetenzen zum Beispiel in der Finanzpolitik auf die zentrale europäische Ebene abgeben sollen, muss nach meiner festen Überzeugung eines unabdingar gewährleistet sein: Die volle und demokratisch legitimierte Kontrolle durch Parlamente. Wenn ich an das Europa-Parlament denke, besteht hier noch ein großer Nachholbedarf", unterstrich der CDU-Kreisvorsitzende. Nicht erst seit Beginn der ausufernden EU- und Staatsschulden-Krise gebe es fundamentale Kritik am Erscheinungsbild Europas. So habe etwa jüngst in einer Schweizer Zeitschrift Norbert Bolz, Professor für Medienwissenschaftren an der Technischen Universität Berlin, geschrieben: "Das Monster Brüssel hat die europäische Idee gekidnappt, und wir brauchen deshalb dringend eine Bürger-Initiative mit dem Motto: Gebt uns Europa zurück!" Heubach: "Darum geht es im Kern und es wird an uns liegen, daß die Idee Europa - für mich nach wie vor eine Jahrtausend-Chance - nicht auf dem Altar autoritärer Strukturen geopfert wird." Erwin Teufel habe bereits vor Jahren bei einer CDU-Veranstaltung im Kreis Böblingen vehement gefordert, Europa endlich wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen! Heubach erklärte weiter, er habe wie Helmut Kohl zu der Generation gezählt, "die nach dem zweiten Weltkrieg symbolisch Grenzpfähle zwischen Deutschland und Frankreich ausgegraben habe, um für ein Europa in Frieden, Freiheit, Recht und Gerechtigkeit aktiv einzutreten. Jetzt sei es an der Zeit, die Fackel weiter zu geben und der europäischen Idee neue Impulse zu verleihen. Darüber sei er sich kürzlich bei einem längeren Gespräch mit dem neuen Landesvorsitzenden der Jungen Union, Nikolas Löbel aus Mannheim, in Rohrau völlig einig gewesen. "Und aus diesem Grunde setze ich große Hoffnungen in Marc Weber. Mit meiner Unterstützung kann er in jeder Beziehung rechnen", versprach der CDU-Kreisvorsitzende.

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